Donje Biljane: Kirchen und archäologische Spuren
Unterkünfte in Donje Biljane
In Donje Biljane treffen für Reisende mit Interesse an Archäologie und Kirchenbau mehrere unterscheidbare Kulturerbe-Themen aufeinander. Die Fundorte verbinden Kirchenreste, Begräbnisplätze und Zeugnisse ländlicher Volksarchitektur und verteilen sich auf mehrere Ortsbezüge. Bei Veljani steht eine Nekropole im Zusammenhang mit einer Kirche; Crkvini verbindet Reste eines römischen Landguts mit einer frühkroatischen Kirche und zahlreichen Gräbern. Bei Begovača kommen weitere Kirchenzeugnisse und eine Villa hinzu, während bei Trljuge Rettungsgrabungen an einem frühkroatischen Friedhof im Mittelpunkt stehen. Wenn Sie die Orte unterscheiden, lassen sich Bauformen, Grabfunde und Zeitangaben besser zueinander in Beziehung setzen.
Kirche und Nekropole bei Veljani
Die Kirche mit archäologischer Fundstätte bei Veljani gehört zum Kulturerbe von Donje Biljane und liegt im Weiler Veljane. Eine Nekropole umgibt die Kirche. Eine Nekropole ist ein Gräberfeld; Kirchenbau und Bestattungsstätte bilden hier somit einen gemeinsamen archäologischen Zusammenhang. Bei Veljani steht damit die Beziehung zwischen Kirche und umgebendem Friedhof im Mittelpunkt. Zum Kulturerbe gehören außerdem erhaltene Zeugnisse der ländlichen Volksarchitektur. Sie erweitern den Blick über Sakralbauten und Grabstätten hinaus auf traditionelle Bauformen des ländlichen Lebens.
Archäologische Fundstelle Crkvini
Die archäologische Fundstelle Crkvini in Donje Biljane vereint unterschiedliche Zeitschichten. Zu ihr gehören die Überreste eines römischen Landguts und die Ruinen einer frühkroatischen Kirche aus dem 9. Jahrhundert. Ihre Bauweise gilt in Dalmatien als eigenständiger Typ dreischiffiger Kirchenarchitektur. Bei einer dreischiffigen Kirche gliedert sich der Raum in ein Hauptschiff und zwei Seitenschiffe. Die Bezeichnung beschreibt den Aufbau des Kirchenraums; die Einordnung als eigenständiger Typ macht die architekturgeschichtliche Besonderheit der Ruinen verständlich. Hinzu kommen 604 ausgegrabene frühkroatische Gräber. Zu den Grabfunden zählen Ohrringe und Ringe aus dem 9. bis 15. Jahrhundert. Die Zeitspanne dieser Schmuckfunde reicht somit weit über das 9. Jahrhundert der Kirchenruine hinaus.
Begovača: Kirchen und Villaüberreste
Bei Begovača gehören die frühchristliche und romanische Kirche sowie die Überreste einer rustikalen Villa zum Kulturerbe von Donje Biljane. Eine vorromanische Kirche bei Begovača wird anhand ihrer Überreste in die zweite Hälfte des 9. Jahrhunderts datiert. Die unterschiedlichen architektonischen Zuordnungen ergänzen das Bild der baulichen Zeugnisse bei Begovača.
Trljuge: Friedhof und Rettungsgrabungen
Trljuge setzt einen anderen archäologischen Akzent. 1972 und 1973 fanden dort Rettungsgrabungen an einem frühkroatischen Friedhof statt. Dabei wurden 27 Gräber ausgegraben; 17 wiesen pagane und zehn christliche Bestattungsmerkmale auf. Die Zahl 27 bezeichnet den Umfang der ausgegrabenen Gräber, die Aufteilung 17 zu zehn dagegen die festgestellten Bestattungsmerkmale. So können Sie den Umfang der Grabung von der Einordnung der Bestattungen unterscheiden.
Zeitangaben bei Crkvini und Trljuge
Crkvini und Trljuge lassen sich anhand unterschiedlicher Zeitangaben vergleichen: Für Crkvini reicht die Datierung der Schmuckfunde vom 9. bis zum 15. Jahrhundert; bei Trljuge sind die Jahre der Rettungsgrabungen 1972 und 1973 maßgeblich. Das eine beschreibt die Zeitspanne archäologischer Funde, das andere den Zeitraum der Ausgrabung.
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