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Frosini: Castello, Kirchen und Hügellandschaft

Unterkünfte in Frosini

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Die frühe Geschichte des Castello

Frosini lässt sich für Ihre Reiseentscheidung über die Geschichte des Castello und die hügelige, ländlich geprägte Umgebung einordnen. Das Castello di Frosini wurde erstmals 1004 in einem Dotierungsakt von Gherardo und Willa aus der Familie Gherardeschi zugunsten der Abtei Serena erwähnt. Die Jahreszahl liegt mehrere Jahrhunderte vor dem Turm aus dem 13. Jahrhundert und zeigt, wie weit die Geschichte des Castello über seine erhaltenen Bauteile hinaus zurückreicht. Gherardo und Willa stehen dabei als Stifter, die Abtei Serena als Begünstigte im Mittelpunkt.

Mittelalterliche Bauformen und Kirchen

Zu den erhaltenen mittelalterlichen Resten des Castello gehören ein Turm aus dem 13. Jahrhundert und ein Palais aus derselben Zeit. Am Palais befindet sich ein Portal mit Bogen im sienesischen Stil; darüber ist eine Marmortafel mit der Darstellung San Galganos angebracht. So kommen an einem Bauwerk ein zeitgleicher Turm und ein Palais mit einem regional geprägten Portal und einem konkreten Bildmotiv zusammen. Diese Details geben der Geschichte des Castello neben den frühen schriftlichen Hinweisen auch eine architektonische Gestalt.

Die Kirche des Castello di Frosini ist aus Kalkstein erbaut und bewahrt einen einschiffigen romanischen Grundriss mit Apsis. Ihr Mauerwerk zeigt eine anfängliche Bauphase aus dem 11. Jahrhundert und eine spätere Phase vom späten 12. bis zum frühen 13. Jahrhundert. Damit lassen sich am Mauerwerk zwei unterschiedliche Bauabschnitte unterscheiden. Die Kirche San Michele Arcangelo steht unmittelbar neben dem Castello di Frosini und ist noch heute sichtbar.

Ein weiterer kunsthistorischer Bezug ist die Chiesa della Madonna del Buon Consiglio in Frosini. Sie wird mit Gaetano Baccani und dem dritten bis vierten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts in Verbindung gebracht. In der Kirche befindet sich Pietro Benvenutis Ölgemälde „La visione di San Galgano“, das auf etwa 1838 datiert wird. Die mittelalterlichen Bauphasen und dieser spätere Kunstbezug stehen für unterschiedliche zeitliche Perspektiven auf Frosinis Kirchen.

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Templer und historische Verbindungen

Auch die Geschichte der Templer ist mit Frosini verbunden. Historisch lag das Castello als Vorposten an einer der wichtigsten Verkehrsverbindungen zum Meer und zum Bergbaugebiet. Eine Urkunde vom 3. Januar 1243 belegt die Präsenz der Templer in Frosini: Fra’ Ulivieri, Rektor des Hauses des Tempels von Fruosini, bekannte darin eine Schuld über 12 Staia Getreide. Für die Jahre 1302 bis 1304 war die Templer-Magione in Frosini wegen ihrer Rolle beim Schutz von Pilgern und des Heiligen Landes von der Zahlung des Zehnten befreit. Die Kirche San Nicola wird in historischen Aufzeichnungen aus den Jahren 1221 und 1235 genannt.

Hügellandschaft und Ausblicke

Zur Einordnung Frosinis gehört auch die Landschaft. Località Frosini und die umliegenden Gebiete im Gemeindegebiet von Chiusdino sind als Gebiet von besonderem öffentlichem Interesse ausgewiesen. Das Gelände ist hügelig; Olivenhaine, Weinberge, bewirtschaftete Lichtungen und Wälder rahmen monumentale Anlagen und typische ländliche Siedlungen ein. Von Frosini aus bieten sich Panoramablicke auf Chiusdino und Pian di Feccia. Architektur, historische Ortsbezüge und Landschaft bilden damit verschiedene Blickwinkel auf das Reiseziel: Sie können bei Ihrer Auswahl abwägen, ob für Sie vor allem Baugeschichte, mittelalterliche Dokumente oder der ländliche Charakter der Umgebung zählt.

Weitere Reiseziele entdecken: San Giusto, Montalcinello, Ciciano, Frassini

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Chiusdino.

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