Nassar: Alzaia, Etsch und historische Bauwerke
Unterkünfte in Nassar
Alzaia und Landschaft an der Etsch
Die Route entlang der Etsch beginnt an der Eisenbahnbrücke von Parona und erreicht bei Nassar die Gemeinde San Pietro in Cariano. Sie kann zu Fuß, mit dem Fahrrad oder zu Pferd zurückgelegt werden. Nach dem Eintritt in die Gemeinde erreicht der Sentiero dell’Alzaia den alten Mulino Nassar. Flussroute und historische Mühle bilden so zwei konkrete Orientierungspunkte für einen Aufenthalt in Nassar.
Der Sentiero dell’Alzaia ist grundsätzlich ganzjährig begehbar. Nach Regen kann der sandige Untergrund, bei Hochwasser der Etsch der Weg unpassierbar werden. Berücksichtigen Sie diese Einschränkungen bei Ihrer Planung und prüfen Sie die Verhältnisse, bevor Sie losgehen.
Für das Radfahren gibt es außerdem den größeren regionalen Zusammenhang: Das Radwegenetz in Valpolicella und Valdadige folgt teilweise den Trassen ehemaliger römischer Straßen. Eine Hauptachse verläuft entlang der Via Claudia Augusta Padana. Die Radwege führen durch überwiegend landwirtschaftlich geprägte Landschaften. Im unteren Valpolicella dominiert der Weinbau, während in höheren Lagen Kirschen und Oliven angebaut werden. Dieser Wechsel zwischen Anbauformen gibt der Region eine andere Prägung, je nachdem, welchen Teil Sie betrachten.
Auch Nassar selbst wird im Verlauf der Alzaia als Ort von ökologischem Interesse ausgewiesen. Der Ort war einst zudem Standort eines Hospizes für Reisende. Zusammen mit den alten Gebäuden und ihren architektonischen Elementen gehören damit Landschaft und historische Spuren zu den Themen, die Nassar auszeichnen.
Kirchen, Mühle und historische Bauwerke
Zum Nassar-Abschnitt der Alzaia gehören die Kirche Sant’Antonio Abate und Tafeln mit den Pegelständen, die die Etsch bei den Hochwassern von 1719 und 1882 erreichte. Die Kirche stammt aus dem 15. Jahrhundert und bewahrt neben dem Hochaltar zwei Freskenfragmente. Die Tafeln halten dagegen konkrete historische Wasserstände fest – eine Erinnerung daran, dass der Fluss nicht nur die Landschaft prägt, sondern auch ihre Geschichte.
Ein weiterer historischer Bezugspunkt in der Gemeinde San Pietro in Cariano ist die Pieve di San Floriano. Sie wurde erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 905 erwähnt. Die romanische Kirche enthält umfangreiche Fragmente römischer Bauwerke, die in das Gebäude integriert sind. Das verbindet zwei unterschiedliche Zeitschichten in einem Bauwerk: die römischen Bauteile und die spätere romanische Kirche.
Am Mulino Nassar sind Brücken über Zu- und Ablaufkanäle erhalten, die einst die Mechanik der Mühle antrieben. In Nassar-Settimo liegt die Villa Morando, auch La Colombina genannt, am Ufer der Etsch. Die Villa Mosconi, ebenfalls Villa Mirandola genannt, wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts erbaut. Auf dem zur Villa Mirandola gehörenden Gelände wurde Anfang des 19. Jahrhunderts ein heidnischer Altar gefunden. Er ist mit Putten und Opfergeräten verziert und befindet sich heute in zwei Teilen zu beiden Seiten des Eingangs an der Fassade der angebauten San-Giuseppe-Kapelle.
Auch im Umfeld von San Pietro in Cariano liegen historische Bauwerke mit eigenen Details. Die Villa Serego in Santa Sofia liegt an der alten Straße von Parona nach Pedemonte und wurde im 16. Jahrhundert von Andrea Palladio entworfen. Die an die Villa angebaute Kapelle enthält Fresken vom Beginn des 14. Jahrhunderts. Bauzeit, Entwurf und Fresken geben hier unterschiedliche Anhaltspunkte für die Einordnung des Gebäudes.
Wein als regionaler Bezug
Zum Weinangebot im Valpolicella-Kontext von San Pietro in Cariano gehören Valpolicella, Amarone, Recioto und Ripasso. Zusammen mit dem Weinbau im unteren Valpolicella und dem Anbau von Kirschen und Oliven in höheren Lagen bietet dieser regionale Rahmen eine weitere Perspektive auf Nassar und seine Umgebung – neben dem Flussweg, der Mühle und den historischen Bauwerken.
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