Malocchio: Wege, Wälder und Geschichte
Unterkünfte in Malocchio
Malocchio ist ein ruhiger Ort und bleibt im Sommer sehr kühl. Für Ihre Reiseplanung verbindet das Reiseziel Spaziergänge und Wanderungen mit konkreten historischen Bezugspunkten. Wiesen, Wälder und örtliche Wege prägen die Zeit im Freien; Kirche, Kunstwerk und Gedenkveranstaltung setzen unterschiedliche historische Akzente.
Wiesen, Wälder und Wege
Die Umgebung von Malocchio ist von Wiesen und Wäldern geprägt. Der Ort liegt zwischen Kastanien- und Buchenwäldern, und die Wiesen und Wälder rund um Malocchio eignen sich für Spaziergänge und Erholung. Mehrere Wege führen durch den Ort und eignen sich zum Wandern. Entlang des Torrente Cessana verlaufen ebenfalls mehrere Wege, die bergauf in Richtung Gebirge führen. Damit können Sie zwischen Spaziergängen in der Landschaft und Wegen mit ansteigendem Verlauf am Torrente Cessana unterscheiden.
Der Zugang nach Malocchio erfolgt über die Via Cerritorio; anschließend folgen Sie der Beschilderung. Straßenverhältnisse, Wegzustand und Beschilderung können sich ändern. Prüfen Sie die örtlichen Hinweise daher vor Ihrer Tour. Eine 2017 veröffentlichte Beschreibung der Radroute „Casore – Avaglio – Colle di Buggiano“ nennt außerdem eine Schotterstraße, die nach Malocchio führt. Da sich der Zustand der Oberfläche ändern kann, prüfen Sie ihn vor der Fahrt.
Kirche und Kunstwerk
Die Chiesetta di San Frediano in Malocchio ist bereits für das Jahr 1260 dokumentiert. In der Kirche befindet sich eine Tafel der florentinischen Schule aus dem 16. Jahrhundert mit dem Titel „Madonna delle Grazie e alcuni Santi“. Die beiden Angaben setzen unterschiedliche Zeitmarken: Die Kirche ist für 1260 belegt, während die Tafel dem 16. Jahrhundert zugeordnet wird. Für Reisende, die sich für Kulturgeschichte interessieren, macht dieses Zusammenspiel aus benanntem Bauwerk und Kunstwerk den Bezug des Ortes konkret.
Gedenken und historische Spuren
In den ersten Septembertagen findet in Malocchio jährlich eine Gedenkveranstaltung statt. Sie erinnert an die Befreiung der Ebene von Pistoia und der Valdinievole vom Faschismus und von der faschistischen Besatzung im Jahr 1944. Zugleich gedenkt die Veranstaltung der Einwohner von Malocchio, die während des Rückzugs deutscher Truppen getötet wurden. So verbindet sie den regionalen historischen Bezug mit der Erinnerung an Menschen aus dem Ort. Wenn Sie Ihre Reise mit der Veranstaltung verbinden möchten, prüfen Sie die Termine und das konkrete Programm vorab, da sich Programmdetails ändern können.
Ein weiterer historischer Bezug liegt in der näheren Umgebung: Dort befindet sich Agnanello. Von einer ehemaligen religiösen Siedlung ist dort nur noch eine kleine Margine erhalten. Diese Spur ergänzt die Geschichte der Chiesetta di San Frediano um einen nahe gelegenen Ort mit einem eigenen, früheren religiösen Zusammenhang.
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