Castello Delle Forme: Turm, Kirche und Radroute
Unterkünfte in Castello Delle Forme
Castello Delle Forme liegt auf halber Höhe eines Hügels. Zu den prägenden historischen Themen zählen der einzige erhaltene Turm des Orts, die Chiesetta di San Pietro in Candione und die frühere Bedeutung wichtiger Verkehrswege. Auch eine Radroute führt durch Castello delle Forme. So können Sie für Ihre Reise Bau- und Kirchengeschichte oder eine Radtour als Schwerpunkt wählen.
Turm, Mauerreste und Fresko
Der Torre campanaria stammt aus dem 13. Jahrhundert, ist vollständig aus Stein errichtet und besitzt eine Uhr sowie mechanisch betriebene Glocken. Er ist der einzige noch erhaltene Turm in Castello delle Forme. An seinem Fuß liegen Reste der alten Mauern aus dem 13. Jahrhundert. Am selben Ort stehen damit ein erhaltener Turm und verbliebene Mauerreste nebeneinander.
Unter dem Torbogen des Glockenturms befindet sich ein stark beschädigtes Freskofragment aus dem 15. Jahrhundert, das der Perugianer Schule zugeordnet wird. Darauf sind die Jungfrau mit dem Kind, der heilige Andreas und der heilige Costanzo zu erkennen, Märtyrer und Bischof von Perugia. Der Turm und das Fresko gehören unterschiedlichen Jahrhunderten an: Das Bauwerk stammt aus dem 13. Jahrhundert, die Malerei aus dem 15. Jahrhundert.
Die Chiesetta di San Pietro in Candione
Die Chiesetta di San Pietro in Candione ist eine kleine, gut restaurierte Steinkirche in Castello delle Forme. Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde 1163 in einer Urkunde Friedrich Barbarossas erwähnt. Die Kirche wurde im 16. Jahrhundert und erneut 1954 restauriert. Historisch gehörte sie zum Kloster San Pietro in Perugia.
Die Angaben beschreiben verschiedene Stationen ihrer Geschichte: die Bauzeit, die Urkundennennung, die späteren Restaurierungen und die Klosterzugehörigkeit. Die Erwähnung von 1163 ist dabei ein eigener historischer Bezugspunkt und nicht mit den Restaurierungsdaten gleichzusetzen. Zusammen geben Baugeschichte und institutionelle Zugehörigkeit der Chiesetta einen anderen Schwerpunkt als Turm, Glocken und Mauerreste.
Hügellage, Wegegeschichte und Radroute
Castello delle Forme lag an einem Knotenpunkt wichtiger Verkehrswege und war für den Durchzug von Maultiertreibern auf dem Weg nach Rom bekannt. Diese Rolle gehört zur historischen Wegegeschichte des Orts. Für eine heutige Radtour ist die Strada del Piano eine eigene Orientierung: Die Radroute führt über Perugia, San Martino in Campo, Papiano, Castello delle Forme und Marsciano.
Auf dieser Route liegt Castello delle Forme zwischen Papiano und Marsciano. Die genannten Stationen zeigen den Verlauf, ohne dass daraus eine bestimmte Dauer oder Länge für einzelne Abschnitte folgt. Wenn Sie sich bei Ihrer Reiseplanung für Radfahren interessieren, können Sie den Ort so als Teil dieser benannten Route einordnen; die mittelalterliche Wegegeschichte bietet daneben einen historischen Blick auf frühere Verkehrsbewegungen.
Die Fonte di San Costanzo liegt in der unmittelbar an Castello delle Forme angrenzenden Landschaft, an der Verbindungsstraße zum Ort Sant’Enea. Ihre Lage ist damit sowohl zum Ort als auch zur Straße in Richtung Sant’Enea eingeordnet.
Für den Schwerpunkt Ihrer Reise lassen sich die Themen unterscheiden: Turm, Fresko und Chiesetta stehen für konkrete Bau- und Kirchengeschichte; die Strada del Piano verbindet Castello delle Forme als Station mit den weiteren genannten Orten der Radroute. Die Hügelposition und die Quelle ergänzen die räumliche Orientierung, während die Geschichte der Maultiertreiber eine frühere Nutzung der Verkehrswege beschreibt.
Weitere Reiseziele entdecken: Pompagnano, Nocera Umbra, Colpalombo, Rosceto, Tuoro Sul Trasimeno, Colbassano, Casamaggiore, Tavernelle
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Perugia.