Krivodol entdecken
Unterkünfte in Krivodol
Krivodol verbindet eine markante Tallandschaft mit römischen Spuren und der Geschichte der Familie Ujević. Für die Wahl des Reiseziels bietet der Ort damit verschiedene Anknüpfungspunkte: seine Landschaft, die Geschichte seiner Siedlungen und Wege sowie die literarischen Bezüge rund um Tin Ujević.
Ein Tal mit sechs Weilern
Krivodol wird als schiefes Tal beschrieben, das im Norden vom Berg Šeminovac und im Südwesten vom Hügel Strana geschützt wird. Zum Ort gehören sechs benannte Weiler: Bašići, Turići, Vrljičci, Lapende, Gornji Ujevići und Donji Ujevići. Diese Namen geben Orientierung für die unterschiedlichen Teile Krivodols und helfen, historische Bezüge und Wegnamen räumlich einzuordnen.
Auch die Siedlungsstruktur ist ein Teil des Ortsbilds. Lapende liegt im Süden Krivodols und gilt als Beispiel gut erhaltener traditioneller Wohn- und Landwirtschaftsarchitektur. Die Gebäude sind um einen zentralen Treffpunkt des Dorfes angeordnet.
Römische Spuren im Tal
Durch das Tal verlief eine Römerstraße auf der Route zwischen dem antiken Solin und dem heutigen Metković. Der Meilenstein von Berinovac stammt aus den Jahren 26–27 n. Chr.
Auch der T6A Krivodol–Turići lenkt den Blick auf die römische Vergangenheit. In einigen Abschnitten sind Reste römischer Straßen erhalten. Der T7 ist der Weg Krivodol–Đirada. Đirada ist mit der literarischen Episode verbunden, in der Tin Ujević auf sein Echo lauschte, als er von Turići zurückkehrte. So stehen bei den benannten Wegen unterschiedliche Interessen im Vordergrund: hier die antiken Straßenreste, dort eine literarische Episode.
Die Familie Ujević und Tin Ujević
Das Haus der Familie Ujević in Krivodol ist der Geburtsort von Ivan Ujević, dem Vater des Dichters Tin Ujević. Tin besuchte das Haus bereits als Kind und lebte dort während seiner Schulzeit in Imotski sowie während der Zeit, die mit den „one hundred days in Imotski and Krivodol“ verbunden ist. Auch seine jüngste Schwester Klara-Tina wurde in dem Familienhaus geboren. Diese Familienbezüge geben dem Ort eine besondere literarische und biografische Seite.
Während seiner Aufenthalte in Krivodol verbrachte Tin Ujević am St.-Michael-Platz Zeit mit der Familie Ujević. Der Platz und das Familienhaus stehen damit für zwei konkrete Bezüge zu seinem Leben in Krivodol: seine Zeit mit der Familie und seine Aufenthalte am Geburtsort seines Vaters. Wer sich für Literaturgeschichte interessiert, findet hier nicht nur einen Namen auf einer Karte, sondern mehrere miteinander verbundene Stationen der Familiengeschichte.
Spuren der Ortsgeschichte
Die erste Schule in Krivodol öffnete am 20. Februar 1906 in einem Privathaus in Gornji Ujevići. Der Ort besitzt außerdem einen älteren kirchlichen und gemeinschaftlichen Zusammenhang: Krivodol gehörte zu einer 1747 gegründeten Pfarrei, die lange „Pfarrei Poljica und Krivodol“ hieß. Ein Dokument vom 15. Februar 1686 bezeichnete Poljica und Krivodol als bedeutende christliche Gemeinschaft.
Ein Besuch an der Đirada
Die Đirada ist ein Hügelgrab, an dem Besucherinnen und Besucher eingeladen sind, als Zeichen des Respekts einen Stein hinzuzufügen. Zusammen mit dem Bezug auf Tin Ujević und seinem Echo verbindet der Ort eine konkrete Besucherhandlung mit einer literarischen Deutung. Wer sich für Geschichte und Landschaft interessiert, kann Krivodol daher über unterschiedliche Themen erschließen, ohne die römischen, familiären und örtlichen Bezüge miteinander zu verwechseln.
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