Bad Häring zwischen Kurgeschichte und Bergbau
Unterkünfte in Bad Häring
Bad Häring liegt auf einem Sonnenplateau über dem Inntal, umgeben von Wiesen und Wäldern. Der Tiroler Bäderkurort verbindet eine Geschichte, die von der Schwefelquelle und dem Bergbau geprägt ist, mit Themenwegen und markanten Orten im Gemeindegebiet. Wenn Sie ein Reiseziel suchen, dessen Charakter sich sowohl in der Landschaft als auch in seiner Geschichte zeigt, können Sie diese verschiedenen Seiten bei der Planung Ihres Aufenthalts berücksichtigen.
Anreise und Orientierung
Von Bad Häring aus sind Kufstein und Wörgl mit Bus oder Auto in 10 bis 15 Minuten erreichbar; die tatsächliche Fahrzeit kann variieren. Die Regionalbuslinie 4026 hat ihren Ausgangspunkt am Bahnhof Wörgl und bedient die Haltestelle „Bad Häring Dorf“. Da sich Fahrpläne ändern können, prüfen Sie diese vor der Fahrt. So lässt sich die Anreise mit Bus oder Auto in Ihre Planung einbeziehen, ohne die beiden Verkehrsmittel oder Reiseziele gleichzusetzen.
Landschaft und Kurgeschichte
Die Lage auf dem Plateau über dem Inntal gibt Bad Häring eine klare landschaftliche Prägung: Wiesen und Wälder bestimmen das Umfeld des Ortes. Auch die Kurgeschichte gehört zum Ortsprofil. Bad Häring ist der erste Bäderkurort in Tirol. Eine Schwefelquelle wurde 1951 bei einer Tiefbohrung in 300 Metern Tiefe angetroffen und 1953 als Heilquelle anerkannt. Die Daten erzählen von zwei unterschiedlichen Schritten: zunächst dem Fund der Quelle, dann ihrer Anerkennung als Heilquelle.
Ein Ausflug zum Haslacher Moor ist vom Ortszentrum oder vom Kurpark über den Gesundheitsweg möglich. Die Strecke beträgt etwa zwei Kilometer; Gehbedingungen können je nach Jahreszeit variieren. Der Häringer Wasserfall ist etwa 20 Meter hoch und liegt unweit des Ortszentrums mitten im Wald. Die Wanderung dorthin beginnt nahe der Pfarrkirche und der Volksschule; dort steht ein öffentlicher Parkplatz zur Verfügung. Für den Rück Dich Gesund Pfad sind die Fleckstraße als Start, der Wasserfall als Ziel und eine Länge von 0,9 Kilometern angegeben. Die Route ist als leicht beschrieben; prüfen Sie vorab die Wegbedingungen.
Bergbau: Geschichte und Themenweg
Die Geschichte des Braunkohleabbaus lässt sich an einer kurzen Chronologie ablesen: Der Abbau des Kohleflözes in Häring begann 1760, der erste Stollen wurde 1769 angeschlagen. Der einstige Bergbau war mit Abstand der wichtigste Braunkohlebergbau in Westösterreich. Seit 1965 heißt der Ort Bad Häring. Der Themenweg „Bergbau“ greift die Geschichte des früheren unterirdischen Braunkohleabbaus auf und bietet damit einen eigenen Zugang zur Ortsgeschichte. Das Bergbaumuseum Bad Häring ist derzeit wegen eines Umbaus nicht zugänglich.
Kirche und örtliche Wege
Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer wurde 1506 im spätgotischen Stil erbaut und 1732 sowie 1877 verlängert. Sie ist auch Ausgangs- und Endpunkt des Krippenspaziergangs: Der leichte Rundweg ist 2,5 Kilometer lang und wird als traditioneller Adventspaziergang beschrieben. Seine saisonale Einordnung unterscheidet ihn von den Themenwegen, die andere Aspekte Bad Härings aufgreifen. Die Hildegardkapelle gehört zum Kurzentrum und ist das jüngste Gotteshaus in Bad Häring.
Wer verschiedene Interessen in die Reiseplanung einbeziehen möchte, kann die Angebote nach ihrem Thema unterscheiden: Der Bergbauweg widmet sich der Industriegeschichte, der „Erlebnis der Sinne“ den Sinneseindrücken. Dieser Themenweg umfasst sechs Stationen, an denen alle fünf Sinne angesprochen werden. Der kurze Rück Dich Gesund Pfad führt zum Wasserfall; der Weg zum Haslacher Moor verläuft über den Gesundheitsweg. Für den Krippenspaziergang ist dagegen die Adventzeit der passende Bezug. So geben Thema, Streckenangabe und saisonaler Charakter unterschiedliche Orientierungspunkte für die Auswahl.
Entdecken Sie weitere Reiseziele: Gränzing, Oberau Wildschönau, Ellmau, Angerberg, Hinterthiersee, Langkampfen, Niederndorf, Landl.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kufstein.