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Općina Matulji: Karneval, Gedenkkultur und Wege

Unterkünfte in Općina Matulji

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Općina Matulji verbindet Gedenkkultur in Lipa mit den Zvončari-Traditionen von Matulji und Wegen durch Lisina. Für Ihre Reiseplanung bieten sich damit unterschiedliche Schwerpunkte: ein Besuch im Memorijalni centar Lipa pamti, die Karnevalszeit oder eine Route durch die Landschaft. Auch die Dörfer und ihre überlieferten Kulturmerkmale erzählen von der Vielfalt der Gemeinde.

Gedenkkultur in Lipa und praktische Orientierung

Das Memorijalni centar Lipa pamti wurde im April 2015 am Standort eines älteren Gedenkmuseums eröffnet, das von 1968 bis 1989 in Lipa bestand. Seine Ausstellung interpretiert die Geschichte des Zweiten Weltkriegs im Liburnischen Karst. Zu diesem Gebiet gehören neben Lipa auch Pasjak, Rupa, Šapjane und Brdce.

Das Zentrum ist montags, dienstags, mittwochs und freitags von 9 bis 15 Uhr sowie donnerstags und samstags von 12 bis 19 Uhr geöffnet. Sonntags und an gesetzlichen Feiertagen bleibt es geschlossen. Prüfen Sie die Öffnungszeiten vor dem Besuch. Die Vorortbuslinie 30 fährt von Delta im Zentrum von Rijeka nach Lipa; Lipa ist die Endhaltestelle. Von dort führt ein etwa 100 Meter langer, leicht ansteigender Fußweg zum Memorijalni centar Lipa pamti. Parken ist in unmittelbarer Nähe gestattet. Prüfen Sie vor der Anfahrt auch die Busverbindung und die Besucherhinweise.

Zvončari und die Karnevalszeit

Der Karneval in Matulji findet im Januar und Februar statt; sein zentrales Ereignis ist das Zvončari-Festival. Die Zvončari sind traditionelle Karnevalsfiguren, deren Ursprung mehr als 500 Jahre zurückreicht. Die Zvončarska Smotra findet traditionell am Faschingssamstag in Matulji statt. Bei der 29. Ausgabe zogen 14 Zvončari-Gruppen durch Matulji. Wenn Sie Ihre Reise auf den Karneval ausrichten möchten, prüfen Sie die Termine des jeweiligen Programms vorab.

Routen durch Lisina und die Gemeinde

In der geschützten Landschaft Lisina führt ein Wanderweg über den aussichtsreichen Grat des Crni vrh, eines 1.037 Meter hohen Gipfels. Der Weg beginnt südwestlich von der Berghütte auf Lisina. In Lisina wächst außerdem die geschützte Gold-Lilie (Lilium martagon). Für Wanderungen sind die aktuellen Wegbedingungen eine sinnvolle Planungsgrundlage.

Das Gebiet von Matulji verfügt über ein Netz von 150 Kilometern Rad- und Wanderwegen, darunter zehn Rundstrecken. Zwei Routen lassen sich anhand ihrer ausgewiesenen Länge und Höhenmeter einordnen: Die Bike-and-Hike-Route 119 „Od Golopusta do sup Šije“ ist 15 Kilometer lang, überwindet 240 Höhenmeter und beginnt im Zentrum von Vele Mune. Die Route 113 „Mune i Žejane“ ist eine 37,5 Kilometer lange Rundstrecke mit insgesamt 590 Höhenmetern. Sie beginnt in Jušići und verläuft überwiegend über Asphalt. Die Route 119 ist damit in beiden ausgewiesenen Maßen kürzer; die Route 113 bildet die längere Runde mit mehr Höhenmetern.

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Die Route 117 beginnt in Rukavac am Parkplatz unterhalb des Kinkel-Hauses. Sie führt über Gornji Rukavac und das Schutzgebiet Lisina, dann über die alte Straße Žejane–Bukvina–Zvoneća und anschließend zu den Terrassen von Zvonejske njivi. Die Route 114 startet im kleinen Ort Zvoneća, der für den Anbau der autochthonen Rebsorte Jarbola und die Kirche des heiligen Antonius bekannt ist. Über Sušnji und Zdemer, vorbei an einer Gedenktafel und einer Bank für die Milchfrauen, führt sie weiter nach Rukavac und Lisina. Bei der Planung können Sie so zwischen genau bezifferten Strecken und Routen wählen, deren Beschreibung mehrere Orte und Kulturmerkmale verbindet. Prüfen Sie vor Ihrer Tour die Wegbedingungen.

Dörfer, Sprache und lokale Kultur

Nahe Zvoneća liegen die Zvonejske njivi, ein Beispiel ländlicher Baukultur in der Gemeinde Matulji. Die steinigen Terrassen entstanden zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert auf einer Fläche von etwa 60 Hektar. In Rukavac gehört der Weiler Andrejići zu einem als ländliches Ensemble eingetragenen Kulturerbe. Dazu zählen traditionelle Steinbauten und eine kleine traditionelle Turmstruktur, die tornica genannt wird. Auch das gesamte Dorf Veli Brgud ist als geschütztes und offiziell registriertes ländliches Ensemble ausgewiesen.

Die Sprache von Žejane, žejånska limba genannt, ist nach dem Dorf im nordwestlichen Teil der Gemeinde Matulji benannt. Sie gilt als gefährdete Variante des Istro-Rumänischen mit dem ISO-639-3-Code RUO und steht auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Republik Kroatien. Gesprochen wird sie von etwa 30, meist mittelalten und älteren Einwohnern.

Jarbola ist eine autochthone Rebsorte, die ausschließlich im Gebiet von Zvoneća gedeiht. In Matulji bieten lokale Oštarije Gerichte nach über Generationen überlieferten Rezepten an und ergänzen das kulinarische Erlebnis mit Jarbola, einem Wein aus dieser Rebsorte. So gehören neben Landschaft und Karneval auch Sprache, Baukultur und Esskultur zu den besonderen Themen, die Sie bei der Planung Ihrer Reise berücksichtigen können.

Weitere Reiseziele entdecken: Mihotići, Rukavac, Jurdani, Matulji, Brešca, Male Mune, Veli Brgud, Mučići, Jušići, Pasjak, Zaluki, Zvoneće, Šapjane, Rupa.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kvarner Bucht.

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