Garsten: Stiftsgeschichte, Krippenkunst und Wege
Unterkünfte in Garsten
Garsten verbindet Stiftsgeschichte und Krippenkunst mit Wegen durch das Dambachtal und weiteren Natur- und Freizeitthemen. Für Ihre Suche nach einem Hotel in Garsten kann der Schwerpunkt Ihres Aufenthalts Orientierung geben: Möchten Sie sich vor allem mit dem ehemaligen Stift und seiner Kunstgeschichte befassen oder Wege und Landschaft in den Mittelpunkt stellen?
Stiftsgeschichte und Krippenkunst
Das spätere Benediktinerstift Garsten geht auf ein um 1082 von Otakar I. von Steyr errichtetes Chorherrenstift zurück. 1108 wandelte Otakar II. das Chorherrenstift in ein Benediktinerstift um; 1787 wurde das Stift aufgehoben. Die drei Daten markieren unterschiedliche Etappen: die Errichtung des Chorherrenstifts, seine Umwandlung und die spätere Aufhebung.
Das Stiftsmuseum Garsten zeigt die geschichtliche Entwicklung und den Einfluss des Stifts von seiner Gründung 1082 bis zu seiner Aufhebung 1787. Zu den bemerkenswerten Beispielen der Krippenkunst zählen die barocke Buchsbaumkrippe von Marian Rittinger aus dem Jahr 1705 und die große Nagelschmiedkrippe von Josef Garb aus der Zeit um 1850. Die beiden Werke unterscheiden sich sowohl in ihrer Bezeichnung als auch in ihrer Datierung: Die Buchsbaumkrippe stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert, die Nagelschmiedkrippe aus der Zeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts.
Auch die Stiftskirche gehört zur kulturellen Einordnung Garstens: Ihr Inneres stellt einen Höhepunkt des Stuckbarocks in Österreich dar. Museum und Kirche stehen damit für zwei unterschiedliche Zugänge zur Stiftsgeschichte – die historische Entwicklung und Sammlung einerseits, die barocke Gestaltung des Kircheninneren andererseits.
Dambachtal und Waldgebiet
Das etwa 5,5 Kilometer lange Dambachtal liegt südöstlich von Garsten und ist hufeisenförmig zwischen mehreren Erhebungen eingebettet: Damberg (807 m), Schwarzberg (838 m), Blabergkogel (748 m), Sonnberg (777 m), Sturzberg (741 m) und Buchberg (542 m). Die ungefähre Talangabe und die Höhen der umliegenden Berge geben einen räumlichen Überblick über diese Landschaft.
Am Talschluss des Dambachtals liegt ein etwa 1.000 Hektar großes Waldgebiet, das seit Urzeiten forstwirtschaftlich genutzt wird. Zusammen mit der beschriebenen Talform ergibt sich ein Landschaftsbild, das sich klar vom kulturellen Schwerpunkt rund um das ehemalige Stift unterscheidet.
Wege und Orientierung
Die vom Ortszentrum Garstens aus beschilderten Wanderwege beginnen im „Beserlpark“ nahe dem Bahnviadukt Lahrndorferstraße/Klosterstraße. Dort befinden sich eine Wanderkarte mit allen Wegen, Höhenprofilen und Wegbeschreibungen. So können Sie bei der Orientierung nicht nur den Verlauf, sondern auch die angegebenen Höhenprofile und Routenbeschreibungen berücksichtigen.
Der „Rundweg der Artenvielfalt“ durchwandert artenreiche Lebensräume entlang des Garstner Baches und der Blühwiesen rund um den Fischeraufstieg. Interaktive Schautafeln informieren über Turmfalken, Bachbewohner, Bienen, Schmetterlinge und Kräuter. Der Weg verbindet damit Lebensräume und die Tier- und Pflanzenwelt, die auf den Tafeln thematisiert wird.
Die Rundstrecke „L5 Garsten - Großes Hufeisen“ ist 28,4 Kilometer lang und weist 872 Höhenmeter auf. Sie startet am Bahnhof Garsten und führt zunächst durch den Ort, vorbei am Freibad und über das Kraftwerk. Für die Planung stehen damit Länge und Höhenmeter ebenso zur Verfügung wie ein benannter Startpunkt und der beschriebene erste Abschnitt.
Auch andere Wege haben eigene Orientierungspunkte: Die Boigerrunde führt entlang der Enns ins Buchholz, wo sich das Traditionsgasthaus Boigerstadl befindet. Die „Ennsmeile“ führt am Kraftpark vorbei und ist durchgängig beleuchtet. Vom Freibad Garsten aus sind außerdem eine Minigolfanlage und der Aktivpark Aufwind zugänglich.
Weitere Reiseziele entdecken: Pfarrkirchen Bei Bad Hall, Bad Hall, Dietach, Goldberg, Waldneukirchen, Sierning, Losenstein, Ternberg.
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