Sona entdecken: Kultur, Hügel und Wege
Unterkünfte in Sona
Sona bietet unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: Wege durch die Moränenlandschaft, Kirchen und Bauwerke mit langer Geschichte sowie Museen zu Natur- und Kulturthemen. Die Landschaft ist von Weinbergen, Olivenhainen und Kirschbäumen geprägt. Welche Details Sie besonders interessieren, lässt sich gut an diesen verschiedenen Schwerpunkten ausrichten.
Wege und Landschaft
Das Projekt „Cammina San Giorgio“ umfasst sieben Routen, die für Fußgänger und Radfahrer geeignet sind. Die Broschüre dazu behandelt Wege mit unterschiedlicher Länge und unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Zu den beschriebenen Geländeformen gehören steile Anstiege ebenso wie ruhige unbefestigte Strecken, die häufig zu Panoramablicken führen. Bei der Planung lohnt es sich daher, nicht nur auf die Länge, sondern auch auf Schwierigkeitsgrad und Streckencharakter zu achten. Prüfen Sie die Routendetails vor dem Aufbruch vor Ort; die Bedingungen im Gelände können saisonal variieren.
Ein eigener Landschaftsaspekt ist der Tunnel dell’Amore: Er verläuft zwischen zwei Armen des Flusses Tione durch bewaldete Hänge und weist ein angenehmes Mikroklima auf. Auch die Moränenhügel prägen das Bild der Gegend. Der Landwirtschaftsbetrieb Colle d’Oro sul Lago in Palazzolo di Sona umfasst dort einen Olivenhain, einen kleinen Weinberg, einen Kiwigarten und einen Rosengarten.
Kirchen und Baugeschichte
Die Bauwerke in Sona spiegeln verschiedene Epochen und Formen wider. Die Torre Scaligera stammt aus dem 14. Jahrhundert, steht auf einem 200 Meter hohen Hügel und ist 17 Meter hoch. Früher diente sie als Beobachtungspunkt. Die Pieve di Santa Giustina wird auf etwa das Jahr 1000 datiert. Ihre romanische Bauweise verwendet Mauersteine aus Moränenmaterial, die im Fischgrätenmuster angeordnet sind.
An der Kirche San Giorgio Martire sind Turm und Fassadenkunst zwei markante Details: Der Glockenturm wurde 1788 nach einem Entwurf des Architekten Trezza errichtet und enthält ein Geläut aus dreizehn Glocken. Das 1933 von Orazio Celeghin fertiggestellte Fassadenfresko zeigt den heiligen Georg zu Pferd, wie er einen Drachen mit der Lanze tötet. In der Pfarrkirche San Giacomo e Santa Giustina gehören Gemälde aus dem 17. bis 19. Jahrhundert ebenso zur überlieferten Ausstattung wie ein bewegliches polychromes Holzkruzifix aus dem frühen 16. Jahrhundert.
Auch die Kirchen San Quirico e Giulitta und San Rocco erzählen von örtlicher Geschichte. Die Ursprünge von San Quirico e Giulitta werden ins 15. Jahrhundert zurückgeführt; während der Pest von 1630 nutzten die Dominikaner die Kirche als Lazarett. Ihr Kreuzigungsfresko wird der Schule des Liberale da Verona zugeschrieben. Der Überlieferung zufolge entstand San Rocco 1511 als Dank für die überstandene Pest. Beim Roden der Felder verwendeten die Bewohner demnach geborgene Moränenkiesel. Neben der Kirche liegt ein Findling, der während der letzten Eiszeit dorthin gelangte. San Rocco steht in der Località Fornelli auf einer Wiese unter jahrhundertealten Bäumen. Dort steht auch der Bagolar, auch Pirlar genannt: ein Celtis australis, der als nationales pflanzliches Denkmal der Gegend bezeichnet wird. Sein Umfang beträgt 2,85 Meter, seine Höhe 19 Meter; die Maße können sich leicht verändern.
Museen und ländliches Erbe
Das Museo Paleontologico e dell’Origine del Territorio „Attilio Fedrigo“ zeigt mehrere hundert Fossilien aus Italien und dem Ausland. Es vermittelt einen Überblick über die Entwicklung der Lebensformen, von den ältesten Erdzeitaltern – darunter dem Paläozoikum vor mehr als 500 Millionen Jahren – bis zu einem Zeitraum vor einigen tausend Jahren. Das Museo Storico Baita Monte Baldo setzt andere Schwerpunkte: Es ist nach bäuerlicher Zivilisation und Kriegszeiten gegliedert und umfasst eine Pilzausstellung sowie eine ständige Fotoausstellung. So stehen geologische Zeiträume und Alltags- beziehungsweise Kriegsgeschichte als unterschiedliche Themen nebeneinander.
Zum historischen Baubestand gehören auch Villen und ländliche Höfe. Die Villa Trevisani Calderara wurde im 19. Jahrhundert errichtet und liegt in einem Park mit hundertjährigen Bäumen. La Guglia ist ein runder Turm, der zur selben Zeit wie die Villa entstand und mit einem Blick über das umliegende Gebiet verbunden ist. Die Villa Belvedere steht auf einem Hügel; von dort reicht der 360-Grad-Blick vom Gardasee bis zu den Berici-Hügeln und den Lessinischen Bergen. Die Villa Koelliker, auch Giarola Previtali und Villa Eire genannt, wurde 1892 von Giuseppe Previtali als Sommerhaus in der Località Giarola errichtet, nahe einer alten Kapelle aus dem Jahr 1703.
Der Colombaron ist ein ländlicher Hof aus dem 16. Jahrhundert an den östlichen Hängen von Sona. Seinen Namen verdankt er dem großen Taubenturm. In den Hügeln von San Giorgio finden sich ländliche Höfe zwischen den Anbauflächen; viele waren neben Wohn- und Wirtschaftsgebäuden mit Tauben- oder Wachtürmen ausgestattet. Die Villa Spolverini Schizzi Fiorini Recchi bewahrt den einzigen noch erhaltenen Brolo der vielen, die früher in der Gemeinde existierten.
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