Hertme entdecken: Musik, Festivals und Geschichte
Unterkünfte in Hertme
Hertme verbindet Musikveranstaltungen mit einer vielschichtigen Baugeschichte. Das Openluchttheater liegt im Herzen des Ortes und in waldreicher Umgebung; historische Bauwerke wie die H.-Stephanuskerk und das Spookhuis setzen dazu eigene Akzente. Für die Planung eines Aufenthalts können Sie daher zwischen einem konkreten Veranstaltungsanlass und einem Schwerpunkt auf Hertmes Architektur- und Ortsgeschichte unterscheiden.
Musik und Veranstaltungen in Hertme
Das heutige Programm des Openluchttheaters Hertme umfasst Musik. Der Veranstaltungsort bietet Platz für 2.200 Besucher, darunter 1.400 Sitzplätze. Errichtet wurde das Theater 1955 im Wald neben der Kirche. Seine Lage im Ortskern und die waldreiche Umgebung prägen damit den örtlichen Rahmen; die Kapazitätsangaben vermitteln zugleich einen Eindruck von der Größe des Veranstaltungsorts.
Das Afrika Festival Hertme ist ein zweitägiges Festival im Openluchttheater. Dazu gehört ein afrikanischer Markt mit mehr als 100 Ständen. Ein Kinderprogramm umfasst Schminken, Puzzeln, Musizieren und Tanzen. Die Veranstaltungsgeschichte reicht bis zur ersten Afrikadag zurück, die 1989 stattfand und aus der das Afrika Festival Hertme hervorging. 2024 erreichte das Festival seine 35. Ausgabe.
Ein anderes Veranstaltungsformat bietet das Metropool Open Air: Jedes Jahr treten dabei zwischen Mai und September an zwei Wochenenden bekannte Künstler auf. Die Angaben unterscheiden sich also sowohl im Rhythmus als auch im Format: Das Afrika Festival ist als zweitägige Veranstaltung beschrieben und verbindet Musik mit Markt und Kinderprogramm; beim Metropool Open Air sind der jährlich wiederkehrende Zeitraum und die zwei Wochenenden prägend. Wenn Sie Ihre Reise mit einer bestimmten Veranstaltung verbinden möchten, prüfen Sie die jeweiligen Termine bei der Planung.
Kirche und historische Bauwerke
Die H.-Stephanuskerk wurde 1902–1903 nach einem neugotischen Entwurf des Architekten Wolter te Riele erbaut. Zur Kirche gehören eine von Maarschalkerweerd gefertigte Orgel aus dem Jahr 1904, ein Kerzenleuchter aus dem 17. Jahrhundert und ein Kelch von 1398. Die unterschiedlichen Datierungen geben dem Bauwerk mehrere historische Bezugspunkte: Neben dem neugotischen Entwurf des frühen 20. Jahrhunderts stehen hier auch deutlich ältere Gegenstände.
Eine andere Bauform zeigt das Spookhuis, das auch unter dem Namen ’t Oude Groothuijs bekannt ist und ein Rijksmonument ist. Es gilt als seltenes Beispiel für ein einschiffiges Fachwerkhaus. Zu seinen Merkmalen zählen Walmdach, Oberstube, halbe Kreuzstockfenster mit Fensterläden und altes Glas; außerdem gehören eine neue Vorderfassade und ein rückseitiger Anbau zur beschriebenen Baugestalt. Bei seiner Restaurierung wurde das Haus versetzt und Stein für Stein wiederaufgebaut. Um 1615 diente es als katholische Schlupfkirche. Die Architektur und diese frühere Nutzung machen das Spookhuis zu einem eigenen geschichtlichen Thema neben der Kirche.
Grüne Umgebung und ein lokales Erlebnis
Wer Hertme mit dem Auto oder zu Fuß erreicht, durchquert eine grüne Umgebung. Eine andere Seite des Ortes zeigt die Melktap Weleveld: Dort können Besucher frische Milch selbst zapfen. Damit reicht die Auswahl an Hertmer Themen von Musik und Veranstaltungsgeschichte bis zu Bauformen, historischen Gegenständen und einer konkreten Aktivität.
Für die Wahl eines Aufenthaltstermins können Sie zunächst überlegen, ob eine Veranstaltung oder die Ortsgeschichte im Vordergrund stehen soll. Die genannten Festivalformate bieten unterschiedliche zeitliche Orientierungspunkte; die historischen Bauwerke setzen dagegen eigene Akzente unabhängig von einem einzelnen Veranstaltungsprogramm. Weitere Reiseziele entdecken: Borne, Zenderen.
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