Waidhofen an der Ybbs entdecken
Unterkünfte in Waidhofen An Der Ybbs
Das mittelalterliche Ortsbild, Schloss Rothschild und die Geschichte des Eisenhandwerks geben der Stadtgeschichte dabei mehrere konkrete Anknüpfungspunkte.
Mittelalterliches Ortsbild und Schloss Rothschild
Waidhofen an der Ybbs besitzt ein hervorragend erhaltenes mittelalterliches Ortsbild. Dazu gehören Wehrmauern, vier Kirchtürme, drei Stadttürme und Tore. Die Türme und Befestigungen prägen den Blick auf die Stadt; ihre genaue Zahl macht das Ortsbild besonders anschaulich. Im Mittelalter war Waidhofen außerdem ein Zentrum des Eisenhandwerks. Schmiede exportierten ihre Erzeugnisse bis in den Orient und nach Venedig. Stadtgestalt und Handwerksgeschichte erzählen so zwei unterschiedliche Seiten der Vergangenheit: die sichtbare Architektur und die wirtschaftliche Bedeutung des Eisens.
Schloss Rothschild ist ein neugotisches Wahrzeichen der Stadt. Über dem Schlossturm sitzt ein markanter Glaskubus von Hans Hollein, der die historische Architektur mit einem modernen Bauteil verbindet. Im Turm befindet sich die Ausstellung „Gerichtsbarkeit“ über Rechtsprechung und historische Formen der Folter. Wer mehr als 100 Stufen im Schlossturm hinaufsteigt, erhält einen Panoramablick über Waidhofen an der Ybbs. Architektur, Ausstellung und Aussicht bilden damit verschiedene Zugänge zu einem Ort.
Eisenhandwerk und technische Geschichte
Das 5-Elemente-Museum stellt die Geschichte Waidhofens und der Region als vormoderne, von der Eisenverarbeitung geprägte Industrielandschaft dar. Die Themen Metall, Wasser, Erde, Feuer und Holz geben dieser Geschichte eine Gliederung. Für die Orientierung ist dabei die Verbindung von Werkstoff und Umfeld interessant: Eisenverarbeitung steht neben Wasser und den weiteren Elementen, statt als einzelnes Handwerk für sich zu stehen.
Ein anderer technischer Schwerpunkt ist das Schaukraftwerk Schwellöd, ein restauriertes Kleinwasserkraftwerk aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die Ausstellung „Vom Wasserrad zur Turbine“ zeichnet die Entwicklung der Wasserkrafttechnologie in Waidhofen nach. So stehen zwei unterschiedliche Perspektiven auf Technik nebeneinander: die historische Eisenverarbeitung und die Entwicklung der Wasserkraft.
Wege an der Ybbs und am Buchenberg
Der Ybbsuferweg beginnt am Ybbsturm und führt als Uferwanderung entlang der Ybbs. Informationstafeln behandeln die regionale Wirtschafts- und Kulturgeschichte, die Natur und Fische. Der Weg verbindet damit Bewegung am Fluss mit Themen, die auch in der Stadt- und Industriegeschichte eine Rolle spielen. Wer sich für den Buchenberg interessiert, findet dort einen anderen Schwerpunkt: Der Lichtweg „Via Lucis“ ist die dritte Etappe der Pilger-Rundwanderung „Via Trinitatis“. Seine 14 nachösterlichen Stationen führen direkt zur Oberen Buchenbergkapelle.
Die TUT GUT Wanderroute 4 ist eine Rundtour, die den Schillerpark, das Naturparkhaus Buchenberg und die Untere Buchenbergkapelle miteinander verbindet. Für die Anreise zur Route führt die Bahn bis zum Hauptbahnhof Waidhofen an der Ybbs; anschließend können Sie den Bus bis zur Haltestelle Gymnasium oder die Citybahn bis zur Haltestelle Schillerpark nehmen. Prüfen Sie die Betriebsdetails vor der Fahrt. Die Rundtour und der Lichtweg unterscheiden sich sowohl durch ihre genannten Ziele als auch durch den spirituellen Charakter der Via Lucis.
Anreise und Orientierung für Ihren Aufenthalt
Waidhofen an der Ybbs ist von Amstetten in Niederösterreich mit dem Regionalzug erreichbar. Schloss Rothschild liegt einen Kilometer vom Bahnhof Waidhofen an der Ybbs entfernt. Damit gibt es einen Bahnbezug für die Anreise und eine konkrete Entfernungsangabe für die Orientierung zum Schloss. Bei der Suche nach einem Hotel können Sie überlegen, ob Stadtbild und Schloss, technische Geschichte oder Wanderwege den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden sollen. Die beschriebenen Orte bieten dafür unterschiedliche Themen, ohne dass Sie sich auf nur eine Seite der Stadt festlegen müssen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Waidhofen An Der Ybbs.