Alkmaar: Mühlen, Museen und Polderlandschaft
Unterkünfte in Alkmaar
Im Waaggebouw bietet das Dutch Cheese Museum einen Blick auf den Waagplein, wo von April bis Oktober jeden Freitag der Käsemarkt stattfindet. Die Termine können sich ändern; prüfen Sie vor Ihrer Reise den aktuellen Kalender. Im Museum erfahren Sie anhand historischer Artefakte und Gemälde mehr über die Käseherstellung und das niederländische Landleben. Ein Augmented-Reality-Viewer macht den Käsemarkt außerdem ganzjährig im Museum erlebbar.
Mühlen, Poldergeschichte und De Rijp
Bei Schermerhorn ist die Museummolen die mittlere von drei Mühlen. Sie ist vom 1. April bis zum 1. November für Besucher geöffnet; da sich die saisonalen Öffnungszeiten ändern können, prüfen Sie diese vor dem Besuch. In der Mühle lässt sich nachvollziehen, wie eine Wassermühle funktioniert und wie der Schermerpolder vor 400 Jahren durch die Trockenlegung des Schermeers entstand. Besucherzentrum und Mühlenhof sind rollstuhlgerecht zugänglich, die Mühle selbst jedoch nicht. Bestätigen Sie die Angaben zur Zugänglichkeit vor Ihrer Reise noch einmal.
De Rijp setzt einen anderen Akzent: Das Museum In ’t Houten Huis befindet sich in einem Holzgebäude aus dem 18. Jahrhundert. Seine Themen reichen vom Herings- und Walfang bis zur Schifffahrt; Seekarten, Schiffstagebücher und Drucke ergänzen die Ausstellung. Auch die Geschichte des Walfangs auf Schermereiland und seiner Seefahrer gehört zu den behandelten Themen. Das Rathaus von De Rijp, entworfen von Jan Adriaenszn Leeghwater, veranschaulicht die Bedeutung des Dorfes im 17. Jahrhundert. Im Erdgeschoss informiert die VVV De Rijp/Land van Leeghwater an der Kleinen Dam 1 über De Rijp, das Land van Leeghwater, Routen, Sehenswürdigkeiten und Besuchstipps.
Geschichte ist auch in der Landschaft präsent: Die Innenstadt, De Rijp und das Westerhoutkwartier sind staatlich geschützte Ortsbilder. In der Oudorperpolder besitzt die Stätte Nieuwburg den Status eines nationalen archäologischen Denkmals. Diese Orte geben dem Besuch unterschiedliche historische Bezugspunkte, ohne dass dafür ein einzelnes Museum den ganzen Blick auf die Region bestimmen muss.
Kunst und Geschichten in Alkmaar
Das Stedelijk Museum Alkmaar verbindet alte und moderne Kunst mit bedeutenden Wechselausstellungen. In der Dauerausstellung zur Bergener Schule begegnen Ihnen unter anderem Werke von Else Berg, Mommie Schwarz, Leo Gestel, Dirk Filarski, Gerrit Willem van Blaaderen, Arnout Colnot sowie Piet und Matthieu Wiegman. Die Grote Kerk Alkmaar bietet wieder andere Einblicke: Zu ihren besonderen Werken zählen zwei historische, noch spielbare Orgeln, das Gewölbegemälde „Das Jüngste Gericht“ und Fiona Tans Kunstwerk „Het Grote Raam“. Eine App vermittelt Informationen zu den 1.755 Grabplatten im Kirchenboden; bei der kostenlosen interaktiven VerhalenVangers-Tour lösen Besucher mit einem Tablet Aufgaben und entdecken Geschichten über das Gebäude und seine Schätze.
Wer die Stadt lieber gehend erkundet, kann nach dem eigenen Zeitrahmen wählen: Die Stadswandeling Alkmaar ist 3,5 Kilometer lang und führt durch die alte Innenstadt, die Monumentenwandeling misst 4,5 Kilometer und führt an wichtigen Denkmälern vorbei. „Vrouwen van Alkmaar“ ist eine 3,2 Kilometer lange Route mit Geschichten über Frauen, die die Stadt geprägt haben. „Kunst op Straat“ verbindet auf sechs Kilometern Kunstobjekte, Gedichte und weitere kreative Ausdrucksformen im öffentlichen Raum. Die verschiedenen Längen und Themen bieten eine konkrete Möglichkeit, den Schwerpunkt eines Stadtbesuchs zu setzen.
Unterwegs zwischen Stadt und Eilandspolder
Östlich von Alkmaar liegt das Land van Leeghwater, das sich zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Boot oder dem SUP-Board erkunden lässt. Die Eilandspolder ist ein geschütztes Natura-2000-Gebiet mit einer Fläche von 1.950 Hektar, von der ein Viertel aus Wasser besteht. Sie liegt zwischen den historischen Dörfern Graft, De Rijp, Noordeinde, Grootschermer, Schermerhorn und Driehuizen.
Auch die Wanderrouten unterscheiden sich deutlich im Umfang: „Door de Eilandspolder“ ist sieben Kilometer lang, beginnt in De Rijp und führt auf gut zugänglichen Wegen durch das Naturgebiet. „Haring en Hennep“ umfasst 14 Kilometer, führt durch die Eilandspolder und an Grootschermer, Noordeinde und De Rijp vorbei. Die 20 Kilometer lange Wanderung Alkmaar–Noordeinde führt von Alkmaar über eine Fährverbindung nach De Schermer und in die Eilandspolder; prüfen Sie für die Planung den Fährfahrplan. Auf den Gewässern der Eilandspolder gilt eine Höchstgeschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunde. Informieren Sie sich vor der Fahrt über die aktuellen kommunalen Bootsregeln. Für SUP bietet SupSchermer Unterricht und Touren durch De Schermer und die Eilandspolder an; prüfen Sie die aktuellen Anbieterangaben.
Für eine Hotelreise können Sie so zwischen Stadtkultur, Mühlengeschichte und Wegen durch die Wasserlandschaft abwägen. Auch der Veranstaltungskalender setzt saisonale Akzente: Alkmaars Ontzet wird jährlich am 8. Oktober gefeiert und zählt zu den ältesten Traditionen der Stadt; das Programm variiert je nach Jahr. Die Leeghwaterdagen finden von April bis September am ersten Sonntag des Monats statt. Prüfen Sie die Termine für Ihr Reisejahr, bevor Sie Ihre Tage danach ausrichten.
Weitere Reiseziele entdecken: Koedijk, Alkmaar, Oudorp, Schermerhorn, Stompetoren, Driehuizen, Waterland, Haarlemmerliede En Spaarnwoude.
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