Baschi: Mittelalter, Kunst und Archäologie
Unterkünfte in Baschi
Baschi bewahrt bis heute seinen mittelalterlichen Grundriss. Zur Ortsgeschichte kommen archäologische Zeugnisse, Kirchenkunst und Wanderrouten hinzu.
Archäologie in Baschi: Antiquarium und Scoppieto
Im Archäologischen Museum Antiquarium von Baschi reicht die Sammlung zeitlich von der protostorischen Zeit im 13. Jahrhundert v. Chr. bis zum frühen Mittelalter im 6. Jahrhundert n. Chr. Der Rundgang nutzt illustrierte Tafeln, geografische Karten sowie Modelle eines Brennofens und von Transportschiffen. Diese Elemente erläutern die Verarbeitung von Ton und dessen Transport und ergänzen so die zeitliche Einordnung der Funde um Einblicke in Herstellung und Beförderung.
Für geführte Besichtigungen des Antiquariums ist eine verbindliche Reservierung mindestens sieben Tage im Voraus erforderlich. Das gilt sowohl für italienischsprachige als auch für fremdsprachige Führungen. Wenn Sie eine Führung einplanen, berücksichtigen Sie den nötigen Vorlauf und prüfen Sie die aktuellen Besucherinformationen vor Ihrer Reise.
Das archäologische Areal von Scoppieto liegt in der Gemeinde Baschi auf einem Plateau über dem Tibertal. Bei Ausgrabungen dort wurden die Überreste eines Heiligtums aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. freigelegt; die Ausgrabungen führt die Universität Perugia seit 1995 durch. Das Areal liegt am Eingang zu einem archäologischen Naturlehrpfad im Flusspark des Tibers. Zur Landschaft gehören außerdem reiche Ton- und Wasserressourcen sowie fruchtbare Böden. Damit stehen am Ort archäologische Zeugnisse und die natürlichen Ressourcen des Tibertals nebeneinander.
Mittelalterlicher Ortskern und Kunst
Im historischen Zentrum ist der mittelalterliche Grundriss bis heute erhalten. La Guardiola, auch La Portella genannt, ist einer der beiden Eingänge zur Burg und stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert. Der Arco di Diomede wiederum ist ein charakteristischer Eingang zu einem mittelalterlichen Innenhof. Die Namen verweisen auf unterschiedliche bauliche Formen: einen Burgeingang und den Zugang zu einem Innenhof.
La Marroca zeigt eine andere Seite der örtlichen Kunstgeschichte. Das in Sandstein gemeißelte Renaissance-Maskaron wird im Antiquarium von Baschi aufbewahrt und ist an der Fassade des Rathauses sichtbar. Seine Beschreibung umfasst damit sowohl das Material und die Form als auch die genannten Orte, an denen es aufbewahrt wird beziehungsweise zu sehen ist.
Auch die Geschichte der Kirche San Nicolò reicht über mehrere Jahrhunderte. Der erste Kirchenbau stammt aus dem 12. Jahrhundert; 1576 wurde die Kirche vom Architekten Scalza wiederaufgebaut. Innen wie außen ist sie vom toskanischen Stil geprägt. In der Kapelle des Allerheiligsten befindet sich außerdem ein kostbares Triptychon von Giovanni di Paolo aus Siena aus dem Jahr 1440. Es zeigt die Madonna, den heiligen Nikolaus und einen weiteren Heiligen.
Zwei Wanderrouten im Vergleich
Für die Routenwahl stehen unterschiedliche Startpunkte und angegebene Zeit- und Streckenwerte zur Verfügung. Die Route Baschi–Civitella del Lago beginnt beim Verlassen von Baschi in der Nähe des Friedhofs. Sie ist 11,8 Kilometer lang und mit vier Stunden und 30 Minuten angegeben. Die Rundroute Baschi–Diga di Corbara startet im Zentrum von Baschi, umfasst 10,6 Kilometer und ist mit drei Stunden und 30 Minuten veranschlagt. Nach diesen Angaben ist die Rundroute 1,2 Kilometer kürzer und eine Stunde knapper kalkuliert. Bei der Route Baschi–Civitella del Lago kann die tatsächliche Dauer je nach Gehbedingungen abweichen. Prüfen Sie die aktuellen Routeninformationen, bevor Sie Ihre Wanderung planen.
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