Engabrunn entdecken
Unterkünfte in Engabrunn
Engabrunn lässt sich über seine Bauwerke, Weinbaugeschichte und Wanderwege erschließen. Zu den markanten Bezugspunkten zählen die spätgotische Pfarrkirche, der historische Grenzstein „Fünfeckiger Stein“ und das Winzergut Steinschaden mit seiner Weinpresse. Wer sich für Architektur interessiert, findet hier ebenso konkrete Anknüpfungspunkte wie Reisende, die den Blick in die Weinbaugebiete oder eine Wanderung in den Mittelpunkt stellen möchten.
Kirche und historische Bezugspunkte
Die Pfarrkirche Engabrunn ist eine spätgotische katholische Kirche, die um 1500 erbaut wurde und dem heiligen Sebastian geweiht ist. Zu ihren besonderen Merkmalen zählt das eindrucksvolle Netzrippengewölbe. Bei dieser Gewölbeform bilden die Rippen ein netzartiges Muster. Die Bezeichnung verweist damit auf ein konkretes architektonisches Detail und ergänzt die zeitliche Einordnung des Bauwerks um 1500.
Auch der ehemalige Nagel´sche Freihof gehört zur Baugeschichte des Ortes. Das Gebäude steht in der Hauptstraße 33 und wird heute als Pfarrhof genutzt. Die historische Bezeichnung und die heutige Nutzung lassen sich so an einem konkreten Bauwerk verorten.
Der historische Grenzstein „Fünfeckiger Stein“ wurde 1678 aufgestellt. Er markiert das Zusammentreffen von fünf Gemeindegebieten und drei Weinbaugebieten. Diese Zahlen beschreiben unterschiedliche räumliche Zuordnungen: Beim Grenzstein geht es sowohl um Gemeindegebiete als auch um Weinbaugebiete. Das macht ihn zu einem eigenen Bezugspunkt neben den Kirchen und Gebäuden Engabrunns.
Weinbaugeschichte im Winzergut Steinschaden
Im Winzergut Steinschaden, das auch Weinschlössl genannt wird, steht das größte befüllbare Fass Österreichs. Außerdem befindet sich dort die älteste Weinpresse im deutschsprachigen Raum. Der eichene Pressbaum dieser Weinpresse trägt die Jahreszahl 1564. Damit kommen an einem Ort verschiedene Aspekte der Weinbaugeschichte zusammen: das Fass mit seinem österreichweiten Größenvergleich, die Einordnung der Presse im deutschsprachigen Raum und ein konkretes Datum am hölzernen Bauteil.
Die Bezeichnungen haben dabei jeweils einen eigenen Maßstab. Das Fass wird mit Österreich verglichen, die Weinpresse mit dem deutschsprachigen Raum. Die Jahreszahl 1564 wiederum bezieht sich auf den eichenen Pressbaum. Wer die Weinbaugeschichte Engabrunns betrachtet, kann so zwischen den beiden historischen Objekten und dem datierten Bauteil unterscheiden.
Aussicht und Wanderwege
Von der Aussichtswarte Engabrunn bietet sich bei klarem Wetter ein Blick auf Schneeberg und Ötscher. Zusätzlich hat man von dort Einblick in fünf Weinbaugebiete: Kamptal, Donauland, Traisental, Wachau und Kremstal. Der Aussichtspunkt verbindet damit den Blick auf zwei benannte Berge mit einer Übersicht über Weinbaugebiete. Die fünf Weinbaugebiete an der Warte sind nicht mit den drei Weinbaugebieten gleichzusetzen, die der Fünfeckige Stein neben fünf Gemeindegebieten markiert.
Für die Wanderplanung stehen zwei Routen mit unterschiedlichen Angaben zur Verfügung. „Durch die Weinberge zur Engabrunner Warte“ ist 5.300 Meter lang, als leicht eingestuft und weist 79 Höhenmeter auf. Die angegebene Gehzeit beträgt 1 Stunde und 30 Minuten. Die Route „Zum fünfeckigen Stein“ umfasst 10.500 Meter und 187 Höhenmeter; sie ist mittelschwer und hat eine angegebene Gehzeit von 3 Stunden.
Im direkten Vergleich unterscheiden sich die Wege also nicht nur durch ihre Länge, sondern auch durch Höhenmeter, Einstufung und angegebene Gehzeit. Wenn Sie den Tagesrahmen abwägen, bietet die kürzere, leichte Route einen anderen Zeitrahmen als die längere, mittelschwere Variante. Die Routennamen benennen zudem unterschiedliche Bezugspunkte: die Engabrunner Warte und den Fünfeckigen Stein.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Grafenegg.