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Werkendam zwischen Biesbosch und historischen Forts

Unterkünfte in Werkendam

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Werkendam verbindet historische Forts mit Themen rund um den Biesbosch. Fort Altena und Fort Steurgat sind ausdrücklich mit dem Ort verbunden; Museen, Wasserwege und Landschaftskunst setzen weitere Schwerpunkte. So können Sie Ihre Reise danach ausrichten, ob Sie sich vor allem für Baugeschichte, die Natur- und Kulturgeschichte des Biesbosch oder Routen durch die Landschaft interessieren.

Fort Altena und Fort Steurgat

Fort Altena ist ein historisches Fort in Werkendam und Teil der Nieuwe Hollandse Waterlinie, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Es wurde zwischen 1847 und 1850 erbaut und ist das älteste der vier brabantischen Forts dieser Wasserlinie. Sein runder, aus schwerem Mauerwerk errichteter bombensicherer Turm bildete den Kern der Anlage. Das Fort diente der Verteidigung der Zugänge der Rijksstraatweg von Breda nach Gorinchem sowie des Uppelse Dijk. Diese Angaben machen die Anlage auch für Reisende interessant, die bei einem Aufenthalt in Werkendam gezielt nach Spuren der regionalen Verteidigungsgeschichte suchen.

Fort Steurgat hat einen anderen Charakter: Es handelt sich um eine fünfeckige Fortinsel aus den Jahren 1881–1882 am Rand des Nationalparks De Biesbosch bei Werkendam. Als Teil der Nieuwe Hollandse Waterlinie diente das Fort der Verteidigung der Merwede und des Steurgat. Anders als eine frei zugängliche Sehenswürdigkeit ist es nicht frei zugänglich. Am Open Monumentendag werden jedoch Führungen angeboten. Wenn Sie gerade diesen Einblick einplanen möchten, prüfen Sie die Termine des Veranstaltungstags vor Ihrer Reise.

Museum und Biesbosch-Erlebnisse

Das Biesbosch MuseumEiland widmet sich der Natur, der Geschichte und den Geschichten des Biesbosch, einem einzigartigen Süßwassergezeitengebiet. Ein anschaulicher Teil des Besuchs ist die interaktive Biesboschbeleving: Das maßstabsgetreue Modell misst 30 mal 30 Meter und zeigt Polder, Deiche und Wasserläufe. Die Dimensionen helfen, die verschiedenen Elemente der Landschaft in ihrer räumlichen Anordnung zu betrachten, statt sie nur als einzelne Begriffe kennenzulernen.

Das MuseumEiland ist mit Zug und Fahrrad erreichbar. Vom Bahnhof Dordrecht Centraal führt eine 10 km lange Fahrradstrecke dorthin. Eine weitere Möglichkeit, den Museumsbesuch mit einer Fahrt durch die Wasserlandschaft zu verbinden, ist die Fluistertocht: Mit Museumsticket fahren Sie in einem Fluisterboot durch schmale Rinnsale und Gräben zu besonders schönen Orten im Biesbosch. Damit unterscheiden sich die Angebote klar: Das Modell erschließt die Landschaft im Museum, die Bootsfahrt führt durch ihre schmalen Wasserläufe.

Auch das Buitenmuseum de Pannekoek vermittelt Biesbosch-Geschichte, aber anhand konkreter Zeugnisse im Freien. Es ist kostenlos zugänglich und liegt auf der anderen Seite des Wassers gegenüber dem Biesbosch MuseumEiland. Über unbefestigte Wege lassen sich dort eine Fangpijp einer Entenkoje, eine Biberburg und eine Schrankkeet besichtigen. Zugleich wird die Grienden- und Rietkultur des Biesbosch über die Welt der ehemaligen Griendarbeiter erlebbar. Dieser Beruf ist inzwischen ausgestorben; der Besuch lenkt den Blick daher auch auf eine frühere Arbeitswelt.

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Routen durch Landschaft und Geschichte

Die Fietsroute Biesbosch ist 23,4 km lang und führt durch den Biesbosch an Rinnsalen, Inseln und verwilderten Grienden entlang. Die Fietsroute Galeiweg setzt einen anderen Schwerpunkt: Sie führt am Fort Steurgat vorbei. Unterwegs können Sie in Werkendam einkaufen; am Biesbosch MuseumEiland lässt sich die Route bei Kaffee, Mittagessen oder Informationen zur Geschichte des Biesbosch beenden. Das macht die Galeiweg-Route zu einer Möglichkeit, Fort, Ort und Museum in einem Streckenverlauf zu verbinden, ohne dass dafür eine bestimmte Etappenlänge vorausgesetzt wird.

Der Rundweg Rondje Jantjesplaat - Deeneplaat ist 21,8 km lang, wenn Sie am Biesbosch MuseumEiland starten. Er führt durch den älteren Teil der Jantjesplaat, einen überwucherten Weidenwald mit dichtem Wildwuchs. Der neuere Teil entstand nach Hochwasser in den 1990er-Jahren. Auf der Deeneplaat liegt der Schwerpunkt wiederum auf einer gepflegten Kulturlandschaft: Der östliche Teil besteht aus Grienden, die seit Jahrhunderten erhalten werden. Die Route verbindet damit Landschaftsbilder unterschiedlichen Alters und eine lange Tradition der Pflege.

Ein weiteres Landschaftsthema ist das Kunstwerk De wassende maan von Paul de Kort. Das Labyrinth befindet sich an der Bandijk in der nördlichen Ecke der Noordwaard. Der angelegte Hügel bei der Anlage dient als Aussichtspunkt. Kunstwerk und Aussichtspunkt setzen dabei zwei verschiedene Akzente: Das Labyrinth prägt die Form des Landschaftskunstwerks, während der Hügel einen erhöhten Blickpunkt bietet.

An der Jachthaven Van Oversteeg in Werkendam können Sie Kanus, SUPs, Sloepen oder Fluisterboote mieten, um Rinnsale und Inseln zu erkunden. Da sich das Mietangebot ändern kann, prüfen Sie es am besten vor der Planung. So lässt sich Ihr Aufenthalt thematisch wählen: von Fortgeschichte und Museumsbesuch bis zu einer Tour auf dem Wasser oder einer Route durch die Biesbosch-Landschaft.

Weitere Reiseziele entdecken: Sleeuwijk, Dussen, Nieuwendijk, Hank.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Werkendam.

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