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Pilonico Materno: Villen, Kirche und Gedenktafel

Unterkünfte in Pilonico Materno

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Pilonico Materno stehen mehrere kulturgeschichtliche Themen nebeneinander: die Villen Montefreddo und Poggiolo, die Pfarrkirche Santa Maria Assunta und die Gedenktafel „Lapide ai Caduti di Pilonico Materno“. Ein Radweg führt auf seinem abschließenden Abschnitt durch den Ort. Die Bezüge reichen von einem testamentarisch vorgesehenen Pilgerhospiz aus dem Jahr 1389 bis zum Schutz wertvoller Kunstwerke im Zweiten Weltkrieg. So treffen Baugeschichte, Erinnerung und Radfahren als unterschiedliche Seiten eines Aufenthalts aufeinander.

Villen mit unterschiedlichen historischen Bezügen

Villa Montefreddo wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts von Graf Angelo degli Oddi als Landsitz erbaut. Zur Geschichte des Hauses gehört auch seine Nutzung während des Zweiten Weltkriegs: Wertvolle Kunstwerke wurden dort heimlich aufbewahrt, um sie vor Beschädigung oder Verlust zu schützen. Damit treffen die Entstehung als ländliche Residenz und die spätere Schutzfunktion für Kunst aufeinander; die Villa steht sowohl für Baugeschichte als auch für eine besondere Episode der Kriegszeit.

Villa Poggiolo stammt dagegen aus dem späten 19. Jahrhundert und war eine ländliche Residenz des örtlichen Kleinadels. Zwischen den beiden Entstehungszeiten liegen mehr als zwei Jahrhunderte: Montefreddo wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut, Poggiolo stammt aus dem späten 19. Jahrhundert. Auch ihre sozialen Bezüge unterscheiden sich: Graf Angelo degli Oddi ließ Montefreddo als Landsitz errichten; Poggiolo war eine Residenz des örtlichen Kleinadels. Zusammen zeigen die beiden Villen unterschiedliche Epochen und Bezüge innerhalb der ländlichen Residenzgeschichte.

Kirche und Gedenktafel

Die Pfarrkirche Santa Maria Assunta ist seit dem 14. Jahrhundert urkundlich belegt. Damit reicht ein kirchlicher Bezug in eine frühere Zeit als die beiden Villen, deren Entstehung im 17. und späten 19. Jahrhundert liegt. Die Gedenktafel „Lapide ai Caduti di Pilonico Materno“ zeigt ein bronzenes Flachrelief: Ein Adler hält mit seinen Krallen einen Lorbeerkranz und ein Kreuz; darüber befindet sich ein Stern. Vier bronzene Rosettenstifte befestigen die Tafel an der Außenwand des Kirchturms. So lassen sich Bildmotiv und Befestigung unterscheiden. Ein Flachrelief ist plastisch aus einer Fläche herausgearbeitet und bleibt mit ihr verbunden; hier bildet es einen Teil der Gedenktafel statt einer freistehenden Figur.

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Ein Pilgerhospiz im Testament von 1389

Ein weiterer früher Bezug liegt im Jahr 1389: In Pilonico Materno wurde testamentarisch die Einrichtung eines Pilgerhospizes mit dem Namen „Hospedale de Santa Maria de Monte Morcino“ vorgesehen. Diese Angabe lenkt den Blick von Kirchen- und Villenarchitektur auf eine geplante Einrichtung für Pilger. Im zeitlichen Überblick steht das Hospizvorhaben im Mittelalter, während die beiden Villen aus der frühen Neuzeit und dem späten 19. Jahrhundert stammen.

Radfahren als weiterer Reisebezug

Der Radweg „Itinerario 3 - Pila e Montepetriolo“ führt auf seinem abschließenden Abschnitt durch Pilonico Materno. Für die Reiseplanung ist dieser Abschnittsbezug entscheidend: Der Ort liegt im Verlauf des Endstücks der Route. Das Radfahren ergänzt die kulturgeschichtlichen Themen damit um eine eigene Aktivität. Wenn Sie sich für ländliche Residenzen interessieren, stehen zwei unterschiedliche Epochen gegenüber; wenn Radfahren im Mittelpunkt steht, führt der abschließende Abschnitt des Itinerario 3 durch Pilonico Materno.

Weitere Reiseziele entdecken: Promano, Pierantonio, Scritto, Selci Lama, Lenano, Ranciano, Gualdo Tadino, Panicale.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Perugia.

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