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Monteleone di Spoleto: Geschichte, Wege und Landschaft

Unterkünfte in Monteleone Di Spoleto

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Monteleone di Spoleto zeigt seine Geschichte in einem mittelalterlichen Gassengefüge, Befestigungsanlagen und Kirchen aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Auch die Landschaft und die Ziele zweier Wanderrouten geben der Reise verschiedene Akzente: von Wäldern und Weiden bis zu prärömischen Mauern und Gräbern.

Landschaft und Ortsbild

Monteleone di Spoleto liegt im Gebiet des Parco Naturale del Coscerno–Aspra. Zur Landschaft gehören Buchen- und Flaumeichenwälder, Täler, Weiden und bewirtschaftete Felder.

Der Parco della Croce ist ein gut zugänglicher Stadtpark. Zu seinem Baumbestand zählen Flaumeichen, Schwarzkiefern, Tannen und Libanonzedern. Prüfen Sie die örtlichen Bedingungen vor einem Besuch.

Gassen, Befestigung und Kirchen

Durch den Eingang des Torre dell’Orologio gelangt man in den ältesten Teil von Monteleone di Spoleto. Er entwickelte sich als Labyrinth aus Gassen in einem typischen mittelalterlichen Stadtgrundriss rund um das inzwischen verschwundene Kastell der Tiberti. Wer sich für die Struktur historischer Ortskerne interessiert, findet hier ein konkretes Beispiel dafür, wie die Gassen mit der früheren Bebauung verbunden waren.

Zu den Befestigungsanlagen des 15. Jahrhunderts gehört das Baluardo dell’Annunziata. Beltramo di Martino entwarf es zur Verteidigung der Grenze zum Königreich Neapel und des Weges nach Cascia. Seine Bauweise nutzte innovative Techniken gegen Feuerwaffen. Damit lässt sich die Anlage nicht nur als Teil der Ortsbefestigung einordnen, sondern auch über ihren damaligen Verteidigungszweck verstehen.

Auch die Sakralbauten erzählen von verschiedenen Epochen. Die Kirche San Francesco wurde im 14. Jahrhundert über einem älteren benediktinischen Oratorium aus dem 12. Jahrhundert errichtet. Die Ursprünge des Ex Convento e Chiesa di Santa Caterina reichen bis 1310 zurück. Damals schlossen sich zehn Augustinernonnen zusammen, um der Regel der Chiara di Norcia zu folgen und deren Orden zu verbreiten.

Biga und Kunst im Ort

Im ehemaligen Franziskanerkloster zeigt das Museo della Biga eine lebensgroße Kopie eines griechisch-italischen Prunkwagens aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. Das antike Original wurde 1902 im Gebiet Colle del Capitano entdeckt und befindet sich seit 1903 im Metropolitan Museum of Art in New York. Die im Museum ausgestellte Kopie fertigte 1985 die Schule des Meisters Manzù an. So stehen die Fundgeschichte des Wagens und seine maßstabgetreue Präsentation in Monteleone di Spoleto nebeneinander, ohne dass das Original selbst vor Ort ist.

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Am Corso Vittorio Emanuele II ist die 2026 als permanent geführte Ausstellung „L’Arte del Ferro“ des Künstlers Diego Venanzi zu sehen. Die Ausstellungsdetails können sich ändern.

Wanderwege mit unterschiedlichen Zielen

Die Route Il Castelliere führt von der Kirche Sant’Erasmo im Ortsteil Trivio zur prärömischen Festung bei Selva Grossa, wo Reste ihrer Mauern zu sehen sind. Die lichtarme Gegend eignet sich besonders zur Sternbeobachtung. Hier stehen somit die Festungsreste und der Blick auf den Nachthimmel im Mittelpunkt der beschriebenen Route.

Die Via del Capitano beginnt in Monteleone di Spoleto und führt über den Monte Pizzoro und das Tal des Flusses Corno zum Colle del Capitano. Unterwegs sind die Ruinen einer alten Burg, eine prärömische Steinzisterne und die Fundstätte der Biga sowie von 42 Schachtgräbern aus der protovillanovischen Zeit zu sehen. Die Wanderung dauert höchstens drei Stunden und verläuft teilweise auf steilen Wegen. Im Vergleich der beiden Wege sind damit unterschiedliche Punkte hilfreich: Il Castelliere führt zu einer Festung und eignet sich besonders zur Sternbeobachtung; bei der Via del Capitano sind archäologische Fundstellen und eine maximale Wanderdauer angegeben. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Wegverhältnisse, denn sie können sich ändern.

Ein Ritual am Vorabend des Patronatsfestes

Seit jeher findet das Ritual Farro di S. Nicola am 5. Dezember statt, dem Vorabend des Festes des Ortspatrons. Der Pfarrer bereitet im Pfarrhaus der Kirche San Nicola eine mit magerer Soße gewürzte Dinkelsuppe zu und kocht sie in einem großen, über dem Herd hängenden Kessel. Mittags verteilt er die Suppe an die Einwohner von Monteleone, beginnend mit den Kindern. Das genaue Datum und die traditionelle Zubereitung machen das Ritual zu einem eigenen Teil des örtlichen Jahreslaufs.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Perugia.

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