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Radsberg entdecken: Kirche, Kultur und Höhenrücken

Unterkünfte in Radsberg

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Radsberg liegt auf dem Sattnitz-Höhenrücken. Zu den markanten Themen des Ortes gehören die Pfarrkirche Radsberg/Radiše, das Neujahrssingen und die Wanderung „Radsberg – Nordrunde“. Auch der Gleitschirmsport hat einen konkreten Bezug: Radsberg ist die Heimatbasis des 1. Kärntner Gleitschirmfliegerclubs Radsberg. Baugeschichte, lokale Traditionen, eine benannte Wanderroute und ein Fluggebiet mit 400 Metern Höhenunterschied bilden so unterschiedliche Anknüpfungspunkte.

Kirche und Baugeschichte

Die Pfarrkirche Radsberg/Radiše ist ein einheitlich spätgotischer Bau vom Beginn des 16. Jahrhunderts. Urkundlich wurde sie 1216 als Kapitelpfarre von Maria Saal genannt; der mächtige Westturm wurde 1557 erbaut. Die drei Jahresangaben bezeichnen unterschiedliche historische Bezugspunkte: die urkundliche Nennung der Pfarre, den Kirchenbau zu Beginn des 16. Jahrhunderts und den Bau des Westturms im Jahr 1557.

Neujahrssingen und Kulturtermine

Beim Neujahrssingen ziehen Männer aus den Radsberger Dörfern zum Jahreswechsel von Haus zu Haus und singen das alte Neujahrslied „Je žavost prevelika“. Der Männerchor des Slowenischen Kulturvereins Radsberg/Radiše singt dasselbe Lied in allen neun Radsberger Dörfern während der drei Tage vor Neujahr. Damit stehen zwei Seiten des Brauchs nebeneinander: der Zug von Haus zu Haus und der Chorgesang über alle neun Dörfer.

Ein datierter Kulturtermin war am 26. April 2026: Der Kulturni dom Radiše war Gastgeber des traditionellen „Družinsko petje 2026“, organisiert von der Krščanska kulturna zveza (KKZ) gemeinsam mit dem Slowenischen Kulturverein (SPD) Radiše. Im Jahreslauf steht dieser Frühjahrstermin neben dem Neujahrssingen, das an den Jahreswechsel gebunden ist.

Gedenken und historische Einordnung

Vor dem Kulturheim in Radsberg/Radiše wurde 1996 das „Denkmal für die Deportation der Kärntner SlowenInnen“ errichtet. Ab April 1942 wurden slowenischsprachige Familien in Südkärnten in mehreren Aktionen von zu Hause abgeholt. Nach einer Zwischenstation im Sammellager Ebenthal/Žrelec in Klagenfurt wurden sie in verschiedene Zwangsarbeitslager deportiert. Die beiden Jahresangaben markieren unterschiedliche Ereignisse: 1996 die Errichtung des Denkmals, April 1942 den Beginn der Deportationen.

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Wandern und Gleitschirmfliegen

Für den Gleitschirmsport ist Radsberg die Heimatbasis des 1. Kärntner Gleitschirmfliegerclubs Radsberg. Das Fluggebiet weist einen Höhenunterschied von 400 Metern auf. Dieser Wert gehört zum Fluggebiet; er ist keine Angabe zur Wanderung. Beim Fluggebiet steht damit der Höhenunterschied im Vordergrund, bei der Wanderung ihre benannten Stationen.

Die Wanderung „Radsberg – Nordrunde“ führt über das Höfleinmoor und Moosberg nach Radsberg und anschließend durch die Gurnitzer Schlucht. In dieser Reihenfolge liegen Höfleinmoor und Moosberg vor Radsberg; danach folgt die Schlucht. Damit lässt sich die Wanderung als Strecke mit mehreren benannten Landschaftspunkten einordnen, während die Pfarrkirche und das Denkmal eigene kulturhistorische Bezugspunkte bilden.

Weitere Reiseziele entdecken: Lukowitz, Sekirn, Grafenstein, Raunach, Sankt Martin Am Techelsberg, Töpriach, Maria Saal, Schiefling Am See

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Klagenfurt-Land.

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