Foza: Kultur, Geschichte und Tradition
Unterkünfte in Foza
Foza erschließt sich über mehrere kulturhistorische Themen: Das ethnografische Museum verbindet die Geschichte des Wiederaufbaus mit der Erinnerung an die Weidewirtschaft, Pfarrkirche und weitere Kapellen setzen eigene Akzente. Hinzu kommen eine Gedenkstätte, die historischen Quinquennali und die Ponte Valgadena. Diese verschiedenen Bezugspunkte helfen Ihnen, Foza nach seinen religiösen, künstlerischen und historischen Seiten einzuordnen.
Museum und Weidewirtschaft
Das Museo Etnografico della Comunità di Foza befindet sich im ehemaligen Rathaus, das auch als „la casa del santo“ bekannt ist. Das Gebäude steht für den Wiederaufbau von Foza nach den schweren Zerstörungen des Ersten Weltkriegs. Seit August 2013 beherbergt das Museum eine dem Schaf von Foza gewidmete Abteilung. Fotografien, Dokumente, Gegenstände und Erinnerungen vermitteln darin die Weidewirtschaft, die über Jahrhunderte die Wirtschaft von Foza und der gesamten Hochebene getragen hat. Damit stehen die Geschichte des Ortes nach den Kriegszerstörungen und eine Wirtschaftsform, die für die ganze Hochebene bedeutsam war, nebeneinander.
Pfarrkirche und Kunst
Die Pfarrkirche von Foza ist Santa Maria Assunta geweiht und wurde am 12. August 1926 eingeweiht. Ihr romanischer Glockenturm wurde 1927 fertiggestellt und ist 34 Meter hoch. In der Kirche befindet sich außerdem die Pala dell’Assunta, ein Gemälde von Francesco Da Ponte il Vecchio aus dem Jahr 1519. Es ist das einzige Gemälde der Pfarrei, das die Zerstörungen des Ersten Weltkriegs überstanden hat. So begegnen hier zwei deutlich verschiedene Zeitebenen: Das Gemälde stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert, während die Einweihung der Kirche und der Abschluss des Glockenturms in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg fallen.
Kapellen und Aussicht
Die Chiesetta di San Francesco steht auf einem Vorsprung, von dem der Blick über die venezianische Ebene bis zur Lagune von Venedig reicht. Sie wird als älteste Einsiedelei der Hochebene von Asiago und als deren einzige Einsiedelei über mehrere Jahrhunderte beschrieben. Aussicht und historische Einordnung setzen unterschiedliche Akzente: Der Vorsprung öffnet den Blick über die Ebene, während die Bezeichnung als Einsiedelei die religiöse Geschichte der Hochebene hervorhebt. Die Chiesa di S. Antonio in Foza wurde unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet.
Gedenken und religiöse Tradition
Der zur Gedenkstätte Monumento ai Caduti von Foza führende Weg ist mit Tafeln verbunden, die an einheimische Soldaten erinnern. An den Bäumen stehen Namen von Gefallenen des Ersten Weltkriegs; weitere Tafeln mit den Namen der im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten befinden sich an der Außenmauer. Die Anordnung hält die beiden Gruppen und ihre jeweiligen Gedenkorte auseinander.
Die historischen Feste Quinquennali von Foza entstanden 1837 als Dank an die Madonna. Ihr Ursprung ergänzt die religiösen Bauwerke um eine Festtradition mit konkretem devotionalem Anlass. Zusammen mit den Kirchen und der Pala dell’Assunta zeigt sie einen weiteren Aspekt der religiösen Geschichte des Ortes.
Ponte Valgadena
Die 1990 eingeweihte Ponte Valgadena verbindet Foza und Enego über das gleichnamige Tal. An der Brücke sind Bungee-Sprünge aus etwa 175 Metern möglich. Damit ergibt sich neben den kulturhistorischen Themen ein anderer Bezugspunkt für Ihre Reiseüberlegungen: Die Brücke und die genannte Aktivität unterscheiden sich deutlich von Museum, Kirchen und Erinnerungsorten.
Chiesetta di S. Rocco
Die Chiesetta di S. Rocco wurde 1870 errichtet, im Krieg bombardiert und anschließend wieder aufgebaut.
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