San Quirico D'orcia: Palazzo Chigi, Horti Leonini und Via Francigena
Unterkünfte in San Quirico D'orcia
San Quirico D'orcia bietet mehrere Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung: Architektur und Pilgergeschichte, Gartenkunst, lokale Festtraditionen und Etappen der Via Francigena. Die Themen reichen von einem Freskenprogramm und einer historischen Gartenanlage bis zu Wegen und Verkostungen. So können Sie den Aufenthalt an den Interessen ausrichten, die für Sie den Ausschlag geben.
Palazzo Chigi und Pilgergeschichte
Palazzo Chigi wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts auf Veranlassung von Kardinal Flavio Chigi errichtet; entworfen hat ihn der Architekt Carlo Fontana. Zum Gebäude gehört ein Freskenprogramm über zwei Stockwerke. Es zeigt Allegorien der Jahreszeiten, der Tierkreiszeichen, der Elemente und der Künste sowie mythologische Darstellungen. Baugeschichte und Bildprogramm geben damit unterschiedliche Einblicke in den Palazzo: Der eine Schwerpunkt liegt auf Auftraggeber und Entwurf, der andere auf den vielfältigen Themen der Malereien.
Ein weiterer historischer Bezug ist der Spedale della Scala. Er entstand im 13. Jahrhundert als Außenstelle des Santa Maria della Scala in Siena und diente mittelalterlichen Pilgern auf der Via Francigena. Zu den bewahrten Bestandteilen zählen Mauerstrukturen der Grancia aus dem 14. und 15. Jahrhundert, ein Innenhof und ein Brunnen. Auch eine Loggia im ersten Stock gehört zu den erhaltenen Elementen. Der Ort verbindet so die Geschichte der Pilger mit konkreten baulichen Spuren aus mehreren Jahrhunderten.
Gartenanlage und kulturelle Traditionen
Die Horti Leonini wurden um 1580 von Diomede Leoni als klassischer italienischer Garten im Herzen von San Quirico d'Orcia angelegt. Ihre Bereiche unterscheiden sich deutlich: Der untere Teil ist stärker künstlich gestaltet, der obere stärker naturnah. Dort liegt ein jahrhundertealter Steineichenwald, den gewundene Wege durchziehen. Die Gliederung in zwei Bereiche bietet einen konkreten Zugang zur Gestaltung des Gartens: Sie können sie als Wechsel zwischen stärker geordneter Anlage und naturnäherem Waldcharakter betrachten.
In den Horti Leonini findet seit 1971 die zeitgenössische Skulpturenausstellung Forme nel Verde statt. Damit stehen Gartenanlage und zeitgenössische Skulptur als unterschiedliche kulturelle Anknüpfungspunkte nebeneinander. Die eine führt zur Geschichte eines klassischen italienischen Gartens, die andere zur Ausstellung von Skulpturen in diesem Umfeld.
Auch die Festa dell'Olio verbindet verschiedene Aktivitäten. Dazu gehören Trekking, Verkostungen bei Olivenölproduzenten und geführte Verkostungen in Zusammenarbeit mit den AICOO-Verkostungsexperten. Bewegung und Olivenöl stehen dabei gemeinsam im Mittelpunkt; eine konkrete Terminplanung ist davon zu unterscheiden.
Festa und Stadtgeschichte
Das Museo del Barbarossa Orfeo Sorbellini präsentiert die Geschichte der Festa und stellt dabei die vier historischen Stadtviertel Borgo, Canneti, Castello und Prato vor. Auch die Wettbewerbe der Alfieri und Arcieri sowie historische Zeitungen und Archivdokumente gehören zu den Themen. Die Präsentation umfasst damit sowohl die Stadtviertel als auch Wettbewerbe und schriftliche Zeugnisse.
Im Museum werden außerdem die Originalkostüme des historischen kaiserlichen Umzugs von Kaiser Friedrich I. von Schwaben und seiner Gemahlin Beatrix von Burgund ausgestellt. Einmal jährlich werden die Kostüme für die historische Nachstellung und den historischen Umzug verwendet. So gehört zu den präsentierten Dokumenten und Wettbewerben auch ein konkreter Bezug zum historischen Umzug.
Via Francigena und Umgebung
Die Etappen der Via Francigena geben zwei unterschiedliche Orientierungspunkte: Etappe 35 führt von Ponte d'Arbia nach San Quirico d'Orcia; Etappe 36 beginnt dort und führt nach Radicofani. Etappe 36 ist zu Fuß und mit dem Mountainbike begehbar beziehungsweise befahrbar. Die Gegenüberstellung ihrer Endpunkte macht San Quirico d'Orcia als Ziel der einen und Ausgangspunkt der nächsten Etappe erkennbar.
Wenige Kilometer von San Quirico d'Orcia entfernt liegt die Cappella di Vitaleta in ländlicher Umgebung. Sie ist von der SP 146 in Richtung Pienza oder von der SR2 Cassia über unbefestigte Straßen erreichbar; auch zu Fuß führen Wege dorthin. Prüfen Sie vor einer Fahrt die Straßenverhältnisse. Die Kapelle ergänzt die Auswahl an Themen um einen Ort außerhalb des Ortszentrums und eine Anreise, bei der die Beschaffenheit der Straßen zu berücksichtigen ist.
Weitere Reiseziele entdecken: Bagno Vignoni, Torri, Megognano, Montalcino, Pienza, Scrofiano, Ponte A Tressa, San Gimignano.
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