Zum Inhalt

Vivo D'orcia: Geschichte, Wasserwege und Wald

Unterkünfte in Vivo D'orcia

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Vivo D'orcia bietet mehrere klare Themen für die Reiseplanung: Ortsgeschichte und Architektur, historische Wasserkraft sowie Wald und Quellen. Die einzelnen Bauwerke und Wege setzen unterschiedliche Akzente – von der Gründungsgeschichte des Eremo bis zur Orientierung entlang des Torrente Vivo.

Klösterliche Geschichte und Palazzo Cervini

Das Eremo entstand auf den Ruinen eines Kamaldulenserklosters, das San Romualdo gründete. Die Verbindung zum Gründer beschreibt die klösterliche Vorgeschichte des Ortes. Beim Palazzo Cervini liegt der Schwerpunkt dagegen auf der Baugeschichte: Er wurde nach einem Entwurf des Florentiner Architekten Antonio da Sangallo des Jüngeren umgestaltet. Zum Palazzo führt eine Steinbrücke; unter ihr fließt der Torrente Vivo. So stehen zwei unterschiedliche historische Bezüge nebeneinander: die Gründung eines Klosters und die Umgestaltung eines Palazzos nach einem Architektenentwurf.

Ermicciolo und die Bauform der Kirche

Das kleine Oratorium San Benedetto, auch Ermicciolo genannt, liegt nahe den Quellen am Weg. Die Kirche hat eine schlichte romanische Architektur, ein einziges Schiff und eine halbkreisförmige Apsis. Ein einschiffiger Bau besitzt einen Hauptraum; die halbrunde Apsis bildet den charakteristischen Abschluss. Das einzige Schiff bildet den Hauptraum; die halbkreisförmige Apsis schließt ihn ab. Wenige Schritte von der Kirche entfernt stehen Anlagen alter Kastanientrockner. Sakralarchitektur und das historische Trocknen von Kastanien begegnen hier als unterschiedliche Themen.

Wege entlang des Wassers

Der Anello dell’Ermicciolo e Capovetra ist ein etwa zehn Kilometer langer Spazierweg im Parco del Vivo. Er kann im Borgo von Vivo D'orcia oder an einem ausgewiesenen Parkplatz an der Straße nach Seggiano beginnen; der Parkplatz liegt etwa einen Kilometer vom Ortszentrum entfernt. Wenn Sie diesen Parkplatz als Start wählen, prüfen Sie vor der Abfahrt die örtlichen Parkbedingungen. Unterwegs führt der Anello an den Ruinen einer alten Wassersägemühle und an den Wasserkanälen der „Gorina“ vorbei.

Der Sentiero dell’acqua setzt einen anderen Orientierungspunkt: Er beginnt im Zentrum und folgt dem Torrente Vivo in Richtung Ermicciolo. An ihm liegen Spuren historischer wasserbetriebener Sägewerke, Eisenhütten und Mühlen. Die Wege lassen sich nach den konkret genannten Merkmalen unterscheiden: Beim Anello sind Länge und zwei mögliche Startpunkte benannt, beim Sentiero der Verlauf am Bach in Richtung Ermicciolo. Beide führen zu Spuren der früheren Wassernutzung.

Quellen und Waldlandschaft

Eine der beiden Quellen des Monte Amiata liegt im Parco dell’Ermicciolo in Vivo D'orcia. Über den Platz gelangt man in eine etwas mehr als 80 Meter lange Galerie, in der Besucher direkten Kontakt mit dem aus dem Fels austretenden Wasser haben. Prüfen Sie vor dem Betreten die örtlichen Bedingungen. Die Galerie ergänzt das Quellenthema um die Begegnung mit dem Wasser im Fels.

Anzeige

Am Rand des Ortszentrums liegt am Torrente Vivo ein Waldgebiet mit Weißtannen (Abies alba), einem der wenigen verbliebenen autochthonen Bestände dieser Art in der Toskana. Auch die Faggeta a Vivo d’Orcia weist zahlreiche jahrhundertealte Bäume auf. Der „Faggione“ ist ein über hundert Jahre alter Baum am Straßenrand der Straße, die von Vivo zum Rifugio di Capo Vetra führt. Die Angaben reichen damit vom Waldgebiet mit seiner besonderen Baumart bis zu einem einzeln benannten Baum an einer Straße.

Ausstellung und lokale Tradition

Die Ausstellung im Museo dell’Acqua umfasst Fotografien, Projektionen, Multimedia-Tafeln, Exponate und Materialien, die bei der Instandhaltung des Aquädukts verwendet wurden. Bilder und Projektionen stehen damit neben konkreten Materialien aus der Arbeit am Aquädukt. Das Wasserthema erhält so eine eigene Museumsperspektive neben den Wegen und Bauwerken.

Der Palio del Boscaiolo ist ein Geschicklichkeitswettbewerb, der vom alten Beruf des Holzfällers inspiriert ist. Sein Schauplatz ist der mittelalterliche Borgo dell’Eremo. Damit kommt zur Natur- und Waldlandschaft eine kulturelle Perspektive auf die Arbeit mit Holz hinzu.

Weitere Reiseziele entdecken: Bagni San Filippo, Campiglia D'orcia.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Castiglione D'orcia.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.