Montorio: Castello, Pieve und Wasserlandschaft
Unterkünfte in Montorio
Montorio erschließt sich über Baugeschichte und Wasserlandschaft. Das Castello di Montorio, die Pieve di Santa Maria Assunta und DAT La Colombara stehen für unterschiedliche historische Themen; der Laghetto Squarà und zwei benannte Wege setzen andere Akzente. Wenn Sie ein Hotel in Montorio suchen, hilft diese Gliederung dabei, die Reise nach Ihren Interessen auszurichten: Möchten Sie vor allem die Geschichte einzelner Bauwerke betrachten, oder interessiert Sie der Bezug zu Quellen und Bächen? Die örtlichen Geschichten reichen vom römischen Ursprung eines Wasserbeckens bis zur Nutzung eines Gebäudes im Zweiten Weltkrieg.
Castello di Montorio: Castrum und Festung
Das mittelalterliche Castrum des Castello di Montorio geht auf das 10. Jahrhundert zurück und steht auf römischen Vorgängeranlagen. 995 schenkte Kaiser Otto III. das Castello dem Erzbischof von Verona. Zwischen 1860 und 1866 wandelten die Österreicher es in eine Festung mit einer großen, geschlossenen Artilleriebatterie mit 35 Kanonen um. An einem Bauwerk begegnen Ihnen damit verschiedene historische Stationen: die römischen Vorgängeranlagen, der mittelalterliche Ursprung, die Schenkung und der spätere Festungsausbau. Die Zeitangaben helfen, diese Stationen auseinanderzuhalten: Das 10. Jahrhundert bezeichnet den Ursprung des Castrum, 995 das Jahr der Schenkung und 1860 bis 1866 die Umwandlung zur Festung.
Kirchliche Geschichte und DAT La Colombara
Die antike Pieve di Santa Maria Assunta ist seit 1069 urkundlich belegt. Historisch war sie die Mutterkirche der Kirchen des Val Squaranto; ihre Zuständigkeit reichte bis zur Etsch bei Mambrotta. Ihre Geschichte betrifft damit nicht nur das einzelne Gotteshaus, sondern auch eine weiter gefasste kirchliche Rolle. Im Unterschied zum Festungsausbau des Castello steht bei der Pieve ihre frühere Stellung im kirchlichen Gefüge im Vordergrund.
DAT La Colombara fügt einen anderen, in der Kriegszeit verankerten Teil der Ortsgeschichte hinzu. Das Gebäude in Montorio wurde während des Zweiten Weltkriegs als Konzentrationslager für jüdische Menschen genutzt. Außerdem diente es zur Inhaftierung politischer Gefangener und von Angehörigen von Männern, die den Militärdienst verweigerten. Diese Nutzungen benennen unterschiedliche Gruppen und gehören zu den historischen Themen, die Montorio neben seiner älteren Bau- und Kirchengeschichte prägen.
Laghetto Squarà und Wege durch die Wasserlandschaft
Der Laghetto Squarà ist ein künstlicher See römischen Ursprungs. Er wurde als Sammelbecken für Quellwasser angelegt, um das Aquädukt in Richtung Verona zu versorgen. Damit gehört die Nutzung des Quellwassers ebenso zu seiner Geschichte wie seine Rolle in der heutigen Landschaftsbeschreibung Montorios.
Der Weg „MyTag Montorio – Le acque“ führt zwischen den Quellen und Bächen von Montorio hindurch. Er umfasst 17 Etappen und beginnt und endet an der Piazza Buccari. Wasserbezüge, Etappenstruktur und der gemeinsame Start- und Endpunkt geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte, um diesen Weg thematisch einzuordnen. Ein weiterer benannter Weg ist der „Grande Anello della Storia“; er eignet sich für Radfahrer, Wanderer und Naturliebhaber.
Für Ihre Reiseplanung stehen damit unterschiedliche Interessen nebeneinander: Castello und Pieve erschließen Bau- und Kirchengeschichte, DAT La Colombara die Nutzungsgeschichte während des Zweiten Weltkriegs und Laghetto Squarà sowie „Le acque“ den Bezug zum Quellwasser. Der „Grande Anello della Storia“ ist eine weitere Option für Radfahrer, Wanderer und Naturliebhaber.
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