Dazlina: Gradina Stražbenica und Kirchengeschichte
Unterkünfte in Dazlina
Dazlina lässt sich über zwei historische Blickwinkel einordnen: die prähistorische befestigte Siedlung Gradina Stražbenica und die kirchengeschichtlichen Bezüge des Ortes. Für Ihre Reiseplanung lassen sich diese Themen in zwei Zeitschichten ordnen. Die archäologische Anlage steht für die Vorgeschichte; die Pfarrgeschichte reicht bis ins frühe 13. Jahrhundert.
Gradina Stražbenica: prähistorische Höhensiedlung
Gradina Stražbenica liegt auf dem Gipfel des gleichnamigen Hügels auf 163,2 Metern Höhe, westlich von Vedro Polje und dem Weiler Matešići in Dazlina. Sie ist eine prähistorische befestigte Höhensiedlung von etwa 0,6 Hektar. Eine elliptische Trockensteinmauer, ungefähr 300 Meter lang, umschließt den Siedlungsbereich. Die Flächenangabe beschreibt die Ausdehnung der Anlage; die Mauerlänge gibt einen zweiten Maßstab für die Befestigung. Zu den Oberflächenfunden gehören prähistorische Keramikfragmente, die in die Bronze- und/oder Eisenzeit datiert werden. Geländeform, Umfassung und Keramik sind damit drei unterschiedliche Zugänge zu diesem Fundort: seine Lage, die bauliche Anlage und das Fundmaterial.
Pfarrgeschichte und Kirche des heiligen Elias
Zu Beginn des 13. Jahrhunderts wird Dazlina als Ort mit eigener Pfarre erwähnt. Bis 1522 gehörte Dazlina zum Bistum Skradin, danach zum Bistum Šibenik. Die Kirche des heiligen Elias in Dazlina ist unter den Landschaftsdenkmalen aufgeführt, die besondere Aufmerksamkeit verdienen. In der Kirche wurde Glagolitisch im Gottesdienst verwendet.
Eine Darstellung aus dem Jahr 2020 beschreibt die Feste des heiligen Elias und des heiligen Martin als bedeutende Pfarrfeste und verbindet sie mit Messfeiern in Kirchen auf dem Festland. Für die Feier des heiligen Elias nennt sie gesungene Lesungen außerhalb der Kirche vor der Messe.
Im übergeordneten Reiseziel Općina Tisno
In Tisno wurde die Kirche des Heiligen Geistes 1548 erbaut und 1640 im Barockstil renoviert. Die Kirche des heiligen Rochus liegt an der Küste von Tisno, die Rat genannt wird; sie wurde um 1651 erbaut und ist 13 m × 8,6 m groß. Auch die Brückengeschichte ist zeitlich klar: Die alte Brücke von Tisno entstand zu Beginn des 18. Jahrhunderts und wurde 1968 durch eine bewegliche Brücke ersetzt. Bau, spätere Renovierung und Brückenersatz sind dabei unterschiedliche historische Vorgänge.
Ebenfalls im übergeordneten Reiseziel Općina Tisno liegt die archäologische Fundstätte in Ivinj. Zu ihr gehören eine dreischiffige Basilika aus der Mitte des 5. Jahrhunderts und ein frühchristliches Baptisterium mit sechseckigem Becken. Neben der Basilika wurden 900 Gräber aus dem 15. Jahrhundert gefunden. An der Kirche des heiligen Martin in Ivinj entdeckte man zudem Mauern einer römischen Villa rustica aus dem 2. oder 3. Jahrhundert. Für den historischen Vergleich steht Gradina Stražbenica in Dazlina für eine prähistorische befestigte Siedlung, während Ivinj Zeugnisse aus mehreren Epochen vereint.
Weitere Reiseziele entdecken: Betina, Jezera, Tisno und Ivinj.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Općina Tisno.