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Paulin Dvor – Gedenkorte und Kultur entdecken

Unterkünfte in Paulin Dvor

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Paulin Dvor verbindet mehrere Formen des Gedenkens mit benannten Straßenverbindungen. So lässt sich der Ort für eine Reise mit historischem Schwerpunkt geografisch und thematisch einordnen. Die örtlichen Gedenkorte stehen dabei für unterschiedliche Aspekte der Erinnerung.

Anreise und Orientierung

Die Kreisstraße Ž4109 führt von D7 über Vladislavci und Paulin Dvor nach Ernestinovo und weiter zu D518. Außerdem ist Paulin Dvor durch Straßen mit Ernestinovo und Antunovac verbunden. Die erste Angabe zeichnet eine konkrete Streckenfolge nach; die zweite beschreibt eine allgemeinere Straßenverbindung. Für Ihre Planung empfiehlt sich ein aktueller Routencheck, damit Sie die Fahrt am Reisetag anhand der gewünschten Strecke vorbereiten können.

Gedenkorte in Paulin Dvor

Der Gedenkkomplex in Paulin Dvor umfasst 15 Denkmäler für Menschen, die im Dorf getötet wurden. Auf dem örtlichen Friedhof liegen die Gräber von 15 Opfern des Verbrechens von 1991. Die gleiche Zahl bezieht sich hier auf unterschiedliche Dinge: im Gedenkkomplex auf Denkmäler, auf dem Friedhof auf Gräber und die dort bestatteten Opfer.

Am Denkmal der Dorfschule ist eine Tafel erhalten, auf der die Namen von Verstorbenen stehen. Ein lokaler Bericht hält sichtbare Schäden aus dem jüngsten Krieg sowohl am Denkmal als auch am Schulgebäude fest. Im Andrija-Bukvić-Haus wurden 19 Zivilisten getötet. Zusammen geben diese Orte einen Einblick in verschiedene Formen des Gedenkens: Denkmäler, eine Grabstätte, eine Namenstafel und die Erinnerung an die im Haus getöteten Zivilisten. Sie können die historischen Angaben so nach Ort und Gegenstand unterscheiden, statt die verschiedenen Gedenkorte als eine einzige Darstellung zu lesen.

Kultur im übergeordneten Reiseziel Općina Šodolovci

Das Gebiet der Općina Šodolovci gehört zum weitläufigen Tiefland im Südosten der Gespanschaft Osijek-Baranja. Es liegt im Wassereinzugsgebiet von Drau und Donau beziehungsweise im Einzugsgebiet der Vuka. Der westliche Teil der Općina Šodolovci nördlich der Straße Ernestinovo–Paulin Dvor–Hrastin gehört zum direkten Becken des Bobotski-Kanals.

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In Koprivna steht auf dem orthodoxen Friedhof die mittelalterliche Kirche der Geburt der Allerheiligsten Gottesmutter. Ihr heutiges barockes Erscheinungsbild geht auf eine Restaurierung im Jahr 1751 zurück. Vier mittelalterliche Fenster sind erhalten; außerdem wurde am heutigen Südportal die Struktur eines ursprünglichen romanischen Portals festgestellt. Das Plateau mit Kirche und Friedhof ist als mittelalterlicher archäologischer Fundort „Udovičko polje“ geschützt. Funde dort weisen auf eine mittelalterliche Siedlung mit zugehörigem Friedhof hin. So treffen in Koprivna architektonische Details und Hinweise auf eine frühere Siedlungsgeschichte zusammen.

Auch in Silaš stehen regionale Kultur und Architektur im Mittelpunkt. Die Kirche des heiligen Propheten Elias wurde 2013 fertiggestellt; seitdem finden dort regelmäßig Gottesdienste statt. Der Neubau ist im serbisch-byzantinischen Stil gestaltet und hat zwei Kuppeln. Die geschnitzte Ikonostase stammt von Dragan Šaponja aus Kolut. Damit zeigt die Kirche eine andere Baugeschichte als die mittelalterliche Kirche in Koprivna.

Das Kultur- und Kunstvereinsensemble „Zora“ wurde 2006 in Silaš gegründet, um die Tradition und Kultur der Serben in Kroatien zu bewahren. Zum Ensemble gehören eine Folkloregruppe und eine Frauengesangsgruppe. Sein Repertoire umfasst zwölf stilisierte Choreografien und drei szenische Darstellungen von Bräuchen. Bei Auftritten führt das KUD einige der zwölf Choreografien sowie die drei Darstellungen auf. Damit ergänzen gemeinschaftlich gepflegte Folklore und Gesang die historischen und architektonischen Themen im übergeordneten Reiseziel Općina Šodolovci.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Općina Šodolovci.

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