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Niederschleinz: Kellergasse, Weinbau und Geschichte

Unterkünfte in Niederschleinz

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Niederschleinz bietet mehrere unterscheidbare Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: Weinbau, regionale Geschichte und religiöse Kunst. Die Kellergasse liegt auf einem sanften Hügelrücken und bietet ein Panorama; der Hiatakeller erinnert an eine frühere Funktion für Weinbergwächter. Hinzu kommen die Mariensäule Maria Immaculata und das Weingut Hummel mit Grüner Veltliner. Der Blick auf die Kellergasse ist landschaftlich geprägt, während Keller, Säule und Weingut andere Aspekte des Ortes zeigen.

Kellergasse und Landschaft

Die Kellergasse Niederschleinz liegt nördlich des Ortes auf dem sanften Hügelrücken der Ried Hinterdorfer. Von ihrer Lage auf dem Hügelrücken bietet sie ein Panorama. Der Flurname benennt den Rücken konkret; die Lage nördlich des Ortes ordnet die Kellergasse im Verhältnis zur Siedlung ein. Der sanfte Rücken und das Panorama beschreiben unterschiedliche Seiten desselben Landschaftsbildes: die topografische Lage und den Ausblick. So lässt sich die Kellergasse sowohl über ihre Position als auch über ihren landschaftlichen Charakter einordnen.

Der Hiatakeller und seine frühere Nutzung

Der Hiatakeller in Niederschleinz wurde um 1880 errichtet und diente bis 1947 als Aufenthalts- und Schlafraum für Weinbergwächter. Die Funktion umfasste also sowohl einen Raum zum Aufenthalt als auch einen Schlafraum für die Wächter. Damit wird die frühere Arbeit in den Weinbergen konkret. Im Vergleich zur Kellergasse, deren Lage und Panorama den Landschaftsbezug prägen, steht beim Hiatakeller die historische Nutzung im Mittelpunkt. Die Zeitangabe „bis 1947“ gehört zu dieser früheren Funktion.

Maria Immaculata an der L 1215

An der L 1215 zwischen Straning und Niederschleinz steht in den Weinbergen die neubarocke Sandsteinsäule Maria Immaculata. Unter einem Kapitell mit Engelskopf zeigt sie die betende Maria, die auf einer Weltkugel und einer Schlange steht. Material, Stil und Figur geben dem Kunstwerk verschiedene erkennbare Merkmale: Sandstein als Material, die neubarocke Gestaltung und die dargestellten Elemente am Kapitell und an der Marienfigur. Diese Details bieten einen eigenen Zugang zur religiösen Kunst in Niederschleinz, der sich von der Landschaftsbeschreibung der Kellergasse unterscheidet.

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Ortsgeschichte in zwei Zeitbezügen

Das Gebiet um Niederschleinz gehörte im 9. Jahrhundert zum Großmährischen Reich. Die Aussage bezieht sich auf das Gebiet um den Ort. Die Ortsbezeichnung „Slunz“ wird erstmals in einer Schenkung um 1062 erwähnt. Damit stehen zwei unterschiedliche historische Perspektiven nebeneinander: eine frühere Zugehörigkeit des weiteren Gebiets und eine spätere Erwähnung des Ortsnamens. Die beiden Zeitbezüge lassen sich auseinanderhalten, statt sie zu einer einzigen Ortsgeschichte zusammenzuziehen.

Grüner Veltliner beim Weingut Hummel

Beim Weingut Hummel in Niederschleinz macht Grüner Veltliner 70 Prozent der Produktion aus. Die Sorte wird in fünf verschiedenen Ausbaustufen angeboten. Die Zahlen beschreiben unterschiedliche Dinge: Der Prozentsatz bezeichnet den Anteil an der Produktion, die fünf Ausbaustufen die Varianten des Grünen Veltliners. Produktionsanteil und Angebot können sich im Lauf der Zeit ändern; erkundigen Sie sich daher vor einer Verkostung nach der aktuellen Auswahl. Weinproben werden nach Vereinbarung angeboten. Wenn Sie eine Verkostung einplanen, stimmen Sie den Termin direkt mit dem Weingut ab.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sitzendorf An Der Schmida.

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