Sankt Gertraud: Wege, Lavant und Baukultur
Unterkünfte in Sankt Gertraud
Sie treffen auf spätgotische Architektur, historische Erzverarbeitung, Wasserwissen und Naherholung an der Lavant. Spätgotik ist eine späte Phase gotischer Baukunst.
Baukultur und Erzgeschichte
Die Pfarrkirche St. Gertraud ist ein spätgotischer Bau aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Beim Erzwanderweg liegt der historische Bezug dagegen in einer überlieferten Nutzung: Bergleute folgten vom 16. bis ins späte 19. Jahrhundert einem Steig, um das in den Stollen auf der Wölch gewonnene Roherz zum Hochofen „Hammer“ zu bringen. Beide Zeitangaben reichen ins 16. Jahrhundert, beschreiben aber Verschiedenes: eine Bauzeit und eine jahrhundertelange Nutzung. So stehen ein Bauwerk und eine historisch genutzte Transportroute nebeneinander.
Route 1 des Erzwanderwegs ist rund 12,3 km lang und kann gemeinsam mit dem Stollentroll erkundet werden. Die Weglänge gibt Ihnen einen konkreten Anhaltspunkt für den Umfang, während die gemeinsame Erkundung mit dem Stollentroll einen zusätzlichen Zugang zur Tour bietet. Für Ihre Planung ist die Streckenlänge ein greifbarer Anhaltspunkt, während die Geschichte erklärt, welches Thema die Route prägt.
Das ehemalige Hüttenwerk Sankt Gertraud in Vorderwölch steht aufgrund eines Bescheids gemäß § 3 unter Denkmalschutz. Die Kärntner Denkmalliste des Bundesdenkmalamts vom 19. Juni 2026 nennt diesen Status; sie dient der Information und ist nicht rechtsverbindlich.
Lavant, Wege und Wasserwissen
Die Lavantmeile ist ein verkehrsberuhigtes Naherholungsgebiet an der Lavant. Dazu gehören der Zugang zum Fluss, Badeplattformen sowie Geh- und Radwege. Als Naherholungsgebiet verbindet sie damit den Wasserbezug mit Wegen für Bewegung zu Fuß und mit dem Rad.
Der Lavant-Erlebnisweg bildet eine rund 1 km lange, barrierefreie verkehrsberuhigte Zone. Route 1 des Erzwanderwegs ist mit rund 12,3 km deutlich länger. Die Angaben machen sichtbar, dass die beiden Wege sehr unterschiedliche Streckenlängen haben; beim Erlebnisweg gehört außerdem die barrierefreie, verkehrsberuhigte Gestaltung zum Konzept.
Der Wasserlehrpfad beginnt am Busumkehrplatz an der Weinebene Landesstraße am Ortsende von Frantschach-St. Gertraud. Entlang des Pfads erfahren Besucher etwas über die Wassergewinnung in der Gemeinde. Startpunkt und Thema geben Ihnen Orientierung: Der Einstieg ist örtlich benannt, der Lerninhalt betrifft die kommunale Wassergewinnung. Damit setzt der Pfad einen anderen Schwerpunkt als der Erzwanderweg, dessen historische Einordnung sich auf den Transport von Roherz bezieht.
Naturdenkmal an der Lavant
Der Entenschnabel ist ein markanter Felsblock in der Lavant, dessen Form einem Entenschnabel ähnelt. Als geschütztes Naturdenkmal ergänzt er die Kultur- und Wegthemen um eine landschaftliche Sehenswürdigkeit. Von einem kleinen Parkplatz aus kann der Fels im Gebiet der Marktgemeinde Frantschach-St. Gertraud besichtigt werden.
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