Bullendorf: Kellergasse und Kulturgeschichte
Unterkünfte in Bullendorf
Für eine Reise nach Bullendorf lassen sich mehrere kulturhistorische Themen mit unterschiedlichen Möglichkeiten der Routenplanung verbinden. Die Kellergasse Fuchsenweg steht für Presshäuser, Weinkeller und Weinbaugeschichte; der hallstattzeitliche Grabhügel und die Höhensiedlung eröffnen einen Blick auf die Vorgeschichte. Hinzu kommen die Pfarrkirche Maria Königin, der Pfarrhof und der ehemalige Liechtensteinsche Zehenthof. Für die Zeitplanung bietet der Rundweg Fuchsenweg eine ungefähre Gehzeit, während die Hauer-Route über mehrere benannte Orte bis nach Poysdorf führt. Überlegen Sie, ob Sie während Ihres Aufenthalts vor allem die Kellergasse, die Baugeschichte oder eine Route in den Mittelpunkt stellen möchten.
Kellergasse Fuchsenweg und Weinbau
Der geräumige Hohlweg der Kellergasse Fuchsenweg ist auf beiden Seiten von alten, liebevoll restaurierten Presshäusern und Weinkellern gesäumt. Führungen durch die Kellergasse vermitteln Einblicke in ihre Geschichte und ihre frühere Bedeutung. Nach Vereinbarung angebotene Kellergassenführungen vermitteln Wissenswertes über Bullendorf und das Weinviertel. Auf Wunsch sind anschließend eine Weinverkostung und eine Heurigenjause möglich. Bei Veranstaltungen in der Kellergasse Fuchsenweg werden unter anderem ebenfalls Weinverkostungen angeboten. Wenn Sie gezielt wegen einer Veranstaltung planen, prüfen Sie die jeweiligen Veranstaltungstermine.
Die Kellergasse steht in Verbindung mit dem Zayatal. Das Zayatal gilt als bereits in der Jungsteinzeit besiedelt; der Weinbau ist dort seit Jahrhunderten eine wichtige Tradition. So treffen bei Fuchsenweg historische Kellerbauten und eine lange regionale Weinbautradition zusammen.
Hallstattzeit und Baugeschichte
Der hallstattzeitliche Grabhügel von Bullendorf ist im Volksmund unter dem Namen Kapperlberg bekannt. Der Hüttenberg, auch Schatzhüter oder Saurüssel genannt, ist eine hallstattzeitliche Höhensiedlung. Damit stehen zwei unterschiedliche Formen der Hallstattzeit im Blick: Grabhügel und Höhensiedlung. Wer sich für Bullendorfs Vorgeschichte interessiert, kann diese beiden archäologischen Begriffe auseinanderhalten und die unterschiedlichen Themen Bestattung und Siedlung vergleichen.
Die Pfarrkirche Maria Königin wurde 1912 nach Plänen Karl Weinbrenners erbaut, des Architekten des Fürstenhauses Liechtenstein. Der Pfarrhof entstand zwischen 1910 und 1920 ebenfalls nach Plänen Weinbrenners. Die beiden Bauwerke lassen sich über den gemeinsamen Architekten miteinander in Beziehung setzen; ihre Bauzeiten sind mit unterschiedlichen Zeitangaben versehen. Der ehemalige Liechtensteinsche Zehenthof in der Lindengasse 5 ergänzt die Baugeschichte um eine frühere Funktion. Die Denkmalliste des Bundesdenkmalamts vom 23. Juni 2026 führt den Kapperlberg, die Pfarrkirche Maria Königin und den ehemaligen Zehenthof als denkmalgeschützt.
Routen und Wegzeiten
Der Rundweg Fuchsenweg ist 5,8 km lang und dauert etwa 1¾ Stunden. Prüfen Sie vor dem Gehen die Wegbedingungen. Die ungefähre Gehzeit bietet eine Orientierung für die zeitliche Planung. Die Hauer-Route führt über Bullendorf, Ebersdorf an der Zaya und Walterskirchen nach Poysdorf. Die Routen unterstützen unterschiedliche Planungsfragen: Beim Rundweg können Sie Länge und ungefähre Gehzeit berücksichtigen, bei der Hauer-Route die Abfolge der genannten Orte.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wilfersdorf.