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Schiavon: historische Spuren und Poli-Kulturerbe

Unterkünfte in Schiavon

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Dazu gehören Hinweise auf eine mögliche römische Zenturiation, datierte Bezüge der Ortsgeschichte, eine Villa mit Fresken sowie die Poli Distillery und das Poli Grappa Museum. Die Themen liegen auf verschiedenen Ebenen: Landschaft, Kirche, Baukunst und industrielles Erbe. Diese Bandbreite kann Ihnen helfen, den Ort nach Ihren Reiseinteressen einzuordnen.

Historische Landschaft und Ortsgeschichte

Ein möglicher Zugang ist das heutige Landschaftsbild. Luftaufnahmen und Teile des heutigen Straßennetzes lassen mit hinreichender Wahrscheinlichkeit auf mögliche Spuren einer römischen Zenturiation schließen. Diese Deutung bleibt vorsichtig: Im Blick sind sowohl Luftbilder als auch Abschnitte des gegenwärtigen Straßennetzes. Statt eines einzelnen Bauwerks steht dabei ein mögliches älteres Muster im Ortsbild im Vordergrund. Wer sich für historische Landschaften interessiert, findet so einen anderen Zugang zur Ortsgeschichte als über einzelne Gebäude oder Jahreszahlen.

Auch datierte Bezüge setzen unterschiedliche Akzente. In einem Dokument von 1262 wird eine Burg in Schiavon erwähnt. Die „Rationes Decimarum“ führen die Kirche von Schiavon 1297 und 1303 als Pfarrkirche. Ein weiterer Ortsbezug ist eine Wiese neben der Pfarrkirche Santa Margherita, die im 19. Jahrhundert „Castellare“ genannt wurde. Die zeitliche Folge reicht damit von der Burg-Erwähnung über die beiden kirchlichen Jahresangaben bis zu einem späteren Flurnamen. So lässt sich die Ortsgeschichte anhand verschiedener Arten von Hinweisen einordnen, statt sie auf eine einzelne Jahreszahl zu reduzieren.

Die Bewässerungsgräben ergänzen diese Landschaftsgeschichte um einen konkreten Eingriff: 1556 wurde ihre Anlage für Felder in Schiavon genehmigt; die Gräben wurden als „rogge“ bezeichnet. Hier stehen Zweck und Bezeichnung zusammen. Im Vergleich zur möglichen Zenturiation geht es um einen datierten Beschluss zur Bewässerung, nicht um eine Deutung aus Luftaufnahmen und Straßenmustern. Beide Themen lenken den Blick auf die Gestaltung der Landschaft, jedoch aus unterschiedlichen Zeiten und Perspektiven.

Villa und Poli-Kulturerbe

Ein eigener Kunstbezug ist die Villa Chiericati-Cabianca-Lambert-Showa. Zwei Räume der Villa sind mit Fresken ausgestattet, die Pozzo serrato zugeschrieben werden. Der Villenbezug ergänzt die Landschafts- und Ortsgeschichte damit um ein konkretes Detail zu Ausstattung und Malerei.

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Beim Gebäude der Poli Distillery ist die Laubenstruktur ein wichtiger architektonischer Bezug. Sie gilt als typisch für alte venezianische Landhäuser; das Gebäude wird wegen dieser Struktur als von historischem und landschaftlichem Interesse angesehen. Einen weiteren Kulturerbe-Bezug bietet das Poli Grappa Museum in Schiavon: Es ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route des industriellen Erbes. Die Gebäudecharakteristik und die Einordnung des Museums in diese Route sind zwei unterschiedliche Zugänge zum Poli-Kulturerbe.

Geführte Touren planen

Geführte Touren der Poli Distillery werden montags bis samstags angeboten. Sonntags und an Feiertagen sind sie auf Anfrage möglich. Da sich Zeitpläne ändern können, prüfen Sie den gewünschten Termin vor der Reiseplanung.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vicenza.

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