Asciano: Cisternone, Aquädukt und historische Kirchen
Unterkünfte in Asciano
Das Cisternone von Asciano ist ein historisches Gebäude und Teil des Acquedotto Mediceo. Es befindet sich im geschützten Gebiet ANPIL Valle delle Fonti und wurde 1695 als Teil des Aquäduktkomplexes errichtet. Der Bau des Acquedotto Mediceo hatte bereits 1592 begonnen. Die Jahreszahlen markieren unterschiedliche Etappen: 1592 steht für den Baubeginn des Aquädukts, 1695 für die Errichtung des Cisternone innerhalb des Komplexes.
Cisternone und Acquedotto Mediceo
Im Cisternone befindet sich ein Modell des Acquedotto Mediceo von Pisa und seiner Umgebung. Es ist im Maßstab 1:1000 angelegt, umfasst etwa 60 Quadratmeter und zeigt den Zustand aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Maßstab lässt sich konkret lesen: Ein Zentimeter am Modell entspricht zehn Metern in der dargestellten Umgebung. Fläche, Größenverhältnis und Zeitbezug geben damit drei unterschiedliche Orientierungspunkte – den räumlichen Umfang des Modells, das Verhältnis zur Umgebung und eine historische Momentaufnahme.
Der Acquedotto Mediceo wurde 1592 begonnen und umfasst mehr als 900 Bögen auf einer Strecke von sechs Kilometern. Viele Abschnitte zwischen Asciano und Pisa können zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Die Via dei Condotti in Asciano wird zum Spazierengehen und Radfahren genutzt. Zugleich bildet sie den Anfang des Trekkingwegs „La Via degli Acquedotti“, der Pisa und Lucca über den Monte Pisano verbindet. So stehen neben der Geschichte des Bauwerks auch benannte Wege und ihre jeweiligen Bezugspunkte im Mittelpunkt.
Kirchen und Baugeschichte
Bei der Pieve di San Giovanni Battista kommen ein früher historischer Bezug und konkrete Details der Architektur zusammen. Ihre erste überlieferte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1137. Die Fassade ist mit sauber behauenen Kalksteinquadern aus den Steinbrüchen von San Giuliano verkleidet. Am Glockenturm trägt die Inschrift die Worte „1914 Il Popolo“. Erwähnung, Baumaterial und Inschrift bieten unterschiedliche Anhaltspunkte, wenn Sie die Geschichte und Gestaltung der Pieve betrachten.
Das Oratorio di San Rocco ergänzt diese Zeitlinie: Der erste dokumentierte Nachweis stammt aus den zwischen 1622 und 1657 verzeichneten Pastoralbesuchen; restauriert wurde das Oratorio 1888. Einen deutlich jüngeren Zeitanker setzt die Chiesa di Nostra Signora di Fatima. Sie wurde 1986 nach einem Entwurf des Architekten Gabriele Bonaguidi errichtet. Die Kirche ist eine kleine Kapelle mit Satteldach und einschiffigem Innenraum. Im Vergleich zu den älteren historischen Bezugspunkten der Pieve und des Oratorio verweist das Baujahr 1986 auf eine spätere Phase der örtlichen Sakralarchitektur.
Garten und Wege in Asciano
Der Giardino dei Profumi ist ein kleiner botanischer Garten in Asciano mit mehreren besonders wichtigen Blumenarten. Er ergänzt die historischen Bauwerke um ein botanisches Thema. Wenn Sie sich für die unterschiedlichen Aspekte des Ortes interessieren, stehen damit neben Aquädukt und Kirchen auch Garten und Wege als eigene Schwerpunkte zur Auswahl.
Der Sentiero 117 beginnt in der Loc. Asciano Valle an der Straße zur Casa del Polacco; die Casa del Polacco ist der Zugang zum ANPIL Monte Castellare. Am Sentiero 117 befinden sich ein Centro Parco und eine Foresteria für die Aufnahme von Wanderern. Wenn Sie diese Einrichtungen in Ihre Planung einbeziehen, prüfen Sie die aktuellen Zugangs- und Öffnungshinweise. Einen anderen Bezugspunkt hat der Sentiero 121: Er führt vom Cisternone des Acquedotto Mediceo in Asciano hinauf nach Mirteto. Die Startpunkte unterscheiden die beiden Wege klar – beim Sentiero 117 die Loc. Asciano Valle, beim Sentiero 121 das Cisternone.
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