Fossmill: Mühlen- und Eisenbahngeschichte
Unterkünfte in Fossmill
Fossmill lässt sich über seine Geschichte als Siedlungs- und Holzverarbeitungsort kennenlernen. Der Ort am Nordufer des Wasi River verbindet einen frühen Depotstandort mit einem Sägewerk und einer historischen Eisenbahnlinie, die nicht mehr betrieben wird. Die verschiedenen Zeitabschnitte erzählen dabei jeweils eine eigene Geschichte: von der Entstehung der Siedlung über die Holzindustrie bis zum Ende des Mühlenbetriebs.
Vom Depotstandort zum Mühlenort
Die Siedlung Fossmill entstand 1891 an einem Depotstandort. 1915 gründete William Foster im Südosten der Township Chisholm ein Sägewerk mit Holzlagerplätzen und Gleisanschlüssen. Der Betrieb hieß zunächst „Fosters Mill“ und später schlicht „Fossmill“. Der Name des Betriebs knüpft damit an die Holzverarbeitung an, während die Siedlungsgeschichte mit dem Depotstandort weiter zurückreicht.
Nachdem die Canadian Northern Railway, später CN, 1915 Gleise verlegt hatte, kamen in Fossmill eine kleine Fertigteilstation und ein Anschlussgleis hinzu. Fasset erweiterte den Betrieb außerdem um eine Latten- und Pfostenmühle. Diese Stationen der Ortsgeschichte zeigen, wie Siedlung, Bahn und Holzverarbeitung in Fossmill nebeneinander eine Rolle spielten.
Die historische Fossmill Railway
Die Fossmill Railway wurde 1928 von der Fassett Lumber Company gebaut. Ihre historische Strecke führte von der Stadt Fossmill an der nördlichen Strecke der Canadian National Railway 20 km nach Süden bis zum Manitou Lake im Algonquin Park. Das war eine Bahnverbindung ihrer Zeit; die Linie ist heute nicht mehr in Betrieb.
Im August 1934 brannte die Mühle in Fossmill vollständig nieder, womit der Mühlenbetrieb endete. Die Bahn wurde erst in den 1940er-Jahren abgebaut. Brand und Rückbau markieren somit zwei verschiedene Zeitpunkte: Das Ende der Mühle kam vor dem Abbau der Eisenbahnlinie.
Wasi River und Spuren der Siedlung
Fossmill liegt am Nordufer des Wasi River. Während sich der Gletscher zurückzog, wurde bei Fossmill am Fluss ein Abfluss des glazialen Lake Algonquin freigelegt. Die Ortslage und diese geologische Geschichte geben dem Landschaftsbild einen eigenen historischen Zusammenhang.
Auch die frühere Siedlung ist noch an einzelnen Spuren erkennbar: Im Wald des ehemaligen Ortsgebiets sind mehrere Fundamente zu finden. Zu Fossmill gehörten außerdem eine römisch-katholische Kirche, die als Fossmill Roman Catholic Church bezeichnet wurde, und eine Schule mit der Bezeichnung S.S. No.4B. Diese Namen ergänzen das Bild des früheren Orts, ohne dass sie Aussagen über heutige Einrichtungen treffen.
Weitere Themen im Nipissing District
Im übergeordneten Reiseziel Nipissing District finden sich weitere eigenständige historische und landschaftliche Themen. Im Marten River Provincial Park ist das Winter Camp ein nachgebildetes Holzfällerlager mit historischer Holzfällerausrüstung, einem Museum und einem Theater. Zum Park gehören drei miteinander verbundene Wanderwege: Der Transition Trail ist 4,2 km lang, der Old Growth Trail 3,5 km und der Pine Marten Trail 0,8 km. Damit ist der Pine Marten Trail der kürzeste der drei Wege.
Ein weiteres regionales Geschichtsthema ist die historische Ghost Road, die als erste Siedlungsstraße im Nipissing District gilt. Abschnitte der Straße sind Teil des Trans Canada Trail und werden von Wanderern, Radfahrern und anderen Outdoor-Aktiven genutzt. So stehen im Nipissing District neben der Mühlen- und Eisenbahngeschichte Fossmills auch Wanderwege, ein nachgebildetes Holzfällerlager und eine historische Straßenroute als eigene Themen.
Weitere Reiseziele entdecken: Temagami, Algonquin Park, Mattawa, North Bay, West Nipissing, Corbeil, South Algonquin, Sturgeon Falls.
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