Termunterzijl: Geschützte Dorfansicht und Wasserbaugeschichte
Unterkünfte in Termunterzijl
Termunterzijl liegt an der Eems-Dollard und ist Teil des Welterbes Wattenmeer. Wasserbau, Fischerei und die Landschaft am Dollard prägen unterschiedliche Seiten des Ortes. Als geschütztes Dorfbild ist Termunterzijl offiziell ausgewiesen. Die Dauerausstellung im Visserijmuseum Termunterzijl behandelt die Rolle des Ortes bei der Entwässerung und in der Garnelenfischerei.
Wasserbau und Fischereigeschichte
Bei der Entwässerung geht es in der Ausstellung um Waterschappen, Zijlen und Gemalen: um Wasserverbände, Schleusen und Pumpwerke. Ein weiterer Ausstellungsschwerpunkt ist Termunterzijls Rolle als Zentrum der Garnelenfischerei. Dazu gehören Fischerei, Trocknereien und Heimschälerei. So werden sowohl die Wasserwirtschaft als auch verschiedene Teile der Verarbeitung und Arbeit rund um den Fang thematisiert.
Die Schleuse Boog van Ziel veranschaulicht eine konkrete Abfolge der Ortsgeschichte. Der Stadtbaumeister von Groningen, Antoni Verburgh, legte sie um 1725 an. Sie ersetzte eine ältere Schleuse aus dem Jahr 1601, die während der Sint-Maartensvloed von 1686 zerstört worden war. Name, Bauherr und Daten geben der Schleuse einen klaren Platz in der Geschichte des Wasserbaus in Termunterzijl.
Ein weiteres markantes Wasserbauwerk ist das Museumgemaal Cremer. Der Wasserbauingenieur Pieter Geert Cremer erbaute es 1930/1931. Als Rijksmonument ist es wegen seiner ortsbildprägenden Lage, seines kulturhistorischen Werts, seiner guten Erhaltung und seiner besonderen Gestaltung anerkannt. Die Schleuse Boog van Ziel und das Museumgemaal Cremer stehen damit für unterschiedliche Bauzeiten und zugleich für die Bedeutung des Wasserbaus im Ort.
Landschaft, Natur und Wege
Östlich von Termunterzijl liegt das Naturgebiet Punt van Reide. Es bietet zahlreichen Zugvögeln Lebensraum und dient Seehunden als natürlicher Ruheplatz. Die Landspitze selbst ist nicht frei zugänglich; in den Gebieten auf beiden Seiten gibt es jedoch Möglichkeiten, die Natur zu erkunden. Diese Unterscheidung ist hilfreich, wenn Sie Naturbeobachtungen mit einer konkreten Ausflugsplanung verbinden möchten.
Eine etwa 13,6 Kilometer lange Wanderroute führt von Termunterzijl zur Punt van Reide und ist über Knotenpunkte von Waddenwandelen markiert. Prüfen Sie vor der Wanderung die Routenbedingungen und die Markierungen vor Ort. Die Dollardroute bietet eine andere räumliche Orientierung: Sie führt von Nieuwe Statenzijl nach Termunterzijl und anschließend weiter in Richtung Winschoten. Während die Wanderroute die Punt van Reide als Ziel nennt, beschreibt die Dollardroute eine Abfolge von Orten mit Termunterzijl als Zwischenstation.
Von der Spitze des Aussichtsturms De Golf van Termunterzijl sehen Sie auf der einen Seite das Naturgebiet De Dollard und Deutschland, auf der anderen Termunterzijl und Termunten. In Termunterzijl unterstützt außerdem eine Fischpassage den Fischaufstieg aus dem Wattenmeer: Sie befindet sich im Gemaal Rozema, A.Verburghwijk 2, 9948 PE Termunterzijl. Das Waterschap Hunze en Aa's ermöglicht im Rahmen von Bildungsangeboten Besuche des Gemaal Rozema.
Ortsbild und regionale Besonderheiten
Entlang des Termunterzijldiep stehen Häuser an einem schmalen Klinkerweg, der für Autos nicht befahrbar ist. Zum Ortsbild gehört auch ein kleiner Strand. Für die Natur- und Uferlandschaft ergeben sich so unterschiedliche Anknüpfungspunkte: der Blick auf den Dollard, die Umgebung der Punt van Reide und die Wege am Wasser.
Auch Fischerei zeigt sich in Termunterzijl als gelebtes Thema: Vispaleis Westerhuis veranstaltet regelmäßig Vorführungen zum Garnelenschälen. Örtliche Gastronomiebetriebe bieten gemütliche Terrassen und ausgezeichnete Fischgerichte; einzelne Betriebe und Speisekarten können sich ändern. Zusammen mit den Fischereithemen im Museum verbindet das die Geschichte des Garnelenfangs mit einer kulinarischen Seite des Ortes.
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