Ungenach: Kirche, Geschichte und Hausrucklandschaft
Unterkünfte in Ungenach
Ungenach verbindet örtliche Geschichte mit Aktivitäten in der Landschaft des Hausrucks. Wenn Sie ein Hotel in Ungenach suchen, können Sie den Schwerpunkt Ihrer Reise vorab bestimmen: Kirchenkunst und historische Spuren setzen andere Akzente als Wandern oder Mountainbiken. So lässt sich der Ort sowohl über seine historischen Bezüge als auch über Themen in der Landschaft einordnen.
Kirche und Kunstgeschichte
Die Pfarrkirche Ungenach wurde 1526 erbaut. Das Chorbogenkruzifix entstand um 1530. Ein Chorbogenkruzifix befindet sich am Chorbogen zwischen Chor und Kirchenschiff; der Name ordnet das Werk also einem konkreten Teil des Kirchenbaus zu. Am Seitenaltar befinden sich Statuen aus der Familie Schwanthaler. Eine barocke Figur des Guten Hirten stammt wahrscheinlich von Thomas Schwanthaler. Die Kirche bietet damit verschiedene historische Ansatzpunkte: Das Kruzifix liegt zeitlich nahe am Baujahr, während die Figur des Guten Hirten als barock eingeordnet ist; die Statuen am Seitenaltar bilden einen weiteren Kunstbezug.
Historische Spuren und Ortsnamen
Im Hauptort Ungenach sind im Haus „Hafner“ mittelalterliche Töpfereien nachgewiesen. Überreste alter Römerstraßen und der Fund eines römischen Hufeisens gelten als Zeugnisse früher Besiedelung an den südlichen Ausläufern des Hausrucks bei Ungenach. Die Zeitspanne reicht damit von frühen Siedlungsspuren über mittelalterliches Handwerk bis zur Pfarrkirche, die 1526 erbaut wurde. Die Töpfereien im Hauptort und die römerzeitlichen Zeugnisse an den südlichen Ausläufern unterscheiden sich sowohl durch ihre historische Phase als auch durch ihren Ortsbezug.
Auch historische Anwesen gehören zur lokalen Überlieferung: Ein historischer Edelsitz in Ungenach ist heute als „Wirt z'Ungenach“ bekannt, Schloss Ainwalding als „Moar z'Ainwalding“. Diese Bezeichnungen ergänzen die archäologischen Spuren und die kirchliche Geschichte um konkrete Namen historischer Anwesen.
Waldlandschaft und Wege
Ungenach ist eine waldreiche Gemeinde in der Kulturlandschaft der Region Hausruck. Die überlieferte bäuerliche Struktur ist bis in die Gegenwart nahezu unverändert erhalten geblieben. Sie beschreibt damit nicht nur eine historische Phase, sondern auch einen fortbestehenden Aspekt des Ortscharakters. Die Landschaftsthemen stehen neben den einzelnen Bauwerken und Funden, die sich konkreten historischen Epochen zuordnen lassen.
Für Wege und Bewegung gibt es unterschiedliche Anknüpfungspunkte. In Ungenach gibt es den Thomas-Bernhard-Rundwanderweg, der einen literarischen Bezug setzt. Der Waldlehrpfad führt durch bewaldete Gebiete. Außerdem eignet sich die Umgebung von Ungenach für Mountainbiketouren. Sie können diese Möglichkeiten nach Aktivität und Thema unterscheiden: Wandern auf dem Thomas-Bernhard-Rundwanderweg, Waldbezug beim Waldlehrpfad und Mountainbiken in der Umgebung. Für Literaturinteressierte setzt der Rundwanderweg einen anderen Akzent als die kirchengeschichtlichen Themen.
Weitere Reiseziele entdecken: Steinbach Am Attersee, Ottnang Am Hausruck, Straß Im Attergau, Loibichl, Zell am Pettenfirst, Tiefgraben, Oberpilsbach, Schörfling Am Attersee
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vöcklabruck.