Staggia: Rocca, Mauerring und sakrale Kunst
Unterkünfte in Staggia
Staggia verbindet die Geschichte einer befestigten Siedlung mit sakraler Kunst und konkreten Radrouten. Wenn Sie ein Hotel für einen Aufenthalt im Ort suchen, können Sie zunächst überlegen, ob die Rocca und der Mauerring, die kirchliche Kunst oder das Radfahren Ihren Schwerpunkt bilden.
Rocca und Mauerring
Das Dorf Staggia ist von einem gut erhaltenen steinernen Mauerring umgeben; im Nordosten wird er von der Rocca begrenzt. Elf Türme unterbrechen den Ring: sechs besitzen einen quadratischen, die übrigen einen fünfeckigen Grundriss. Die heute sichtbaren Mauern gehen auf den florentinischen Ausbau zu Beginn des 15. Jahrhunderts zurück und folgen einem unregelmäßig polygonalen Grundriss. Polygonal beschreibt eine Umrisslinie aus mehreren Seiten; unregelmäßig macht deutlich, dass sie keinem regelmäßigen Schema folgt.
Die Rocca liegt an der Via Francigena. Sie ist täglich geöffnet; der Zugang ist ausschließlich im Rahmen einer Führung und nach obligatorischer Reservierung möglich. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Buchungsangaben.
Kirchen, Museum und Marienbild
Die Kirche Santa Maria Assunta in Staggia hat romanische Ursprünge und wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts umfassend restauriert. Sie beherbergt eine Sammlung sakraler Kunst. Diese vermittelt einen komprimierten Überblick über die Geschichte der strategisch wichtigen Burg von Staggia und die wiederholten Auseinandersetzungen zwischen Siena und Florenz.
Das Museo Pala del Pollaiolo liegt neben der Pieve di Santa Maria Assunta und beherbergt Antonio del Pollaiolos Gemälde „Comunione mistica di Santa Maria Maddalena“. So stehen eine sakrale Kunstsammlung und ein konkret benanntes Gemälde als unterschiedliche kulturelle Bezugspunkte nebeneinander. Die Kirche della Misericordia aus dem 15. Jahrhundert liegt ebenfalls neben der Pfarrkirche in Staggia.
Nahe der Rocca liegt die Edicola di Maria; dort wird ein verehrtes Bildnis von Maria Regina dei Cieli aufbewahrt. Im Jahr 1881 entfernten Domenico und seine Schwestern Marri das Bild aus der alten Porta Fiorentina. Anschließend veranlasste Marquis Ippolito Venturi Cinori, dass es im Tabernakel der Edicola di Maria aufbewahrt wurde.
Radrouten und Orientierung
Der Weg Fondovalle Poggiobonizio verbindet Bellavista mit Staggia Senese und verzweigt sich dort in zwei Äste: Einer führt in Richtung Castellina Scalo und endet in Monteriggioni, der andere in Abbadia Isola. Für die Routenwahl ist damit der Endpunkt der entscheidende Unterschied.
Ein fertiggestellter Radwegabschnitt führt von der Ortschaft La Magione nach Staggia Senese. Während der Weg Fondovalle Poggiobonizio zwei Äste mit unterschiedlichen Endpunkten hat, verläuft dieser Abschnitt zwischen zwei benannten Orten. Für die Orientierung im Straßennetz gilt ein anderer Bezug: Die Variante der SR 2 umgeht die Siedlung Staggia vollständig.
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