Guttaring: Kirchen, Wege und geologische Besonderheiten
Unterkünfte in Guttaring
Guttaring bietet verschiedene Themen für eine Reise, die sich an Kultur, Architektur oder Geologie orientiert. Kirchen aus unterschiedlichen Bauzeiten zeigen romanische, spätgotische und barocke Merkmale. Dazu kommen zwei Wege mit jeweils eigenem Schwerpunkt und das „Feld der Steinernen Linsen“ zwischen Guttaring und St. Gertraud. So können Sie Ihre Ausflugsinteressen schon bei der Wahl des Reiseziels berücksichtigen.
Kirchen aus verschiedenen Bauzeiten
Die Kirche Guttaring wurde erstmals 1160 urkundlich erwähnt. Ihr Bau ist eine romanische Chorturmkirche, die in der Spätgotik erweitert wurde. Auch der Hochaltar setzt einen eigenen Akzent: Er stammt aus der Zeit um 1720 und besitzt eine mächtige, zweigeschossige Säulenarchitektur. An einem Bau treffen damit Merkmale verschiedener Epochen aufeinander.
Die Kirche St. Gertruden ist klein, romanisch und gotisch geprägt und steht auf einem Hügel; eine Mauer umgibt sie. Im Inneren befindet sich ein Tabernakelaltar mit Schnitzfiguren der heiligen Gertrud, Barbara und Katharina. Anders als der mächtige Säulenaltar in der Kirche Guttaring lenkt dieser Altar den Blick auf drei Heiligenfiguren. Der Vergleich macht die unterschiedlichen architektonischen und künstlerischen Schwerpunkte der beiden Kirchen deutlich.
Bei der Wallfahrtskirche Maria-Hilf lässt sich die Baugeschichte genauer fassen: Mit dem steinernen Gotteshaus wurde 1721 begonnen, 1727 war es als einheitliche barocke Anlage fertiggestellt. Der Hochaltar wird Johann Pacher zugeschrieben. Bauzeit und Zuschreibung geben zwei verschiedene Anhaltspunkte, wenn Sie sich für die Entstehung und Ausstattung der Kirche interessieren.
Die Wallfahrtskirche Maria Waitschach wurde erstmals 1390 erwähnt. Sie ist eine spätgotische Hallenkirche mit einem dachreiterartigen Westturm und einem stark eingezogenen Chor. Damit bietet sie einen anderen architektonischen Schwerpunkt als die barocke Anlage von Maria-Hilf. Bei der Betrachtung lohnt es sich, nicht nur auf die Bauzeit, sondern auch auf die charakteristische Form von Turm und Chor zu achten.
Die Kirche Deinsberg ist die Pfarrkirche des heiligen Jakobus und der heiligen Anna. Sie wird von einer ehemaligen wehrhaften Friedhofsmauer umgeben. Nordöstlich der Kirche befindet sich ein spätromanischer Karner. Widmung, Mauer und Karner sind drei unterschiedliche Merkmale, die sich zu einem eigenen Blick auf die historische Anlage verbinden.
Geologie und thematische Wege
Zwischen Guttaring und St. Gertraud liegt das „Feld der Steinernen Linsen“, eine geologische Besonderheit, in der sich leicht fossile Nummuliten finden lassen. Vor dem Feld ließ die Marktgemeinde Guttaring eine hölzerne Hinweistafel aufstellen. Der Ort verbindet so ein konkretes geologisches Thema mit einer Möglichkeit, sich bei einem Besuch mit fossilen Funden zu beschäftigen.
Für Wandernde setzt der 7-Kirchenweg einen kulturellen und religiösen Schwerpunkt. Die spirituelle Wanderung führt durch schöne Landschaften zu sieben historischen Kirchen und bietet kulturelle sowie religiöse Einblicke. Der Zunftweg verläuft durch Guttaring und gehört zu den sieben „Geheimnisvollen Wegen“ des Görtschitztals. Die Wege lassen sich nach ihrem beschriebenen Thema unterscheiden: Beim 7-Kirchenweg stehen die sieben Kirchen und die spirituelle Ausrichtung im Mittelpunkt, beim Zunftweg seine Zugehörigkeit zu diesem Wegenetz. Wenn Sie Ihren Aufenthalt nach einem bestimmten Interesse ausrichten möchten, finden Sie damit unterschiedliche thematische Anknüpfungspunkte, ohne die Wege gleichzusetzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Klein Sankt Paul, Treffling, Hüttenberg, Straßburg, Sadin, Seebauer, Eberstein, Deutsch Griffen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sankt Veit An Der Glan.