Nunavut: Nationalparks, Polarwüsten und Inuit-Kultur
Unterkünfte in Nunavut
In Nunavut reichen die Natur- und Reiseerlebnisse von Tundra, Gipfeln und Gletschern bis zur Polarwüste. Dazu kommen Wege und Aktivitäten im Freien sowie Orte, an denen Inuit-Kultur und die Geschichte der Region sichtbar werden. Welche dieser Schwerpunkte Sie interessiert, kann die Auswahl Ihrer Ausflüge und die Reiseplanung prägen.
Nationalparks und Aktivitäten im Freien
Im Quttinirpaaq-Nationalpark treffen ausgedehnte Tundra, zerklüftete schwarze Gipfel und gewaltige Gletscher aufeinander. Dort leben Herden von Moschusochsen und Peary-Karibus. Von Tanquary Fiord aus können Sie Tageswanderungen oder mehrtägige Trekkingtouren unternehmen – zwei verschiedene Zeitrahmen für Erkundungen im Park. Der Qausuittuq-Nationalpark zeigt einen anderen Landschaftstyp: Er ist eine Polarwüste.
Im Auyuittuq-Nationalpark ist der Akshayuk Pass ein 97 Kilometer langer Naturkorridor zum Wandern und Skifahren; auch Schneeschuhwandern ist dort möglich. Daneben wird eine geführte sommerliche Tagestour von Pangnirtung zum Ulu Peak angeboten. Beide Optionen unterscheiden sich in ihrer Form: Hier steht ein längerer Korridor mit mehreren möglichen Aktivitäten, dort eine geführte Tagestour auf einer bestimmten Route.
Im Sirmilik-Nationalpark gibt es keine ausgewiesenen Reiserouten, doch das Parkpersonal kann bei der Ausflugsplanung helfen. Von Ende Juli bis Anfang September ist der Park ausschließlich auf dem Wasserweg erreichbar; lokale Bootsbetreiber und Führer bieten den Seetransport dorthin an. Im Ukkusiksalik-Nationalpark gehören Zeltringe, Vorratslager und Fuchsfallen zu den kulturellen Spuren. Hinzu kommt Ak&lungiqtautitalik, der „Ort des Seilspiels“.
Der 120 Kilometer lange Itijjagiaq Trail verläuft von Frobisher Bay nach Kimmirut. Genutzt wird er von Langläufern, Schneemobilfahrern, Hundeschlittenfahrern und Wanderern – er ist also nicht allein eine Wanderroute. Auf dem Soper River südlich des Mount Joy sind Kanufahren, Kajakfahren und Rafting möglich. 1992 wurde der Fluss wegen seines reichen Naturerbes, seiner kulturellen Bedeutung für die Inuit und seiner herausragenden Freizeitmöglichkeiten für Besucher in das Canadian Heritage Rivers System aufgenommen.
Inuit-Kultur, Geschichte und saisonale Erlebnisse
In Gjoa Haven verbindet das jährliche Umiyaqtutt Festival von Ende August bis Anfang September Gemeinschaftsessen, kulturelle Darbietungen, ein Kunstprogramm und Artefaktpräsentationen. Zum Programm gehören außerdem Vorträge über die beiden Schiffswracks, Inuit-Wissen und die nationale historische Stätte. Das Nattilik Heritage Centre zeigt Ausstellungen zur Geschichte und Kultur der Region um Gjoa Haven. Eine Gedenktafel und ein Steinhügel erinnern dort an den norwegischen Entdecker Roald Amundsen.
Das Toonik Tyme Festival in Iqaluit feiert jährlich Inuit-Traditionen und die Rückkehr des Frühlings. Auch der Sylvia Grinnell Territorial Park, der ebenfalls Iqaluit Kuunga Territorial Park genannt wird, verbindet Naturerlebnisse mit Kulturveranstaltungen: Im Sommer können Besucher wandern, campen, angeln und Lagerfeuer machen. Bei den wöchentlichen Kulturveranstaltungen können sie Kehlgesang und Trommeltanz kennenlernen sowie die Herstellung eines Kakivak und von Pitsi erlernen.
Im Qaummaarviit Territorial Park liegen historische Stätten, eine Promenade und ein Wegenetz. Ein rekonstruiertes Qarmaq vermittelt Besuchern, wie die Inuit lebten, die früher dort wohnten. Die Anreise ist saisonabhängig: Im Winter ist der Park mit Hundeschlitten oder Schneemobil erreichbar, im Sommer mit Boot oder Seekajak. Die Road to Nowhere lässt sich ganzjährig zu Fuß nutzen; im Winter kann man sie mit Skiern befahren, im Sommer mit dem Auto.
Reiseinteressen und Hotelsuche
Die genannten Angebote sind jeweils mit konkreten Orten verbunden. Richten Sie Ihre Reiseplanung daher an den Orten und Aktivitäten aus, die für Sie im Mittelpunkt stehen.
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