Santa Maria A Monte – Kultur, Kunst und Feste
Unterkünfte in Santa Maria A Monte
Santa Maria A Monte verbindet archäologische Zeugnisse, Kunst und wiederkehrende Feste. Für Kulturinteressierte lassen sich drei Blickwinkel unterscheiden: archäologische Spuren und Ausblicke, Kunst und Ortsgeschichte sowie Veranstaltungen mit unterschiedlichen Kalenderzeiten. Sie geben Anhaltspunkte, um den Schwerpunkt einer Reise zu wählen.
Borgo, Archäologie und Ausblicke
Am höchsten Punkt des Borgo liegt die Area Archeologica La Rocca, die auch eine Aussichtsterrasse bietet. Eine Museumsbeschreibung vom 25. Juni 2021 verortet im ersten Stock des Museo Civico Beata Diana Giuntini einen archäologischen Rundgang mit Funden aus den Ausgrabungen in Sant'Ippolito in Anniano und La Rocca. So kommen Fundorte und Museumspräsentation als unterschiedliche Zugänge zur archäologischen Geschichte des Ortes zusammen.
Ein weiterer Blickpunkt ist die Torre dell’Orologio: Vom obersten Stockwerk reicht der Blick über das gesamte Valdarno und auf die anderen Burgtürme. Anders als bei der Aussichtsterrasse der Area Archeologica steht hier die weite Landschaft mit den Burgtürmen im Blickfeld. Wer sich für den archäologischen Schwerpunkt interessiert, findet ihn dagegen sowohl am Ort La Rocca als auch in den im Museum genannten Funden.
Museen, Kunst und Ortsgeschichte
Das Museo Casa Carducci befindet sich in dem Haus, in dem die Familie Carducci von 1856 bis 1858 lebte. Dort ist dauerhaft die Ausstellung „Il Tenero Gigante“ von Possenti zu sehen. Sie umfasst 26 Gemälde und Zeichnungen, die vom Leben und Werk des Dichters Giosuè Carducci inspiriert sind. Der Hausbezug und die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Dichter setzen dabei unterschiedliche Akzente.
Das Museo Civico zeigt eine Madonna mit Kind aus bemaltem und vergoldetem Holz, die auf das Jahr 1255 datiert ist und in der Collegiata di Santa Maria a Monte aufbewahrt wird. Die Collegiata bewahrt außerdem ein Holzkruzifix, das dem Meister des Kruzifixes von Camaiore zugeschrieben wird und aus dem ersten Viertel des 14. Jahrhunderts stammt. Bei diesen Kunstwerken unterscheiden sich die überlieferten Angaben: Für die Madonna ist ein Jahr genannt, beim Kruzifix eine Zuschreibung und ein Zeitraum.
Auch in der Biblioteca Comunale begegnet eine historische Spur: Eine mittelalterliche Zisterne wird bereits in den Statuten von 1391 erwähnt und ist dort noch heute sichtbar. Sie ergänzt die Werke und archäologischen Funde um ein bauliches Zeugnis, das mit der Bibliothek verbunden ist.
Feste und ihre Termine
Die Sagra della Patata Fritta findet im Allgemeinen in der zweiten Augusthälfte im historischen Zentrum und auf den Plätzen des Borgo Santa Maria a Monte statt. Während des Festes beginnt jeden Abend gegen 18:00 Uhr das Frittieren im traditionellen „padellone“. An den gastronomischen Ständen gibt es ein Menü mit Kartoffeln aus Santa Maria a Monte sowie ein weiteres mit typischen toskanischen Gerichten. So verbindet die Veranstaltung ein konkretes lokales Produkt mit einer Auswahl regionaler Speisen. Prüfen Sie für Ihre Reise die konkreten Festtermine.
Ein anderer Zeitpunkt im Jahreslauf ist der Ostermontag: An diesem Tag wird die Beata Diana Giuntini mit der traditionellen Processione delle Paniere gefeiert. Die beiden Anlässe bieten damit unterschiedliche zeitliche Orientierungspunkte für eine Reise – das Osterfest einerseits und die üblicherweise in der zweiten Augusthälfte stattfindende Sagra andererseits.
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