Gallizien: Natur, Wasser und Kirchenkunst
Unterkünfte in Gallizien
Gallizien lässt sich anhand mehrerer klar unterscheidbarer Themen einordnen: ein Auwaldgebiet, Wasserziele innerhalb der Gemeinde, eine Etappe des Karawanken Trails, der Drau-Radweg und Kirchenkunst aus verschiedenen Epochen. Auch Fliegenfischen ist in Gallizien möglich. Wenn Sie einen Aufenthalt hier erwägen, können Sie zunächst gewichten, ob Landschaft, eine konkrete Radwegbeziehung, eine Aktivität oder das kulturelle Erbe für Sie im Vordergrund steht.
Natur, Wasser und Routenbezüge
Die Möchlinger Au erstreckt sich über die Gemeinden Gallizien und St. Kanzian am Klopeiner See. Der Möchlinger Auwald ist Kärntens größter Auwaldkomplex. Damit steht neben einzelnen Wasserzielen ein Naturraum im Mittelpunkt, dessen Zuschnitt zwei Gemeinden umfasst. Für Reisende, die Gallizien mit Blick auf seine Landschaft auswählen, bietet die Au einen größeren Rahmen als ein einzelner benannter Punkt.
Der Wildensteiner Wasserfall liegt in der Gemeinde Gallizien und hat eine Fallhöhe von 54 Metern. Auch der Freibacher Stausee liegt in der Gemeinde. Auf Etappe 12 des Karawanken Trails führt die Strecke von Gallizien über Kleinobir zum Stausee. So lässt sich der Freibacher Stausee sowohl als einzelnes Wasserziel als auch als Ziel einer konkret benannten Etappe einordnen. Beim Wasserfall ist die Höhe der präzise Anhaltspunkt; beim Stausee beschreibt die Etappe den Routenbezug.
Der Linsendorfer See liegt unmittelbar am Drau-Radweg. Das unterscheidet diesen Bezug von der Karawanken-Trail-Etappe: Hier steht die direkte Lage des Sees am Radweg im Vordergrund, dort die Streckenfolge über Kleinobir zum Stausee. Wenn Sie bei der Reiseplanung auf eine bestimmte Routenverbindung achten, geben diese beiden Hinweise unterschiedliche Orientierungspunkte. Eine weitere in Gallizien mögliche Aktivität ist das Fliegenfischen. Damit stehen neben den Landschaftszielen auch ein konkretes Freizeitinteresse und ein klar benannter Radwegbezug zur Auswahl.
Kirchen und Kulturerbe
In den vier Kirchen Galliziens sind Baustile vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert vertreten: Romanik in der Pfarrkirche, Gotik in Abtei, Spätgotik in Möchling und Barock in Glantschach. Die Orte stehen damit für unterschiedliche architektonische Epochen. Wer sich für Baugeschichte interessiert, kann diese Vielfalt als eigenständigen Schwerpunkt neben den Natur- und Wasserzielen betrachten.
Die Entstehungszeit der Pfarrkirche Abtei/Apače wird anhand überlieferter Daten von 1521/38 und des Weihedatums 1561 in das 16. Jahrhundert eingeordnet. Im Inneren besitzt sie spätgotische Sternrippengewölbe auf Wandvorlagen. Ein Sternrippengewölbe ist an seinem sternartig geführten Rippenmuster zu erkennen; die Wandvorlagen bilden die an den Wänden hervortretenden Auflager der Gewölbe. Auf dem barocken Hochaltar stehen spätgotische Figuren des heiligen Leonhard und der beiden Johannes aus der Zeit um 1500. So treffen in der Ausstattung der Kirche ein barocker Altar und Figuren aus einer früheren Stilperiode aufeinander.
Auch Möchling bietet konkrete Anknüpfungspunkte für einen kulturgeschichtlichen Blick: Die Pfarrkirche Möchling/Mohliče und der Friedhof Möchling stehen unter Denkmalschutz. Die Fastentuchfolge in Gallizien wurde 2016 restauriert. Ein weiteres kleines Ziel ist das Handwerksmuseum der Familie Pasterk nahe dem Wildensteiner Wasserfall. Die Verbindung von Kirchen, Friedhof, Fastentuch und Handwerksmuseum ergänzt die Naturthemen um mehrere unterschiedliche Aspekte des lokalen Kulturerbes.
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