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Valle di Cadore – Wege und historische Spuren

Unterkünfte in Valle Di Cadore

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Valle di Cadore liegt auf dem grünen Talboden am Fuß des Monte Antelao. Für Ihre Reiseplanung stehen Wege durch die Landschaft neben einer vielschichtigen Bau- und Fundgeschichte.

Wege und Ausblicke rund um Valle di Cadore

Der Radweg Lunga Via delle Dolomiti führt durch Valle di Cadore. Er ist asphaltiert und vollständig für den motorisierten Verkehr gesperrt; die Steigungen sind gleichmäßig und gut zu bewältigen. Die Strecke kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad genutzt werden. Damit bietet sie eine andere Art, die Landschaft zu erleben, als der Weg hinauf zum Rifugio Costapiana.

Von Valle di Cadore folgt man der asphaltierten Straße zum Rifugio Costapiana, die in den oberen Teil des Ortes hinaufführt. An einer markierten Kurve mit einer Quelle und der Hüttentafel lässt sich der Weg zu Fuß in etwa zwei Stunden oder mit dem Auto fortsetzen. Da sich die Straßenverhältnisse saisonal ändern können, prüfen Sie die Bedingungen vor der Fahrt. Vom Rifugio Costapiana aus ist S. Dionisio zu Fuß in etwa eineinhalb Stunden erreichbar.

Vom Rifugio Costapiana reicht der Blick zum Monte Antelao und über das obere Valle del Boite. S. Dionisio ist ein fast 2.000 Meter hoher Hügel mit einem Rundumblick von 360 Grad. Beim Rifugio steht außerdem die gleichnamige Kapelle. Sie wurde 1508 erbaut und geweiht, um Menschen Schutz zu geben, die vor der Schlacht von Rusecco flohen und in die Hochgebirge flüchteten.

Historische Bauwerke und Fundorte

Costa ist ein historisches Dorf, in dem Häuser mit unverwechselbaren venezianischen Merkmalen neben traditionellen Berghäusern des Cadore und Gebäuden aus den ersten Jahrhunderten nach Christus stehen. Durch Costa führt die historische Via Romana. Entlang des Weges prägen Gewölbe, Balkone, Wappen und kunstvoll gestaltete Ecken die Gebäude. Wer sich für Architektur interessiert, findet hier unterschiedliche Bauformen nebeneinander, statt eines einheitlichen Ortsbildes.

Die Kirche San Martino aus dem 18. Jahrhundert steht auf den Ruinen einer Burg römischen Ursprungs. Ihr Standort auf einem Felsvorsprung über dem Valle del Boite verbindet das Bauwerk mit einer markanten Landschaftslage. Im Inneren befinden sich Gemälde von Antonio Lazzarini und ein Altarbild von Francesco da Milano. Die Kirche ist derzeit aus Sicherheitsgründen geschlossen.

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Archäologische und votive Funde römischen und vorrömischen Ursprungs verweisen auf eine Geschichte Valle di Cadore, die bis ins 1. und 2. Jahrhundert nach Christus zurückreicht. Archäologische Funde aus Valle di Cadore lassen außerdem auf eine frühmittelalterliche Nekropole aus dem späten 6. bis frühen 7. Jahrhundert schließen. Die verschiedenen Zeitangaben stehen für unterschiedliche Spuren der Vergangenheit.

Bei Rusecco wurden 1910 drei bronzene Situlen gefunden. Eine davon trug eine venetische Inschrift mit einer Widmung an Loudera, eine Gottheit, die der römischen Libera gleichgesetzt wurde und mit den Zyklen von Tod und Wiedergeburt der Natur verbunden ist. In Fies, im höher gelegenen Teil des Ortes, fand man eine Steinplatte mit lateinischer Inschrift aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. Sie bezeugt, dass Lucius Saufeius einer Vereinigung oder Körperschaft eine Schola – einen Versammlungs- und Zeremonialraum – sowie ein Solarium, eine Terrasse, schenkte.

Auch in Stean und Villa wurden römische Spuren entdeckt: Vier Gebäude aus dieser Zeit werden wahrscheinlich als Villen gedeutet und ins 1. bis 2. Jahrhundert nach Christus datiert. Für zwei Gebäude in Villa sind Räume mit floral dekoriertem Putz und Mosaikböden beschrieben. Einer dieser Räume maß 15 × 11 Meter, ein anderer 9 × 9 Meter. Die dekorierten Räume gehören dabei zu den Gebäuden in Villa.

Weitere Reiseziele entdecken: Trichiana, Mareson-Pecol, Quero, Nevegal, Forno Di Zoldo, San Nicolò Di Comelico, Ornella, Colderù.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Belluno.

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