Kanfanar: Bahntrassen-Erbe, Kirchen und Hotels
Unterkünfte in Kanfanar
Općina Kanfanar liegt im Herzen der istrischen Halbinsel, wo das grüne und das blaue Istrien zusammentreffen. In Kanfanar und seiner Nähe finden sich verschiedene Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: Baugeschichte im Ort, Zeugnisse des mittelalterlichen Dvigrad und Radwege mit einem eigenen Bezug zur Eisenbahnvergangenheit.
Baugeschichte in Kanfanar
Der Glockenturm von Kanfanar wurde 1732 erbaut, ist 25 Meter hoch und hat drei Glocken. Ebenfalls im Ort steht die Pfarrkirche des heiligen Silvester. Sie wurde 1696 erbaut und stammt damit aus dem 17. Jahrhundert. Eine steinerne Kanzel aus dem 13. Jahrhundert in der Kirche stand ursprünglich in der Basilika der heiligen Sophia in Dvigrad. Dieses Ausstattungsstück schafft eine konkrete historische Verbindung zwischen der Kirche in Kanfanar und dem nahe gelegenen Dvigrad.
Radwege und Bahntrassen-Erbe
Die Štrika-Ferata, ein Fahrrad- und Fußgängerweg, folgt der ehemaligen Bahnnebenstrecke Kanfanar–Rovinj. Entlang der Route liegen drei Brücken, vier Bahnhöfe und 14 Wachhäuser. Die ehemalige Bahnlinie ist damit ein prägender Bezugspunkt dieser Route; ihre Stationen und Bauwerke geben dem Weg einen besonderen historischen Zusammenhang. Für Reisende, die Radfahren mit Eisenbahngeschichte verbinden möchten, ist das ein konkretes Thema für die Planung.
Ein weiterer Weg, Journey to Central Istria, beginnt und endet im Zentrum der Gemeinde Općina Kanfanar. Die beiden Routen lassen sich anhand unterschiedlicher Merkmale einordnen: Bei der Štrika-Ferata stehen die frühere Bahnstrecke und ihre Bauwerke im Mittelpunkt der Beschreibung, bei Journey to Central Istria der Start- und Endpunkt im Gemeindezentrum. Prüfen Sie vor der Fahrt den Routenverlauf und die Bedingungen.
Auch der Radweg Captain Morgan and the Ghost Town liegt im übergeordneten Reiseziel Općina Kanfanar. Er ist 23,8 Kilometer lang, als mittelschwer eingestuft und beginnt und endet in Kanfanar. Die Route führt durch das Limska-Draga-Tal und nach Dvigrad. Wenn Sie diese Tour einplanen, sollten Sie den Verlauf und die Bedingungen vor der Abfahrt prüfen.
Dvigrad und weitere historische Orte
In der Nähe von Kanfanar liegen die erhaltenen Reste von Dvigrad. Zwei Ringe von Stadtmauern, ein Stadttor und drei Wehrtürme umschließen die Anlage. Dvigrad wurde erstmals im Jahr 879 erwähnt. Auf dem zentralen und höchsten Plateau, am Hauptplatz, steht die Kirche der heiligen Sophia. Ihr heutiges Erscheinungsbild stammt wahrscheinlich aus dem 13. Jahrhundert.
Auch die nahe Kirche der heiligen Agatha ist ein bemerkenswertes Bauwerk: Sie ist frühromanisch und besitzt Wandmalereien, die in die zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts datiert werden. Die verschiedenen Jahresangaben beziehen sich auf unterschiedliche historische Aspekte: 879 ist die erste Erwähnung Dvigrads, das 11. Jahrhundert die Datierung der Wandmalereien und das 13. Jahrhundert die wahrscheinliche Datierung des heutigen Erscheinungsbilds der Sophienkirche. In der Nähe von Kanfanar liegt außerdem Kašteljir, eine prähistorische archäologische Stätte unterhalb einer ehemaligen Höhenburgsiedlung.
Ein weiteres Thema: der istrische Ochse
Der Park istarskog vola in Kanfanar ist dem istrischen Ochsen gewidmet. Der Park ist ein thematischer Besucherkomplex mit Multimedia-Elementen, Kinderspielen und Informationstafeln zum istrischen Ochsen. Der Park zeigt außerdem Wachstumsstufen istrischer Rinder in natürlicher Größe. Diese Themen setzen einen anderen Schwerpunkt als die Kirchen und die Bahnrelikte und können für Ihre Reiseplanung eine eigene Rolle spielen.
In der Gemeinde Općina Kanfanar ist Jakovlja ein traditionelles Fest in Kanfanar, das am letzten Juliwochenende stattfindet. Wenn Sie Ihren Aufenthalt darauf abstimmen möchten, prüfen Sie die Termine der jeweiligen Ausgabe.
Weitere Reiseziele entdecken: Putini, Sosici, Dubravci, Barat, Okreti, Marići, Bubani, Ladići.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Općina Kanfanar.