Cappella: Mühle, Kirche und Radroute
Unterkünfte in Cappella
Mulino Cosma am Dese, die heutige Pfarrkirche San Giovanni Battista und die Radroute RV 14 stehen für unterschiedliche Facetten Cappellas. Ergänzt wird dieses Bild durch die Festa del Pomodoro in Cappella di Scorzè, deren Ausgabe von 2019 Landwirtschaft und lokale Küche verband. So können Sie zwischen Mühlengeschichte, kirchlicher Baugeschichte, Streckenverlauf und einem zeitlich eingeordneten Festprogramm unterscheiden.
Radroute und Wege am Dese
Die Route RV 14 – Da Venezia alla Pedemontana verbindet Venedig und Asolo über 79 Kilometer. Bei Kilometer 27,5 erreicht sie den Fluss Dese am Mulino Cosma in Cappella di Scorzè. Vom Mulino Cosma beginnt außerdem ein von der Verwaltung von Scorzè angelegter Rad- und Gehweg. Er folgt dem Dese über etwa fünf Kilometer bis zum privaten Mulino Todori in der gleichnamigen Oase.
Die Strecken unterscheiden sich deutlich in Länge und Ziel: Die RV 14 ist die Verbindung zwischen Venedig und Asolo; der etwa fünf Kilometer lange Weg folgt dem Fluss bis zum Mulino Todori. Für Ihre Reiseplanung lässt sich so eine längere Radroute einem kürzeren Wegabschnitt am Dese gegenüberstellen. Beide Beschreibungen verknüpfen einen Mühlenstandort mit dem Streckenverlauf, setzen aber unterschiedliche Maßstäbe.
Die Geschichte des Mulino Cosma
Mulino Cosma stammt wahrscheinlich aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die Mühle war die vierte, die entlang des Dese im Gemeindegebiet von Scorzè errichtet wurde. Bis 1960 wurde sie mit Wasserkraft betrieben; ab 1961 arbeitete sie elektrisch und blieb bis 1995 in Betrieb.
Diese Abfolge verbindet zwei historische Perspektiven: die Reihe der Mühlen am Dese und den Wechsel der Antriebsart beim Mulino Cosma. Die Datierung in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts bleibt eine wahrscheinliche Einordnung. Für einen Aufenthalt mit Interesse an regionaler Geschichte bietet die Mühle damit sowohl einen Bezug zur Entwicklung am Fluss als auch eine klar nachvollziehbare Betriebsgeschichte bis 1995.
San Giovanni Battista und die Festa del Pomodoro
Die heutige Pfarrkirche San Giovanni Battista in Cappella wurde ab 1909 nach einem Entwurf von Antonio Beni errichtet. 1925 weihte Bischof seligen Andrea Giacinto Longhin die Kirche. Baubeginn und Weihe markieren unterschiedliche Stationen ihrer Geschichte; der Entwurf verbindet beide mit dem Namen Antonio Beni. So steht die Baugeschichte der Pfarrkirche neben der älteren Geschichte des Mulino Cosma als ein eigener kulturhistorischer Schwerpunkt.
Die Festa del Pomodoro in Cappella di Scorzè erreichte 2019 ihre 40. Ausgabe. Bei der damals veranstalteten Festa gab es eine Parade historischer und moderner landwirtschaftlicher Maschinen. Zum Auftakt zeigte eine Ausstellung verschiedene lokal erzeugte Tomatensorten. Am gastronomischen Stand wurde Pomodoro ripieno gratinato als besondere Spezialität angeboten; die Teigzubereitung galt als lokale Besonderheit. Die Ausgabe von 2019 verband damit Landwirtschaft, Tomatenvielfalt und regionale Küche in einem konkreten Festprogramm.
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