Chihuahua: Archäologie, Geschichte und Natur
Unterkünfte in Chihuahua
Chihuahua bietet unterschiedliche Reiseinteressen: archäologische Zeugnisse, historische Orte und geschützte Landschaften setzen jeweils eigene Schwerpunkte. Für Ihre Planung können Sie zunächst entscheiden, ob Sie sich besonders für Bauformen und Siedlungsgeschichte, Bergbau und die Geschichte Francisco Villas oder für Natur und Aktivitäten interessieren.
Archäologische Stätten und Bauformen
Paquimé ist für seine Lehmbauten und T-förmigen Türen bekannt und wurde 1998 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Wer sich für Architektur interessiert, findet hier zwei prägnante Merkmale, die sich gemeinsam betrachten lassen: das Baumaterial und die besondere Form der Türen.
Cuarenta Casas umfasst 19 Höhlen, die als Wohnstrukturen bekannt sind. Cueva de las Ventanas zeichnet sich durch ihre Größe, ihre strategische Lage und den größten architektonischen Komplex aus. Zum archäologischen Ort gehören außerdem Cueva de la Ventana, Cueva del Puente, Cueva del Gato und Cueva de las Ratas. Die Namen und die unterschiedlichen Höhlenmerkmale geben einen konkreten Einblick in die Vielfalt der Stätte.
Huapoca umfasst vier Komplexe: Cueva Nido del Águila, Cueva de la Serpiente, Cueva del Mirador und La Atalaya. Die Wohnkomplexe sind nahezu unbeschädigt erhalten, weil die Geografie des Ortes den Zugang erschwerte. Es wird angenommen, dass die Siedlungen auf Nord-Süd-Wanderungen von Gruppen der Mogollón-Kultur zurückgehen, die nach und nach große Teile der Sierra de Chihuahua einschließlich des heutigen Gemeindegebiets Madera besiedelten. Diese Deutung bleibt eine Annahme und sollte nicht mit einer gesicherten Aussage über die Herkunft verwechselt werden.
Cueva Grande ergänzt dieses Bild um Details zur Anlage und ihrer Lage: Die etwa acht Jahrhunderte alte archäologische Stätte enthält mindestens neun Räume, die um einen kleinen Platz angeordnet sind. Sie liegt in einer Ecke des Berges, die von einem Wasserfall bedeckt ist. Spuren eines Wachpostens verweisen auf eine Verbindung zum bedeutenden Ort Huápoca. In einer kleinen archäologischen Gruppe im Valle de las Cuevas liegt außerdem Cueva de la Olla, etwa 47 Kilometer südwestlich von Paquimé und der heutigen Ortschaft Casas Grandes. Dort ist ein großer gemeinschaftlicher, vasenförmiger Speicher aus verdrehten trockenen Blättern erhalten, die mit Lehm bedeckt sind.
Geschichte und Museen
Hidalgo del Parral ist als „La Capital del Mundo“ und als Ort bekannt, an dem General Francisco Villa ermordet wurde. Mit dem Ort wird außerdem eine reiche Bergbaugeschichte verbunden. In der Mina La Prieta können Gäste in die Ebenen hinabsteigen und die historische Silbergewinnung kennenlernen, die der Region über Jahrhunderte ihren Lebensunterhalt sicherte. Geschichte wird hier so anhand eines konkreten Themas greifbar: der Gewinnung von Silber.
Das Museo Francisco Villa liegt direkt gegenüber dem Ort, an dem Francisco Villa 1923 überfallen wurde, und erzählt vom Leben und den letzten Momenten des Revolutionsführers. Palacio Alvarado gehörte dem Bergbauunternehmer Pedro Alvarado; seine eklektische Architektur und die originale Ausstattung stehen für den Luxus des frühen 20. Jahrhunderts. Im Museo de las Culturas del Norte in Casas Grandes sind drei Ausstellungssäle jeweils einem Innenhof unterschiedlicher Form zugeordnet. Diese Orte bieten verschiedene Zugänge zur Geschichte: über eine Person, ein historisches Ereignis, Architektur oder die Gestaltung eines Museums.
Schluchten, Schutzgebiete und Aktivitäten
Die Barranca de Candameña liegt im Parque Nacional Cascada de Basaseachi. Zu ihren Wasserfällen gehören Piedra Volada mit 453 Metern und Basaseachi mit 246 Metern. Der Größenvergleich macht deutlich, dass die beiden Wasserfälle trotz ihrer gemeinsamen Umgebung sehr unterschiedliche Höhen haben. Das Monolith El Gigante zählt ebenfalls zu den Attraktionen des Parque Nacional Cascada de Bassaseachic.
Auch die Schutzgebiete unterscheiden sich in ihren beschriebenen Merkmalen. Der Parque Nacional Cumbres de Majalca schützt Kiefern- und Eichenwälder, Piñon-Kiefernwälder und Zacatonales. Das grenznahe Área de Protección de Flora y Fauna Cañón de Santa Elena liegt im Bundesstaat Chihuahua; der Cañón zählt zu den Orten mit besonders hoher Konzentration an Steinadlern (Aquila chrysaetos). Damit stehen dort Vegetation und Tierbeobachtung als unterschiedliche Naturthemen nebeneinander.
Für aktive Erlebnisse sind die Voraussetzungen nicht überall gleich: Am Cerro Mohinora führt ein interpretativer Weg zum Gipfel. Der Río Urique kann mit Flößen befahren werden, sofern die Teilnehmenden Spezialisten in dieser Sportart sind. Batopilas eignet sich zum Wandern, zum Campen am Río Batopilas und zur Vogelbeobachtung. Diese Auswahl hilft, die eigene Planung nach der gewünschten Aktivität auszurichten, ohne die unterschiedlichen Anforderungen gleichzusetzen.
So ergibt sich kein einheitliches Ausflugsprofil: Paquimé, Cuarenta Casas und Huapoca stehen für archäologische und architektonische Fragen, Parral für Bergbaugeschichte und Erinnerung an Francisco Villa, die Schutzgebiete für Landschaft und Naturbeobachtung. Wenn Sie nach Hotels in Chihuahua suchen, können diese Schwerpunkte ein erster Anhaltspunkt dafür sein, welche Art von Aufenthalt Sie planen möchten.
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