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Cencenighe Agordino: Steinmetztradition und lokale Bräuche

Unterkünfte in Cencenighe Agordino

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Cencenighe Agordino hat mehrere klar unterscheidbare Themen für einen Aufenthalt: eine jahrhundertealte Steinmetztradition, örtliche Bräuche mit festen Terminen, eine datierte Kirchengeschichte sowie Radwege und ein Klettergebiet. So lässt sich die Reise nach Kultur, Brauchtum oder sportlichem Interesse ausrichten.

Steinmetztradition und Wege am Monte Pelsa

Die Steinmetztradition von Cencenighe Agordino brachte Brunnen und Gefäße ebenso hervor wie Stufen, Pflasterungen und Türschwellen. Die Beispiele reichen damit von einzelnen Gegenständen bis zu Elementen des gebauten Umfelds. Das Museo degli Scalpellini stellt repräsentative Arbeiten dieser jahrhundertealten Tradition vor. Informationstafeln erläutern eine kurze Chronologie des Handwerks und seine Besonderheiten.

Das kleine Freiluftmuseum liegt im Zentrum des Ortsteils Cencenighe Agordino, wenige Schritte vom Rathaus und dem Mehrzwecksaal „Nof Filò“ entfernt. Seine Lage und die Ausstellung setzen einen örtlichen Schwerpunkt, während ein weiterer Weg am Monte Pelsa durch Waldlichtungen führt. Die unterschiedlichen Themen lassen sich so auseinanderhalten: hier die Steinmetzarbeit, dort ein Rundweg mit beschrifteten Lichtungen.

Der Rundweg El troi de le iàl entstand 1992: Die Gruppe Amici della Montagna di Cencenighe Agordino restaurierte die Verbindungswege zwischen den verschiedenen Waldlichtungen am Monte Pelsa und schuf die ausgeschilderte Route. Die Lichtungen sind beschriftet. Wer kulturelle Orte und einen Weg durch die Waldlichtungen in die Reiseplanung einbeziehen möchte, findet damit zwei verschiedenartige Anknüpfungspunkte.

Bräuche zu festen Terminen

Die örtlichen Bräuche unterscheiden sich sowohl nach Jahreszeit als auch nach ihrer Form. Am Vorabend des Dreikönigsfestes, dem 5. Januar, werden in den Dörfern die pavarùi entzündet. Diese Feuer sollen eine gute Ernte begünstigen. Nach den Feuern gehört traditionell gnoch co la puìna zum Abendessen: Gnocchi mit geräucherter Ricotta. Feuer und anschließendes Gericht bilden dabei eine zusammengehörige Abfolge.

Am 15. August tragen die männlichen Coscritti nach dem Gottesdienst die Madonnenstatue abwechselnd in einer Prozession entlang der Via Villagrande. Die Prozession wird auch im Oktober wiederholt. Ein anderer Brauch prägt den Vorabend von San Martino: Am 10. November gehen Kinder am späten Nachmittag von Haus zu Haus, singen Reime und erhalten Walnüsse, Haselnüsse, Kastanien, Süßigkeiten und Kekse. Für die Reiseplanung ist der jeweilige Termin ein konkreter Anhaltspunkt, wenn Sie sich für einen bestimmten Brauch interessieren.

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Kirchengeschichte und Ausstattung

Die Chiesa di Sant'Antonio Abate geht auf das Jahr 1250 zurück und wurde 1723 wiederaufgebaut. Sie bewahrt außerdem einen geschnitzten Holzaltar aus dem Jahr 1753. Die drei Jahreszahlen stehen für unterschiedliche Teile ihrer Geschichte: den Ursprung der Kirche, ihren Wiederaufbau und die Datierung des Altars. So lassen sich Baugeschichte und erhaltene Ausstattung getrennt betrachten, ohne die Entstehung des Altars mit dem Wiederaufbau gleichzusetzen.

Radwege und Klettergebiet

Auch für Radinteressierte sind zwei Routen mit unterschiedlichen Ortsbezügen benannt. Die E-MTB-Tour „La Valle di Gares e F.lla S.Tomaso E-mtb“ führt durch das Ortszentrum von Cencenighe Agordino und anschließend weiter nach Canale d’Agordo. Der Falcade Bike Trail erreicht Cencenighe Agordino über die alte Straße, die von Avoscan bergab führt. Die eine Streckenführung verläuft also durch die Ortsmitte und setzt sich in Richtung Canale d’Agordo fort; die andere führt über die Straße von Avoscan in den Ort.

Als weiterer konkreter Bezugspunkt liegt die Kletteranlage „Falesia dei Mesaroz“ im Ortsteil Cros de Not. Zusammen mit den beiden Radwegen ergibt sich ein klares Bild der sportlichen Themen, die neben Steinmetzhandwerk, Kirchen und Bräuchen zu Cencenighe Agordino gehören.

Weitere Reiseziele entdecken: San Gregorio Nelle Alpi, San Vito Di Cadore, Trichiana, Lamon, Canai, Cortina D'ampezzo, Farra D'alpago, Santo Stefano Di Cadore.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Belluno.

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