Haselböckau: Kremsauen und Wanderwege
Unterkünfte in Haselböckau
Das Naturschutzgebiet „Kremsauen“ liegt in der Haselböckau in den Gemeindegebieten von Schlierbach und Nussbach. Der Umweltbericht von 2004 bezeichnet es als eines der ökologisch wertvollsten Gebiete und beschreibt die Krems als weitgehend unbeeinflusst mäandrierend, begleitet von naturnahen Moor- und Sumpfflächen. Für Ihre Planung ist die Unterscheidung zwischen Landschaft und Weg hilfreich: Die Kremsauen beschreiben den Naturraum, während die Routenangaben konkrete Startpunkte und Abzweigungen benennen.
Flusslandschaft und Uferformen
Eine hydromorphologische Untersuchung von 2008 beschreibt, dass die Krems in der Haselböckau über ungefähr vier Kilometer einen weitgehend unbeeinflussten, sehr kurvigen Lauf bewahrt hat. Diese Längenangabe betrifft den Flusslauf; die Gehstrecken sind davon getrennt zu betrachten. Im Abschnitt der Wanderung durch die Haselböckau ist die Krems noch unreguliert. Bei Frühjahrshochwässern bilden sich an den Prallhängen immer wieder Steilufer. Ein Prallhang liegt an der Außenseite einer Flussbiegung. So stehen der über mehrere Kilometer beschriebene Flussverlauf und die Uferformen, die sich bei Frühjahrshochwässern bilden, als unterschiedliche Merkmale der Landschaft nebeneinander.
Startpunkt und Verlauf der Wanderung
Die Wanderung durch die Wiesen- und Flusslandschaft beginnt unterhalb eines Bauernhauses vor der Holzbrücke Brandlmayrbrücke. Zunächst führt ein gut befestigter Schotterweg etwa 50 Meter bis zu einer Weggabelung. Von dort führt ein ungefähr 300 Meter langer Stichweg in Richtung Naturschutzgebiet Kremstalauen. Die beiden Entfernungsangaben beziehen sich auf unterschiedliche Abschnitte: rund 50 Meter bis zur Weggabelung und etwa 300 Meter für den Stichweg. So lassen sich der Einstieg und der zusätzliche Abzweig in der Planung auseinanderhalten. Am Ausgangspunkt gibt es keine formelle Parkfläche. Berücksichtigen Sie das bei Ihrer Anreise und prüfen Sie vor dem Besuch die Wegeverhältnisse.
Kulturweg und „1000-jährige Eiche“
Als Sehenswürdigkeit auf halber Strecke in der Haselböckau nennt der Kulturweg K10 das Naturdenkmal „1000-jährige Eiche“. Ein gut beschilderter Wanderweg führt vom Ortsteil Wanzbach an der Eiche vorbei; bei dem Bildstock lädt eine Sitzgelegenheit zur besinnlichen Rast ein. Die Eiche erhält damit zwei Einordnungen: Der K10 nennt ihre Position auf halber Strecke, während der Wanderweg aus Wanzbach an ihr vorbeiführt.
Vogelwelt der Feuchtwiesen
Ein Naturführer von 2009 berichtet von Wasseramseln und Gebirgsstelzen an einer Wehranlage entlang der Wanderung. Er schildert Graureiher, die manchmal aus dem Bachbett der Krems oder den angrenzenden Wiesen aufflogen, sowie Turmfalken, die immer wieder im markanten Rüttelflug über den Wiesen zu sehen waren. Die Feuchtwiesen beschreibt er als Lebensraum des Wachtelkönigs, auch Wiesenralle genannt; sein Ruf war manchmal schon in den Abendstunden zu hören. Die zeitlichen Angaben unterscheiden sich: Turmfalken wurden wiederholt über den Wiesen gesehen, den Ruf des Wachtelkönigs hörte man mitunter bereits am Abend. So umfasst die Beschreibung sowohl wiederkehrende Sichtbeobachtungen als auch einen möglichen abendlichen Laut.
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