Giove: Mittelalterlicher Borgo und Kulturerbe
Unterkünfte in Giove
Giove liegt an der Grenze zwischen Umbrien und Latium, oberhalb des Tibertals, und überblickt das Tal. Das historische Zentrum folgt einem mittelalterlichen Grundriss: Enge Gassen verlaufen innerhalb der von mittelalterlichen Mauern begrenzten Anlage; Bögen, Treppen und Strebepfeiler prägen den Ortskern. Für die Wahl Gioves als Aufenthaltsziel ergeben sich damit unterschiedliche Schwerpunkte: Kulturgeschichte in Burg und Kirchen sowie Wanderungen im Gebiet des Ortes.
Der mittelalterliche Borgo und das Castello di Giove
Am Eingangstor des mittelalterlichen Borgo befindet sich das Monogramm IHS des heiligen Bernardino. Das Castello di Giove hat 365 Fenster, eines für jeden Tag des Jahres. Die spiralförmige Rampe des Schlosses führte früher Kutschen zur Loggia des Palastes. Diese Details geben dem Bauwerk eine besondere architektonische Geschichte: Neben den Fenstern, die mit dem Kalender verbunden sind, steht die Rampe für eine frühere Nutzung der Räume.
Die Säle im dritten Stock des Castello di Giove sind mit mythologischen Fresken geschmückt. Sie werden Domenico Zampieri (genannt il Domenichino; 1581–1641), Paolo Caliari (genannt il Veronese; 1528–1588) und Orazio Alfani (1510–1583) zugeschrieben. Besuche des Castello di Giove finden ausschließlich geführt und gelegentlich zu festgelegten Terminen statt; eine vorherige Reservierung ist erforderlich. Da sich die aktuellen Modalitäten ändern können, prüfen Sie diese vor Ihrer Planung.
Kirchenkunst zwischen Mittelalter und Neuzeit
Die Chiesa di Santa Maria Assunta liegt innerhalb der Stadtmauern und wurde 1740 erbaut; zwei Glockentürme überragen ihre Fassade. In der Kirche befindet sich ein Gemälde der Madonna Assunta. Die Zuordnung fällt unterschiedlich aus: Manche schreiben es Niccolò Alunno zu, andere der Schule Alunnos. Die Zuschreibung bleibt damit offen zwischen dem Künstler und seiner Schule.
Die Cappella di San Rocco steht an der Via Amerina, die von Giove nach Amelia führt. Sie wurde etwa im 16. Jahrhundert als Votivgabe an den Heiligen errichtet, der gegen die Pest angerufen wurde. Zusammen betrachtet verweisen die Bauwerke auf unterschiedliche Zeiten: auf die mittelalterliche Befestigung, die Kapelle aus etwa dem 16. Jahrhundert und die Kirche von 1740.
Termine und Traditionen
Die historische Darstellung „Offerta del Cero Votivo al Santo Patrono“ findet jedes Jahr am 24. Juni und am letzten Juliwochenende in Giove statt. Das konkrete Programm kann variieren; prüfen Sie vor einer Reise zu diesem Anlass die jeweiligen Termine und Programmdetails. Der Corteo dei Nobili e del Popolo beginnt am Tor des Antico Borgo und führt zur Pfarrkirche.
Wandern und Anreise planen
Der Cammino di San Valentino ist etwa 8 Kilometer lang und führt vom historischen Zentrum Gioves zu einem antiken römischen Hafen am Tiber. Im Gebiet von Giove gibt es außerdem eine große Auswahl an Wanderungen unterschiedlicher Schwierigkeit und Dauer durch Wälder, Wiesen und Hügellandschaften. Vor einer konkreten Wanderung sollten Sie die aktuellen Wegbedingungen prüfen.
Die Bahnhöfe Attigliano und Orte liegen 5 Kilometer beziehungsweise 20 Kilometer von Giove entfernt. Prüfen Sie aktuelle Zugverbindungen gesondert.
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