Giano Dell Umbria: Mauern, Kirchenkunst und Olivenlandschaft
Unterkünfte in Giano Dell Umbria
Für Reisende, die ihren Aufenthalt mit regionaler Geschichte, archäologischen Funden und Landschaftswegen verbinden möchten, bietet Giano dell'Umbria verschiedene Anknüpfungspunkte. Mittelalterliche Mauerringe und Kirchenkunst stehen neben Spuren einer römischen Villa. Zwischen Giano dell'Umbria und Morcicchia prägen Olivenhaine und Ackerflächen die Hänge der Monti Martani. Wein- und Olivenölbezeichnungen gehören ebenfalls zur regionalen Einordnung.
Wege und Landschaft
Das Wegenetz Martani Trekking durchquert Giano dell'Umbria; die einzelnen Wege sind im Gelände mit Wegzeichen und Hinweisschildern markiert. Zwei benannte Routen bieten einen konkreten Vergleich nach Streckenlänge: Tra ulivi millenari e abbazie benedettine ist 10,5 km lang, Passeggiando per Castelli…tra storia e leggenda 7,8 km. Beide Routen können mit dem Auto, zu Fuß oder mit dem Mountainbike zurückgelegt werden. Die zweite ist nach der angegebenen Länge 2,7 km kürzer. Da sich Wegbedingungen ändern können, prüfen Sie diese vor Ort.
Die Landschaft der Monti Martani zwischen Giano dell'Umbria und Morcicchia umfasst an den Hängen Olivenhaine und Ackerflächen, die bis in Höhen von 550 bis 600 Metern reichen. Der Monte Martano gilt als Trekkinggebiet und bietet Ausblicke über die umbrische Ebene und die umliegenden Berge. Auch die Ausstellung Ulivi Immortali führt den Blick in die Landschaft: Sie beginnt im monumentalen Komplex San Francesco und erstreckt sich über das Gebiet von Giano dell'Umbria, wo der Olivenbaum seit Jahren geeignete Wachstumsbedingungen findet.
Mittelalterliche Mauern und Kirchenkunst
Giano dell'Umbria bewahrt zwei kreisförmige mittelalterliche Mauerringe mit Toren, Türmen und Pforten. Die Mauern stammen aus dem 12. oder 13. Jahrhundert; im 14. Jahrhundert wurden sie auf Anordnung von Kardinal Albornoz restauriert. Damit stehen mehrere Bauphasen nebeneinander: die mittelalterliche Anlage und ihre spätere Restaurierung.
Die Chiesa di San Francesco stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Sie bewahrt eine Holzorgel aus dem 18. Jahrhundert. In ihrer Cappella del Crocifisso befindet sich ein Freskenzyklus, der dem Maler Giovanni di Corraduccio aus Foligno zugeschrieben wird. Auch der Palazzo Pubblico erzählt von Veränderungen über lange Zeiträume: Er hat mittelalterliche Ursprünge und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet. Am Eingang ist ein Gemeindewappen aus dem 14. oder 15. Jahrhundert eingemauert erhalten.
Archäologische Spuren und regionale Spezialitäten
Das örtliche archäologische Museum Antiquarium bewahrt Funde aus den Ausgrabungen der Villa Rufione in der Ortschaft Toccioli. Bei der Grabung wurden 18 Räume freigelegt, darunter zwei Räume einer Badeanlage. Die Mosaike sind nur teilweise erhalten; Gleiches gilt für Teile der Wanddekoration aus Marmorverkleidungen und Fresken. So umfasst der archäologische Bestand sowohl Hinweise auf die Raumaufteilung als auch Reste der einstigen Ausstattung.
Giano dell'Umbria liegt im Produktionsgebiet der DOC-Weine Colli Martani. Das Gebiet umfasst drei Zonen mit Ursprungsbezeichnung: zwei für Wein und eine für natives Olivenöl extra. Am Standort von Oro di Giano in Macciano werden Verkostungen und die Teilnahme an Veranstaltungen des Unternehmens angeboten. Wenn Sie das einplanen, klären Sie die Organisation vor der Anreise. Das buchbare Erlebnis Visita & Gusta erfordert eine Reservierung; dazu gehören Montefalco Sagrantino DOCG mit Pecorino sowie biologisches natives Olivenöl extra mit Bruschetta.
Ein jährlicher Termin ist die Fiera di San Francesco: Sie findet am ersten Sonntag im Oktober im Zentrum des Ortsteils Bastardo statt. Die Programme einzelner Ausgaben können variieren.
Weitere Reiseziele entdecken: San Giovanni Di Baiano, Montecastelli, Armenzano, Sant'Anastasio, Verchiano, Palazzo, Popoli, Parnacciano.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Perugia.