Uppello: Hotels zwischen Talblick und Kulturerbe
Unterkünfte in Uppello
Uppello lässt sich über seine erhöhte Lage und eine vielschichtige Kirchen- und Klostergeschichte kennenlernen. Wenn Sie ein Reiseziel für Ihren Hotelaufenthalt auswählen, bieten die Landschaft, die historischen Orte und ihre unterschiedlichen Geschichten konkrete Anhaltspunkte. Sie können den Blick über das Valle Umbra ebenso in den Mittelpunkt stellen wie die Kunstwerke in nahe gelegenen Kirchen oder die Geschichte der Abtei Sassovivo.
Lage und Landschaft
Uppello liegt auf einer Anhöhe und überblickt das gesamte Valle Umbra. Zugleich befindet sich der Ort am Zusammentreffen des Valle del Menotre und des Valle di Sassovivo. Die Lage zeigt sich damit sowohl im weiten Blick über ein Tal als auch in der Beziehung zu zwei weiteren benannten Tälern.
Ein konkreter Naturpunkt ist die Fonte di Sassovivo. Die oligomineralische Quelle tritt im Inneren der Grotta dell’Orso auf etwa 600 Metern Höhe aus dem blanken Fels. Bei der Auffahrt im Umfeld von Uppello trifft man auf die Quelle. So unterscheiden sich die Landschaftsperspektive vom Ort und das Naturdetail in der Grotta: Das eine prägt den Blick über das Valle Umbra, das andere ist eine Quelle an einem ungefähr angegebenen Höhenstand.
Kirchen, Kunst und Ortsgeschichte
Die Geschichte der ursprünglichen Pfarrkirche führt in die Zeit vor 1860 zurück. Wegen Einsturzgefahr wurde sie vor diesem Jahr aufgegeben. Ab 1860 fanden die Gottesdienste vorläufig in einer kleinen Kapelle im Castello di Uppello statt. Diese war den heiligen Aposteln Petrus und Paulus geweiht; das Castello gehörte der Familie der Grafen Orfini. Die zeitliche Abfolge verbindet die Aufgabe der Pfarrkirche mit einem konkreten Ort für den vorläufigen Gottesdienst.
In der nahe gelegenen Chiesa di San Bartolomeo di Marano treffen mehrere Aspekte der Kunst- und Kirchengeschichte zusammen. Die Familie Trinci gründete die Kirche Anfang des 15. Jahrhunderts. Dort befindet sich das Gemälde Martirio di San Bartolomeo: Niccolò di Liberatore begann das Werk, und nach seinem Tod vollendete sein Sohn Lattanzio es. In der Kirche befindet sich außerdem eine maßstabsgetreue Reproduktion des Heiligen Grabes von Jerusalem aus dem 17. Jahrhundert. Gründungsgeschichte, Malerei und die Reproduktion setzen jeweils einen eigenen historischen Bezugspunkt.
Auch die Chiesa di San Venanzo hat einen Bezug zur Burg von Uppello: Ursprünglich stand sie außerhalb der Burgmauern. Sie besitzt ein steinernes Taufbecken mit hölzernen Türflügeln. Die Lage außerhalb der Mauern und die genannten Ausstattungsdetails eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Kirche – ihre ursprüngliche Position und ihre konkrete Ausstattung.
Abtei Sassovivo und Spazierwege
Zum nahe gelegenen Komplex der Abbazia di Santa Croce di Sassovivo gehören eine Kirche, ein romanischer Kreuzgang und die Loggia del Paradiso. Der obere Kreuzgang ist ein seltenes Beispiel romanischer Architektur und Bildhauerkunst aus dem Jahr 1229. Die Abtei zählt zugleich zu den ältesten Zeugnissen benediktinischer Präsenz im Valle Spoletina. So stehen ein konkretes Baudatum und die umfassendere Geschichte benediktinischer Präsenz in der Region nebeneinander.
Die Abtei liegt in einem geschützten Park. Rund um sie erstreckt sich eine alte, sieben Hektar große Steineichenwaldung, die den Rahmen für die Passeggiata dell’Abate mit ihren Spazierwegen bildet. Architekturgeschichte und Waldlandschaft beschreiben hier verschiedene Seiten des nahe gelegenen Komplexes: der Kreuzgang und die Loggia die Baukunst, die Waldung und die Spazierwege den landschaftlichen Zusammenhang.
Historische Wege und erhaltene Spuren
Die frühmittelalterliche Via Plestina verlief durch Uppello und verband Foligno über einen Abzweig der Via Flaminia mit Plestia. Davon zu unterscheiden ist die historische Einordnung des Ortes: Uppello spielte wahrscheinlich eine bedeutende Rolle bei Ereignissen, die mit den Ursprüngen der Familie Trinci und der Geschichte von Foligno verbunden sind. Während die Via Plestina einen konkreten Verlauf und Verbindungen zwischen Orten beschreibt, bleibt die Rolle Uppellos ausdrücklich als wahrscheinlich gekennzeichnet.
Vom Castello di Uppello sind in Uppello nur noch spärliche Spuren erhalten. Das ist eine hilfreiche Erwartung für die Einordnung seiner Geschichte: Das Castello ist mit der Überlieferung zum vorläufigen Gottesdienstort verbunden, während vor Ort nur wenige Spuren der Burg erhalten sind. Zusammen mit der Chiesa di San Venanzo und der Pfarrkirchengeschichte ergibt sich ein Bild, in dem die historischen Bezüge sowohl an einzelnen Bauwerken als auch an überlieferten Zusammenhängen festzumachen sind.
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