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Mantinge: Wacholder, Heide und historische Wälder

Unterkünfte in Mantinge

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Im Umfeld von Mantinge treffen verschiedene Landschaftsbilder und historische Spuren zusammen: Wacholder und Heide im Mantingerzand, ein alter Wald nördlich des Ortes und Routen für Wandernde und Radfahrende. Wer seine Reise plant, kann zunächst überlegen, ob die Heidelandschaft, die Geschichte des Waldes oder ein konkreter Weg im Mittelpunkt stehen soll.

Heide, Wacholder und Relief

Das Mantingerzand liegt zwischen den Dörfern Mantinge und Nieuw-Balinge und besteht größtenteils aus Heide, Vennflächen und Wald; hinzu kommen einige kleine Flugsandflächen. Die Gegend ist unter dem bekannteren Namen Mantingerveld bekannt. So gehören zu ihrem Landschaftsbild nicht nur Heideflächen, sondern auch feuchte Lebensräume, Wald und offene Flugsandbereiche.

Im Mantingerzand wachsen Hunderte von Wacholdersträuchern. Seit 1970 wird das Gebiet als Wacholderreservat bewirtschaftet. Zur Landschaft gehört außerdem die alte Waldkiefer „De oude den“, die mehr als 100 Jahre alt ist. Wacholder und Kiefer geben der Landschaft damit unterschiedliche, konkret benannte Naturmerkmale.

Auch die Formen des Geländes zeichnen die Gegend aus. Der Landschaftsrücken „Dekzand- en stuifzandrug Mantinge-Nieuw Balinge“ weist deutlich sichtbare Decksandreliefs mit langen Decksandrücken auf. Zugleich ist sein Flugsandrelief mit ausgewehten Senken vergleichsweise gut erhalten. Die langen Rücken und die Senken stehen für zwei unterschiedliche Ausprägungen des Reliefs.

Die Vennflächen des Mantingervelds bieten Amphibien, Insekten und Pflanzen Lebensraum. Natuurmonumenten arbeitet seit 25 Jahren daran, vier kleine Naturgebiete nördlich von Hoogeveen zu einer großen zusammenhängenden Heidelandschaft namens Mantingerveld zu verbinden.

Mantingerbos und Ortsgeschichte

Nördlich von Mantinge liegt der jahrhundertealte Mantingerbos. Das Natura-2000-Gebiet ist 46 Hektar groß. Der Waldkomplex ist ein Überrest eines früher größeren Urwaldes – eine historische Einordnung, die ihn von einer Beschreibung als einfach nur alter Wald unterscheidet.

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Auch ökologisch hat der Mantingerbos besondere Merkmale: Er besitzt einen der ältesten ungestörten Waldböden Drenthes und einen für Drenthe einzigartigen, stark von Stechpalmen geprägten Eichenwald. Die Geschichte des Esdorfs Mantinge reicht ebenfalls weit zurück, bis ins Mittelalter. Wald und Ort bieten damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte, wenn Sie die Natur der Gegend ebenso interessiert wie ihre historische Entwicklung.

Wandern und Radfahren

Die Wanderroute „Jeneverbesroute Mantingerveld“ beginnt am Parkplatz von Natuurmonumenten an der Mantingerdijk und ist mit weißen Routenpfeilen markiert. Sie führt durch mehrere kleine Heideflächen südlich von Mantinge. Für die Orientierung sind damit sowohl ein konkreter Startpunkt als auch die Wegmarkierung benannt.

Eine andere Möglichkeit bietet die Fahrradroute „Fietsroute natuur bij Mantinge“. Sie ist 72 Kilometer lang und führt durch drei Naturgebiete in Drenthe. Der Unterschied zwischen den beiden Routen lässt sich an den beschriebenen Merkmalen gut erkennen: Bei der Wanderroute stehen der Startpunkt, die Markierung und die Heideflächen südlich von Mantinge im Vordergrund; bei der Fahrradroute sind die Länge und die Zahl der durchquerten Naturgebiete angegeben.

Welche Route zu Ihrem Vorhaben passt, hängt daher auch davon ab, ob Sie zu Fuß mehrere kleine Heideflächen erkunden oder mit dem Rad eine 72 Kilometer lange Strecke durch drei Naturgebiete wählen möchten. Zusammen mit dem Mantingerzand und dem Mantingerbos ergeben sich verschiedene Natur- und Geschichtsthemen, an denen Sie Ihre Reise nach Mantinge ausrichten können.

Weitere Reiseziele entdecken: Orvelte, Witteveen, Hooghalen, Hoogersmilde, Wijster, Drijber, Beilen, Zwiggelte

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Midden-Drenthe.

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