Steensel: Turm, Mühle und Fundstätten
Unterkünfte in Steensel
Steensel wird als eines der typischen Kempener Dörfer der Acht Zaligheden bezeichnet und ist auch unter dem Namen „Pieregat“ bekannt. Für einen Aufenthalt stehen mehrere konkrete Themen nebeneinander: mittelalterliche Baugeschichte am Toren van St. Lucia, die technische Geschichte der Stevertse watermolen, archäologische Fundstätten sowie Rad- und Wanderrouten. Hinzu kommen Termine der Kirmes und der Kempensessie. Wenn Sie ein Hotel in Steensel suchen, helfen diese Angaben dabei, Reisezeitraum und gewünschte Schwerpunkte einzuordnen.
Kulturgeschichte am Toren van St. Lucia
Der Toren van St. Lucia ist ein mittelalterlicher Turm, der Ende des 14. Jahrhunderts erbaut wurde. Als letztes erhaltenes Relikt der alten Kirche von Steensel gibt er einen konkreten Bezugspunkt für die Ortsgeschichte. Von dort bietet sich ein Blick über die Kempen und auf die Skyline von Eindhoven. Eine Besteigung ist nach vorheriger Vereinbarung möglich. Zur Geschichte der Region gehört auch die Luciaklok: Sie stammt aus dem Jahr 1495 und zählt zu den ältesten Kirchenglocken der Kempen.
Die Stevertse watermolen und ihre Geschichte
Die Stevertse watermolen liegt im Weiler Stevert, der zu Steensel in der Gemeinde Eersel gehört. Von der Brücke aus lässt sich die Mühle als technische Anlage betrachten. Sie mahlte einst Getreide mit der Kraft der Run; Wasserrad und Mahlwerk sind erhalten geblieben. Damit lässt sich an der Anlage sowohl ihre frühere Funktion als auch ein Teil ihrer technischen Ausstattung nachvollziehen. Eine Erwähnung der Stevertse watermolen findet sich in den Bossche Protokollen von 1349–1350. Das gibt der Mühle einen historischen Bezug, der über die erhaltenen Bauteile hinausgeht.
Archäologische Fundstätten aus verschiedenen Epochen
Auch die denkmalgeschützten Fundstätten De Heiblom und Bussereind/Gendersteijn stehen für die Geschichte der Gegend. De Heiblom umfasst Grabhügel aus der Bronzezeit und ein Urnenfeld aus der Eisenzeit. Bei Bussereind/Gendersteijn gehört ein Grabhügel aus der frühen Bronzezeit zur Fundstätte. Die beiden Orte unterscheiden sich damit sowohl durch die genannten Funde als auch durch ihre zeitliche Einordnung: Bei De Heiblom kommen Zeugnisse aus zwei Epochen zusammen, während Bussereind/Gendersteijn mit einem frühbronzezeitlichen Grabhügel verbunden ist. Wer sich für archäologische Spuren interessiert, findet hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Rad- und Wanderwege rund um Steensel
Für Radfahrende schließt die 33 Kilometer lange Monumentenroute den Toren van St. Lucia ein. Der Turm liegt außerdem an der Fahrradroute „Gloeiige“ zwischen den Knotenpunkten 06 und 61. Zu Fuß führt der 21 Kilometer lange Wanderweg Pelgrimspad Middelbeers–Steensel bis nach Steensel und endet dort. Die Angaben unterscheiden sich also nicht nur nach Länge: Sie betreffen auch verschiedene Fortbewegungsarten und Routenziele.
Ortsgeschichte und Veranstaltungstermine
Eine historische Episode betrifft die Bende van Steensel. Sie bestand aus fünf Männern, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Dörfer rund um Steensel durch gewaltsame nächtliche Einbrüche unsicher machten. Das ist ein anderer Blick auf die Ortsgeschichte als die Bauwerke und Fundstätten: Im Mittelpunkt stehen eine Gruppe und ihre Aktivitäten in der damaligen Umgebung.
Die Kirmes in Steensel dauert vom Samstag vor dem zweiten Augustsonntag bis zum darauffolgenden Dienstag. Im Jahr 2026 wurde die Dikke Banden Race für Kinder aus Steensel vor der offiziellen Radrundfahrt am Kirmesmontag veranstaltet. Für Ostersonntag, den 28. März 2027, ist die 47. Kempensessie als Festival in Steensel angekündigt. Diese Termine bieten konkrete zeitliche Anhaltspunkte, wenn Sie Ihren Aufenthalt auf eine Kirmes oder ein bestimmtes Festivaldatum ausrichten möchten.
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