Zum Inhalt

Fossò: Kirchenkunst und Ortsgeschichte

Unterkünfte in Fossò

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Fossò lässt sich über unterschiedliche Zeitspuren kennenlernen: eine mittelalterlich datierte Weihe, religiöse Bildwerke aus späteren Jahrhunderten, eine Bronze aus der Antike und eine Route durch den Ort. Diese Themen geben Ihnen einen konkreten Ausgangspunkt für die Reiseplanung.

Kirchenkunst in Fossò

Die Antica Parrocchiale di San Bartolomeo del ‘700 in Fossò wurde am 8. September 1335 geweiht. In ihrem Deckenfresko „La gloria di San Bartolomeo“ steht der heilige Bartholomäus im Mittelpunkt. Jüngere kunstwissenschaftliche Forschung schreibt das Werk Giambattista Canal zu. Diese Zuschreibung ist eine kunsthistorische Einordnung und kann sich durch spätere Forschung ändern.

Eine weitere religiöse Bildwelt begegnet in der Chiesetta della Beata Vergine del Rosario. Dort befinden sich wiederentdeckte Fresken mit Votivdarstellungen. Die beiden Kirchen bieten so unterschiedliche Anknüpfungspunkte: In San Bartolomeo verbinden sich das Patrozinium und ein benanntes Deckenfresko, während in der Chiesetta die Votivbilder den besonderen Akzent setzen.

Auch eine Bronzefigur führt weit in die Vergangenheit zurück. Sie stammt aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. und wurde in Fossò von Diego Mazzetto entdeckt. Er schenkte die Figur der Gemeinde; heute ist sie in einer Vitrine in der Gemeindebibliothek ausgestellt. Entdeckungszeit, Schenkung und heutiger Ausstellungsort erzählen jeweils einen anderen Abschnitt ihrer Geschichte.

Historische Spuren in Sandon

Die Kirche San Giacomo in Sandon hat wahrscheinlich romanische Ursprünge; ihre Existenz ist spätestens im 13. Jahrhundert belegt. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde sie umfassend erweitert und restauriert. Bei dieser Gelegenheit entstand das Deckenfresko mit der Erscheinung Unserer Lieben Frau vom Pilar vor dem Apostel Jakobus. Die wahrscheinlich romanischen Anfänge und die spätere Umgestaltung gehören zu unterschiedlichen Kapiteln der Baugeschichte.

Ein weiteres Bildwerk ist das Hauptaltarbild von Giovanni Battista Pellizzari (1598–1660). Es zeigt die Madonna mit dem Jesuskind vor dem Apostel Jakobus. Im Hintergrund sind die Mauern von Verona und die Etsch dargestellt. Zusammen mit dem Deckenfresko lässt sich hier vergleichen, wie zwei Werke den Apostel Jakobus jeweils in eine andere religiöse Szene einordnen.

Anzeige

In Sandon steht auch die Villa Caffrè. Die Familie Caffrè ließ sie in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbauen; heute befindet sich die Villa in starkem Verfall. Entstehungszeit und gegenwärtiger Zustand sind gleichermaßen Teil ihrer Geschichte. Sie unterscheiden sich deutlich von den Kirchen, deren Fresken und Altarbilder religiöse Themen in den Vordergrund rücken.

Route und erhaltene Bauformen

Die etwa 25 Kilometer lange Route „Tra le Ville della Riviera e la Terra dei Tiepolo“ verläuft entlang von Uferdämmen und führt durch Fossò. Für den Abschnitt in Fossò nennt die Route eine Kirche aus dem 18. Jahrhundert, das Pfarrhaus aus derselben Zeit und die Trifora von Ca’ Pisani. So verbindet die Streckenbeschreibung Landschaft und Bauwerke, ohne die einzelnen Stationen auf ein einziges Jahrhundert zu beschränken.

Die Trifora von Ca’ Pisani gilt als einzig erhaltenes Element des früheren Bischofspalasts von Fossò. Gerade dieser Bezug macht das Fenster zu einem besonderen Teil der Ortsgeschichte: Es verweist auf einen früheren Bau, von dem nur dieses Element erhalten ist. Bei der Wahl eines Hotels in Fossò können Sie daher abwägen, ob Sie den Schwerpunkt eher auf die sakralen Kunstwerke, die historische Architektur oder die Route entlang der Uferdämme legen möchten.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele entdecken

Weitere Reiseziele entdecken: Jesolo, Musile Di Piave, Salzano, Spinea, Noale, Meolo, Burano, Cavallino.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Venedig.